Mellrichstadt

Mit neuer Kelteranlage in die Fruchtsaft-Saison

Bei der Mitgliederversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Mellrichstadt wurden langjährige Mitglieder geehrt. Im Bild (von links) der Vorsitzende Otto Sum, Wolfgang Taubert, Rosenkönigin Dagmar Spiegel, Wilhelm Sauer und Kurt Landgraf.
Foto: Tobias Griebel | Bei der Mitgliederversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Mellrichstadt wurden langjährige Mitglieder geehrt.

Bei der Mitgliederversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Mellrichstadt am Freitag ehrte der Vorsitzende des Vereins, Otto Sum, zahlreiche Mitglieder für ihre Treue.

Seit 40 Jahren sind Kurt Landgraf, Wilhelm Sauer, Wolfgang Taubert, Bernd Thanisch, Ewald Kürschner, Hans Beck und Karl-Heinz Jacubasch in den Reihen der Gartenfreunde engagiert. Die Geehrten erhielten von Rosenkönigin Dagmar Spiegel eine Rose überreicht, sowie Anstecker und Urkunde vom Vorsitzenden. Außerdem gab es je einen Gutschein des Stadtmarketingvereins Aktives Mellrichstadt.

Mit dem neuen Geschäftsjahr war das Amt des Kassiers neu zu besetzen. „Wolfgang Eckert hat sein Amt als Kassier aus privaten Gründen niedergelegt“, sagte Sum und dankte ihm mit einem Blumenstrauß für seine Arbeit. Einstimmig wurde Marianne Lorenz zur neuen Kassiererin gewählt.

„Der Obst- und Gartenbauverein hat enorm investiert und eine neue Kelteranlage gekauft“, sagte der Vorsitzende im Rückblick. Er sprach von „umfangreichen Umbauarbeiten“ in der Kelter unterhalb des Vereinsheims. Viele Helfer hatten bei den Erneuerungsmaßnahmen nach Ende der Keltersaison mit angepackt. Schon bald soll die Kelter in neuem Glanz erstrahlen. „Wir werden spätestens am Sommerfest die Möglichkeit der Besichtigung geben“, kündigte Sum an. Bereits bei der zurückliegenden Versammlung hatte der Vorsitzende darauf eingestimmt, dass die technischen Anlagen in der Kelter an die Kapazität angepasst werden müssten.

42 000 Liter Süßmost

„Die Keltersaison lief von August bis Oktober“, resümierte Sum und listete Zahlen auf: Rund 1920 Zentner Obst und fast 42 000 Liter Süßmost wurden abgefüllt.

Der Vorsitzende dankte vielen Mitgliedern namentlich für ihren Einsatz für den OGV, sei es mit Pflanzaktionen oder mit Kuchenbacken. Anhand von Bildern blickte Sum auf die Veranstaltungen im Vereinsjahr zurück. Er erinnerte unter anderem an das Kesselfleischessen, den Rosenschnittkurs, den Baumschnittkurs, das Ferienprogramm oder die Taufe der Streitel-Rose. Die Rosentaufe bezeichnete Sum als „einmaliges Event“.

Anhand von Filmaufnahmen ließen die Anwesenden das Ereignis Revue passieren. Die Franziska-Streitel-Rose ist nach der Gründerin des Ordens der „Schwestern von der Schmerzhaften Mutter“ benannt, die in der Streustadt geboren wurde. Mit Quellwasser von Mellrichstadts Großenberg hatten die beiden Patinnen Christel Heid und Ordensschwester Meinrada die neue Pflanze unter den Segen Gottes gestellt.

Nach Informationen des Züchters Franz Wänninger sei die Rose mehrfach blühend und robust. Ihr Farbton ist weiß-lila, die Wuchshöhe könne bis zu einem Meter betragen, die Blüten sind halbgefüllt und haben einen Durchmesser von vier bis fünf Zentimetern. Bis zu 40 Blüten könnten sich je Rispe gruppieren.

Die Idee zu dieser Rose ist bei einer Fahrt der katholischen Gemeinde Mellrichstadt nach Rom entstanden. Anlässlich des 100. Todestages der Ordensgründerin war die Delegation nach Italien gereist, um auch das Sterbehaus von Franziska Streitel zu besichtigen.

Rose auf dem Sterbebett

Auf dem Sterbebett sei eine Rose platziert gewesen, so eine Teilnehmerin der Fahrt. Auf Nachfrage habe eine dortige Ordensschwester gesagt, auf der ehemaligen Schlafstätte läge immer eine Rose. Für die Initiatoren der Pflanze sei diese Begegnung ausschlaggebend gewesen, zumal die Rose durch ihren Duft Freude verbreite und durch die Dornen für Schmerz stehe. Sie symbolisiere also das Wirken Franziska Streitels. Die Ordensfrau richtete ihr Wirken darauf aus, Kranke, Hilfsbedürftige und Arme zu unterstützen. Vorbild Franziska Streitels soll das Handeln des Heiligen Franziskus gewesen sein.

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