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Montessorischule: 16 junge Leute überqueren die Alpen

Faszination und Herausforderung erlebten die Achtklässler der Montessori-Schule Rhön/Saale bei ihrer Alpenüberquerung.
Foto: Bernhard Dünisch | Faszination und Herausforderung erlebten die Achtklässler der Montessori-Schule Rhön/Saale bei ihrer Alpenüberquerung.

Seit vielen Jahren gehört die Alpenüberquerung für die Schüler der achten Jahrgangsstufe der Montessorischule Rhön/Saale zu den wichtigsten und  vor allem aufregendsten und anspruchsvollsten Projekten ihrer Schulzeit.

Streckenweise ging es ganz schön steil bergauf.
Foto: Bernhard Dünisch | Streckenweise ging es ganz schön steil bergauf.

Von Deutschland nach Italien führte die Tour die 16 Achtklässler. Schon zu Beginn des Jahres wurde das Projekt den Schülern und Eltern vorgestellt.  Viele Fragen galt es zu Ausrüstung, Kosten und Ablauf zu klären. Zur Freude der Organisatoren wurde das Projekt auch in diesem Jahr wieder gut angenommen. Mit dem Training ging es im Mai los. Die Schüler unternahmen eine Probewanderung durch die Rhön mit Übernachtung im Klassenzimmer, um Ausdauer und Ausrüstung zu testen.

Vorbereitung auf die Tour

Um zumindest einen Teil der Kosten selbstständig zu erwirtschaften, organisierten die Schüler einen Pausenhofverkauf und eine Spendenaktion. Außerdem hatte die Schule an einem Förderwettbewerb der Spardabank teilgenommen. Hierbei waren auch die Leser dieser Zeitung zur Unterstützung bei der Abstimmung gebeten worden.

Eine Besonderheit war die Überquerung einer 200 Meter langen und 110 Meter hohen Seilhängebrücke vor Holzgau.
Foto: Lisa Hartung | Eine Besonderheit war die Überquerung einer 200 Meter langen und 110 Meter hohen Seilhängebrücke vor Holzgau.

Inhaltlich hatten die Schüler Quizfragen über die verschiedenen Alpenregionen auf ihrer Tour vorbereitet, die sie dann in Wanderpausen und auf den Hütten ihren Mitschülern stellten.

16 junge Leute unternahmen mit ihren Betreuern das Abenteuer einer Alpenüberquerung.
Foto: Bernhard Dünisch | 16 junge Leute unternahmen mit ihren Betreuern das Abenteuer einer Alpenüberquerung.

Die Gruppe von acht Mädchen und acht Jungen war am 8. Juli in Oberstdorf aufgebrochen und erreichte ihr Ziel in Meran am 13. Juli. "Dazwischen lagen eine echte Herausforderung mit anstrengenden Auf- und Abstiegen durch Regen und über Schneefelder aber auch fantastische Ausblicke und Wanderungen durch bizarre Fels- und Schneeformationen", berichtete Lehrer Bernhard Dünisch. "Die Wanderer kamen durchaus an persönliche Grenzen, lernten aber auch die Zusammenarbeit und den Rückhalt in der Gruppe."

Insgesamt 3500 Höhenmeter

Am ersten Tag wanderten die Schüler von Oberstdorf durch die Spielmannsau hinauf zur Kemptener Hütte. Am nächsten Morgen überquerten sie die Grenze zu Österreich und stiegen ins Lechtal ab. Eine Besonderheit an diesem Tag war die Überquerung einer 200 Meter langen und 110 Meter hohen Seilhängebrücke vor Holzgau. Vom Lechtal ging es weiter ins Madautal, wo sie in einem abgelegenen Berggasthof übernachteten. In der nächsten Etappe wanderte die Gruppe durch das Alperschontal und über das Flarschjoch zur Ansbacherhütte hinauf. An diesem höchsten Übernachtungspunkt auf 2400 Metern hatten die Wanderer bereits herrliche Ausblicke ins Inntal, in das sie am nächsten Tag abstiegen. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ging es dann ins Ötztal in die Selbstversorgerhütte Zwieselstein, wo die Schüler ihr Abendessen und Frühstück selbst organisieren und zubereiten durften. Am darauffolgenden Tag führte der Weg das Timmelsjoch hinauf und im Abstieg nach Moos in Südtirol. Die letzte Etappe war die Wanderung durch die Passerschlucht von Moos nach St. Leonhard. Insgesamt legten die Schüler ungefähr 3500 Höhenmeter im Aufstieg und 4500 Höhenmeter im Abstieg zurück.

Auch das ein oder andere Schneefeld wurde durchwandert.
Foto: Bernhard Dünisch | Auch das ein oder andere Schneefeld wurde durchwandert.

Die Schüler trugen über die gesamte Strecke ihr vollständiges Gepäck (ca. acht Kilogramm). Bei den Übernachtungen auf den Hütten mussten sie auf gewohnten Komfort verzichten. Manchmal gab es nur kaltes Wasser zum Duschen und geschlafen wurde im Matratzenlager mit der ganzen Gruppe. So empfanden die Wanderer am Ende der Reise ein 5-Bettzimmer mit warmer Dusche als ausgesprochenen Luxus.

Weit erstreckte sich der Blick über die Berge.
Foto: Bernhard Dünisch | Weit erstreckte sich der Blick über die Berge.

Persönliches Fazit

Beim Abschlussritual in Meran zogen die Schüler ihr persönliches Fazit. Hierbei sprach jeder über die Anstrengungen und Widrigkeiten, die es zu überwinden galt. Sie drückten ihren Stolz über ihre Leistung aus. Einig waren sie sich in ihrer Begeisterung über den Zusammenhalt in der Gruppe, der in vielen schwierigen Situationen geholfen hatte weiterzukommen. Denn schließlich waren alle 16 Teilnehmer heil und gesund in Meran angekommen.

Der Spaß kam bei den Wanderungen nicht zu kurz.
Foto: Bernhard Dünisch | Der Spaß kam bei den Wanderungen nicht zu kurz.
Bei Sonnenschein kam man bei den Aufstiegen auch schon mal ganz schön ins Schwitzen.
Foto: Bernhard Dünisch | Bei Sonnenschein kam man bei den Aufstiegen auch schon mal ganz schön ins Schwitzen.
Herrliche Ausblicke belohnten die Wanderer.
Foto: Bernhard Dünisch | Herrliche Ausblicke belohnten die Wanderer.
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