Gabolshausen

Brandserie in Gabolshausen aufgeklärt: Polizei ermittelt Jugendlichen

Der Beginn der Brandserie in Gabolshausen war der Brand dieser Scheune am Ortsrand von Gabolshausen am 22. Juni 2019. Neben gelagerten Holzvorräten wurden ein Traktor und weitere landwirtschaftliche Geräte ein Raub der Flammen.
Foto: Hanns Friedrich | Der Beginn der Brandserie in Gabolshausen war der Brand dieser Scheune am Ortsrand von Gabolshausen am 22. Juni 2019.

Im Februar vergangenen Jahres und bereits 2019 war es im Außenbereich von Gabolshausen zu mehreren Bränden gekommen. Begonnen hatte alles mit dem Feuer in einer Holzlagerhalle unterhalb des Sportplatzes am Sonntag, 23. Juni 2019. Es folgten im Februar 2020 weitere Brände, wobei ebenfalls Holzhallen mit dort gelagertem Holz in Flammen aufgingen. Die Kriminalpolizei Schweinfurt hatte in allen vier Fällen die Ermittlungen vor Ort aufgenommen und vermutete von Anfang an Brandstiftung. Zeugen wurden gesucht. Wie die Kripo Schweinfurt und die Staatsanwaltschaft Schweinfurt nun auf Anfrage mitteilten, wurde der vermutliche Brandstifter ermittelt. Ein Jugendlicher, der vor dem Jugendschöffengericht in Bad Neustadt angeklagt wird. Der Gesamtschaden dürfte sich bei rund 50 000 Euro einpendeln.

Der Scheunenbrand im Juni 2019 hatte an die 100  Feuerwehrleute, sowie Rettungskräfte des BRK und des Technischen Hilfswerks bis in die frühen Morgenstunden gefordert.  Auf einer freien Fläche am Ortsrand von Gabolshausen stand eine Scheune lichterloh in Flammen. In der Scheune lagerten vor allem Holzvorräte. Untergestellt war  weiterhin ein Traktor und einige landwirtschaftliche Maschinen. Sie wurden ein Raub der Flammen. Die Höhe des Brandschadens wurde auf rund 30 000 Euro geschätzt.

Immer wieder offene Holzhallen

Auf rund 5000 Euro wurde der Schaden geschätzt, der am 15. Februar vergangenen Jahres gegen 2 Uhr beim Brand einer weiteren Holzlagerhalle in Gabolshausen entstand. Auch hier stand, wie bereits im Juni 2019,  die Halle bereits lichterloh in Flammen, als die Wehren zum Einsatzort an der Straße nach Aub kamen. Im Einsatz waren 77 Wehrleute mit zehn Fahrzeugen, sowie 15 Atemschutzträger. Den Feuerwehrleuten gelang es nach und nach die Flammen, die im gelagerten Holz immer wieder neue Nahrung fanden, einzudämmen. Auch hier vermuteten Beamte der Kriminalpolizei Schweinfurt Brandstiftung.

Spektakuläre Bilder und viel Arbeit für die Rettungskräfte brachte die Brandserie in Gabolshausen mit sich.
Foto: Hanns Friedrich | Spektakuläre Bilder und viel Arbeit für die Rettungskräfte brachte die Brandserie in Gabolshausen mit sich.

"War wieder ein Brandstifter unterwegs?" lautete die Frage vier Tage später. Gegen 0.30 Uhr wurden die lodernden Flammen im Außenbereich "Am Haag", in der Nähe des Sportplatzes, zufällig entdeckt und sofort die Integrierte Leitstelle informiert. Diese löste Großalarm aus und alarmierte die Wehren aus Gabolshausen, Alsleben, Bad Königshofen, Unter- und Oberessfeld sowie Saal an der Saale. Ebenso das BRK aus Hofheim und den Organisatorischen Leiter des BRK Rhön-Grabfeld.  Auch diesmal war es eine offene Holzlagerhalle und zwar in einem Bereich, in dem weiteres Holz, entlang eines Hohlwegs gelagert war. Die Feuerwehren hatten die Flammen schnell unter Kontrolle und konnten ein Ausbreiten des Brandes verhindern.

Nicht öffentliche Verhandlung

Das Ende einer Brandserie war am 8. März. Da wurden die Wehrleute kurz vor 2 Uhr zu einem Autobrand in der Ortsmitte von Gabolshausen alarmiert. Dort brannte der vor einem Haus abgestellte Bus des Malteser Hilfsdienstes. Erneut vermuteten die Einsatzkräfte und die Kripo Schweinfurt Brandstiftung. Dass dies der Fall war zeigte sich bei den langwierigen Ermittlungen der Beamten, die schließlich beim Autobrand zum Erfolg führten. Ermittelt wurde ein Jugendlicher, dem noch weitere Brandlegungen zur Last gelegt werden, wie es auf Anfrage bei der Pressestelle heißt.

Der Angeschuldigte ist ein Jugendlicher aus Rhön-Grabfeld, weshalb die Hauptverhandlung im Falle der Zulassung der Anklage nicht öffentlich stattfinden wird. Aufgrund des Alters des Täters wird dabei die gesamte Palette der Ahndungsmöglichkeit nach Jugendstrafrecht zur Anwendung kommen. Im Höchstfall erwarten den Jugendlichen fünf Jahre Jugendstrafe, heißt es aus der Pressestelle. Wann die Verhandlung vor dem Jugendschöffengericht Bad Neustadt stattfindet, ist derzeit noch nicht absehbar, sagt der Behördenleiter des Amtsgerichts Bad Neustadt, Joachim Hein.

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