Rhön-Grabfeld

Nach Lockerungen: Wie planen die Museen die Wiedereröffnung?

Er zeigt sich vor der Kreisgalerie in Mellrichstadt als ein gutes Vorbild. Wenn nach den Corona-Lockerungen allmählich die Museen im gesamten Landkreis wieder öffnen dürfen, bleibt eine entsprechende Maske beim Besuch Pflicht.
Er zeigt sich vor der Kreisgalerie in Mellrichstadt als ein gutes Vorbild. Wenn nach den Corona-Lockerungen allmählich die Museen im gesamten Landkreis wieder öffnen dürfen, bleibt eine entsprechende Maske beim Besuch Pflicht. Foto: Christian Hüther

Ab Montag, 11. Mai, dürfen Museen in Bayern wieder öffnen. Auch die Häuser und Einrichtungen im Landkreis Rhön-Grabfeld möchten einer Mitteilung zufolge möglichst schnell die kulturelle Grundversorgung wieder sicherstellen. Bis die Türen allerdings offen stehen können, gilt es, Konzepte zur Hygiene und dem Besuchermanagement zu erarbeiten, um weder Besucher, noch Personal einem erhöhten Infektionsrisiko auszusetzen. Grundsätzlich gilt natürlich auch hier: Maske auf und Abstand halten.

Neben dem Fränkische Freilandmuseum in Fladungen sind auch die Museen in der Schranne in Bad Königshofen ab dem 12. Mai wieder geöffnet. Dienstag bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr können das Museum für Grenzgänger und das Archäologische Museum besucht werden. Die neue Dauerausstellung zur Vor- und Frühgeschichte lädt mit spektakulären Funden und zeitgemäßen Inszenierungen zu einem spannenden Rundgang für die ganze Familie ein.

Orgelbaumuseum lädt ab Pfingsten wieder zum Besuch ein

Das Orgelbaumuseum im Schloss Hanstein in Ostheim hat ab Pfingstsonntag wieder geöffnet. Bis dahin sind zum einen die Hygienebestimmungen umgesetzt sowie nötiges Equipment aufgerüstet. Zum anderen hoffe man ab Anfang Juni auch auf mehr Touristen durch die Lockerungen im Hotellerie- und Tourismusgewerbe, heißt es in der Mitteilung weiter.

Am 31. Mai und am 1. Juni lassen sich dann wieder über 2000 Jahre Orgelbaugeschichte entdecken. Besucher haben von 13 bis 16 Uhr die Gelegenheit, den langen, spannenden Weg von der Pfeife bis zum Weltkulturerbe nachzuverfolgen. Führungen sind aufgrund der Abstandsregeln zurzeit nicht denkbar. 

Kirchenburg bleibt vorerst geschlossen

Das Museum Lebendige Kirchenburg hingegen wird vorerst geschlossen bleiben. Vom Verein der "Freunde der Kirchenburg e.V." ist angedacht, das Veranstaltungsprogramm um ein Jahr zu verschieben und in diesem Jahr erst im Dezember mit der Krippenausstellung wieder die Türen zu öffnen. Die Vorsitzende des Vereins, Maritta Waldsachs, begründet dies mit Hinblick auf das Besucheraufkommen.

Auch das Heimatmuseum Salzhaus in Mellrichstadt wartet weiterhin ab, wie sich die Situation entwickelt, ebenso das Schloss Wolzogen in Mühlfeld. Beide Häuser erreichen vor allem über die Veranstaltungen viele Besucher. Solange diese nicht wieder durchgeführt werden können, erscheinen die Maßnahmen für die Sicherheit von Besuchern und Personal zu aufwendig.

Planungen für Wiedereröffnung laufen

Das Dokumentationszentrum Hainberg-Kaserne in Mellrichstadt plant aktuell die Umsetzung der Wiedereröffnung. Das Bruder-Franz-Haus auf dem Kreuzberg wartet ebenfalls noch: Erst, wenn die Touristen wieder auf den heiligen Berg der Franken kommen, also dann, wenn Gastronomie und Hotellerie wieder den Betrieb aufnehmen, wird auch die Ausstellung wieder öffnen.

Im Kreiskulturzentrum Kloster Wechterswinkel werden aktuell die Hygienevorgaben umgesetzt, sodass das Haus zum Internationalen Museumstag am 17. Mai wieder öffnen kann. Von da an wird das Kloster wieder von Mittwoch bis Sonntag, jeweils von 13 bis 17 Uhr geöffnet sein. Zu sehen ist die aktuelle Sonderausstellung "est", die bis zum 28. Juni verlängert wurde. Das Werk der beiden Künstler Wiltrud und Wolfgang Kuhfuss umfasst Malerei, Installationen sowie Graphik. 

"MuseumWeek" unter anderem auf Facebook

Dem "Internationaler Museumstag" geht eine ganze Woche mit Aktionen voraus, die sogenannte "MuseumWeek". Dabei handelt es sich um ein weltweites Event mit online- und offline-Angeboten in der Museumswelt. Diese Aktion findet in diesem Jahr ausschließlich im Internet und den sozialen Medien statt und auch die Kulturagentur Rhön-Grabfeld stellt jeden Tag einen thematisch passenden Beitrag auf der Facebook-Seite "Kunst und Kultur Rhön-Grabfeld" online.

Die Kreisgalerie in Mellrichstadt kann ab dem 17. Mai ebenfalls wieder besucht werden. Die aktuelle Ausstellung mit Gemälden und Skulpturen von Hans Krakau wird verlängert und ist noch bis zum 26. Juli zu sehen. Bisher war sie aufgrund der Corona-Pandemie der Öffentlichkeit völlig vorenthalten, war die Vernissage zeitgleich mit den Beschränkungen zusammengefallen. Ab dem 20. Mai ist auch wieder Cafébetrieb im Garten des Museums erlaubt. Und auch im Innenhof des Klosters Wechterswinkel werden von da an wieder Kaffee, Kuchen und Getränke unter freiem Himmel serviert.

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