Nordheim

Neue Nordheimer Kindertagesstätte nimmt Formen an

Eine Computersimulation gibt einen Eindruck vom modernen Baukörper der neuen Nordheimer Kita und davon, wie er sich nach der Fertigstellung präsentieren wird.
Foto: Eva Wienröder | Eine Computersimulation gibt einen Eindruck vom modernen Baukörper der neuen Nordheimer Kita und davon, wie er sich nach der Fertigstellung präsentieren wird.

An der neuen Kindertagesstätte (Kita) ist zwar noch einiges zu tun, aber man befindet sich auf der Zielgeraden. Ende Mai sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Jetzt schon zeigt sich, dass Nordheim dann über eine der größten, schönsten und modernsten Einrichtungen dieser Art in der Region verfügen wird, ist man bei der Gemeinde überzeugt. Der Gemeinderat machte sich am Samstagvormittag an Ort und Stelle ein Bild. Bürgermeister Thomas Fischer konnte dazu die zuständigen Architekten Henry Kiesel und Karlheinz Lürzel vom Büro „Planidee Franken“ aus Bad Neustadt sowie Holger Sopp vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Fladungen begrüßen, die Einblick in die Planungen gaben und Fragen rund um das Großprojekt beantworteten.

Krippe, Regelkindergarten und Hort – in der neuen Kita am Kirchberg ist alles unter einem Dach und sie grenzt dazu noch direkt an die Grundschule an. Natürlich hat dabei jede Betreuung ihren eigenen Bereich, aber die Übergänge sind fließend. So kann sich der Nachwuchs, von den Allerkleinsten bis zu den Viertklässlern, hier wohlfühlen.

Alle drei Bereiche haben separate Eingänge

Im eingeschossigen, langgezogenen Kita-Bau ist alles auf einer Ebene und barrierefrei zu erreichen. „Keine Stufe, kein Absatz, keine Rampe“, stellte Henry Kiesel beim Besichtigungstermin heraus. Alle Installationen sind getätigt, auch die Fliesenarbeiten in den Nassbereichen sind abgeschlossen. So konnte man beim Rundgang schon einen ziemlich genauen Eindruck von den Räumlichkeiten bekommen.

Krippe, Regelkindergarten und der Hort haben separate Eingänge, sodass ein reibungsloses Bringen und Abholen der Kinder erfolgen kann. Der Hort schließt zudem unmittelbar an das Schulhaus an, so können die Grundschüler nach dem Unterricht direkt „trockenen Fußes“, in den Gebäudebereich wechseln.

Der Gruppenraum ist das "Herzstück" der Kita

Im Hort findet sich auch der große Gruppenraum, der von allen Einrichtungen multifunktionell, zum Beispiel für Veranstaltungen jeglicher Art, genutzt werden kann. Er ist das „Herzstück“ der Kita, wie es Bürgermeister Fischer stolz benannte. Hier schließen auch der Küchen- und der Essensbereich mit Bistro-Charakter an.

Die idyllisch am Kirchberg mit Blick über das Dorf und die Umgebung liegende Kita fügt sich gut in das Gesamtbild mit der Schule ein, beide Einrichtungen bilden zusammen ein ansprechendes Ensemble. Die beiden Architekten rieten dazu, Farbelemente der Schule – Orange und Rot - auch in die Fassadengestaltung des Neubaus aufzunehmen und machten dazu Vorschläge.

Pausenhof wird ebenfalls neu gestaltet

Großzügig wie die Räumlichkeiten sollen sich die Außenanlagen präsentieren. Krippe, Kindergarten und Hort bekommen jeweils einen eigenen, altersgerecht gestalteten Bereich mit viel Grün. Es soll so nur so viel Boden wie nötig versiegelt werden, wie die Architekten versicherten.

Eine Neugestaltung erfährt im Zuge der Maßnahme der Pausenhof. Zwischen Schule und Kita ist eine transparente Überdachung vorgesehen, die bietet Wetterschutz und zugleich fällt immer noch reichlich Licht in die angrenzenden Räume.

Bei einem Rundgang durch die Räume von Krippe, Kindergarten und Hort verschafften sich die Gemeinderäte einen Überblick über den Stand der Baumaßnahme, die bis Ende Mai abgeschlossen sein soll.
Foto: Eva Wienröder | Bei einem Rundgang durch die Räume von Krippe, Kindergarten und Hort verschafften sich die Gemeinderäte einen Überblick über den Stand der Baumaßnahme, die bis Ende Mai abgeschlossen sein soll.

Kosten liegen höher aus ursprünglich geplant

Bürgermeister Fischer plant für Mitte April noch einmal einen Besichtigungstermin. „Bis dahin hat sich auch in den Außenanlagen etwas getan“, so das Ortsoberhaupt, das sich mit seinen Ratsleuten glücklich schätzt, dass die Gemeinde den Kindern solch eine moderne Einrichtung zur Verfügung stellen kann.

Dafür nimmt die Gemeinde als Bauherr eine Menge Geld in die Hand. Rund vier Millionen Euro müssen investiert werden, wovon etwa 2,8 Millionen Euro durch staatliche Förderung gedeckt sind. Allerdings hat die Gemeinde bislang erst 600 000 Euro Zuschuss erhalten und bereits etwa 2,5 Millionen Euro verbaut und hat so einiges in Vorleistung erbringen müssen. „Aber die Finanzierung läuft“, stellte Fischer zufrieden fest.

Einzugstermin steht noch nicht fest

Im Jahr 2018 waren die Gesamtkosten ursprünglich mit 3,4 Millionen Euro angesetzt. Mehrkosten wurden insbesondere im Hinblick auf die Bodengründung und Statik und neue Vorschriften notwendig. Obendrein haben die Preise auf dem Bau in der Zwischenzeit noch einmal angezogen.

Ende Mai 2021 soll der Bau fertiggestellt sein. Der genaue Umzugstermin des Kindergartens steht nach Auskunft des Bürgermeisters noch nicht endgültig fest. Den Betrieb der Kita übernimmt dann die evangelische Kirchengemeinde, da dieser nicht mehr ehrenamtlich durch den bisherigen Träger, den St. Johannesverein, zu stemmen wäre.

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