Sulzfeld

Neues Baugebiet in Kleinbardorf soll 2022 kommen

Wo früher die Sparkasse residierte (rechts), zieht jetzt der Bürgermeister ein. In der Gemeinderatsitzung wurde über die Inneneinrichtung diskutiert.
Wo früher die Sparkasse residierte (rechts), zieht jetzt der Bürgermeister ein. In der Gemeinderatsitzung wurde über die Inneneinrichtung diskutiert. Foto: Regina Vossenkaul

Zur Sitzung des Gemeinderats Sulzfeld konnte Bürgermeister Jürgen Heusinger auch Planer Matthias Kirchner begrüßen. Der war gekommen, die neuen Gemeinderäten zu informieren, was in einem Bauplan alles festgelegt wird und warum man den Bauherren größtmögliche Freiheiten lassen sollte.

Konkret ging es um das neue Baugebiet in Kleinbardorf "Nördlich der St. 2282". Hier wurden keine Bodendenkmäler gefunden und der Flächennutzungsplan muss lediglich berichtigt, aber nicht neu aufgestellt werden, berichtete Kirchner. Es entstünden Grundstücke in ruhiger Wohnlage mit zwei Wendeplätzen, einer Randbegrünung und einem Lärmschutzwall. Die Wohnhäuser dürfen zweigeschossig sein, aber 8,50 m Höhe nicht überschreiten.

Beim Thema Regenwassers ist es jedem Bauherrn selbst überlassen, ob er eine Zisterne baut oder einen Brunnenbohrversuch macht. Das Baugebiet wird von offenen Versickerungsgräben durchzogen und es gibt ein Regenrückhaltebecken. Im Bauplan sind Ratschläge für den Umgang mit Regenwasser vermerkt, so Kirchner. Die Ausschreibungen werden Ende 2021 laufen, Baubeginn wird erst im Frühjahr 2022 sein. Für das Baugebiet muss noch ein Schallgutachten erstellt werden, der Auftrag ging an die IBAS Ingenieurgesellschaft, in Bayreuth, für 5500 Euro. Mit einem Baugrundgutachten wurde Geotechnik Badel für 2332 Euro beauftragt.

Schäden an der Kanalisation

Am Beispiel von Kleinbardorf erklärte Kirchner ein Kanalkataster und berichtete von Schäden im Kanalnetz, die bei der Kamera-Befahrung gefunden wurden. Momentan gibt es Zuschüsse für diese Arbeiten, die alle zehn Jahre erfolgen sollten. Undichte Abwasserrohre verschmutzen das Grundwasser, andererseits kann unerwünschtes Wasser eindringen. 40 Stunden Film wurden in Kleinbardorf gedreht, der Kanal ist 4439 Meter lang. Es gibt Ablagerungen, Anschlussrohre sind nicht fachgerecht eingepasst, fehlende Rohrwandungen, Risse und Wurzeln – es herrscht also Handlungsbedarf, dafür müssen eine Prioritätenliste und ein Sanierungskonzept aufgestellt werden. Die Befahrung von Sulzfeld ist noch nicht fertig. Die Verwaltung soll prüfen, ob es sinnvoller ist, jetzt gleich alles zu befahren oder die wichtigsten Stellen zu sanieren, denn die Zuschüsse müssen bis Ende 2021 fertig abgerechnet sein.

Backhaus in Leinach

Genehmigt wurden die Errichtung eine Backhauses in Leinach, den Bauantrag stellte die Gemeinde. Die Ausführung ist noch nicht klar, es wird ein Zuschuss beim Amt für Ländliche Entwicklung gestellt. Beschlossen wurde, für den Friedhof in Sulzfeld eine zusätzliche Urnen-Stele zu kaufen, weil es nur noch vier freie Urnenfelder gibt. Damit die Stele zu den vorhandenen passt, soll sie wieder vom gleichen Hersteller aus Salz, gekauft werden, die Kosten liegen bei rund 5000 Euro.

Ein Anbau an das bestehende Feuerwehrhaus in Sulzfeld ist geplant. Wie erläutert wurde, ist die Gründung einer Jugendfeuerwehr geplant, es haben sich bereits 25 Kinder angemeldet. Außerdem hat die Feuerwehr keinen Schulungsraum und keine Mädchentoiletten, die könnten integriert werden. "Der Haushalt gibt das nicht her", sagte der Bürgermeister. Eine Lösung wäre der Bau in Eigenleistung, die Gemeinde zahlt das Material.

Einrichtung für das Bürgermeister-Büro

Der ASV Sulzfeld hat die Rechnung für zwei Container und die Stromzufuhr eingereicht, die Gemeinde hatte die Bezahlung zugesagt, weil es in Sulzfeld keine Jugendräume gibt. Die Container stehen der Jugend zur Verfügung, die Rechnung beläuft sich auf 3835 Euro. Zuschüsse in Höhe von 750 Euro gibt es für den Kauf von Poloshirts und Jacken für den Musikverein Kleinbardorf. Die Grundsatzerklärung zum Antrag auf Stabilisierungshilfe wurde vertagt, erst soll geklärt werden, welche Einschränkungen damit verbunden sind. Länger diskutiert wurde über den Ausbau der Amtsräume im Rathaus. Wo ehemals die Sparkasse ihr Domizil hatte, soll jetzt der Bürgermeister einziehen. Die mögliche Einrichtung wurde begutachtet und man entschied sich – mit einigen Änderungen - für den Entwurf der Firma Schneider (Schreinerei).

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