Bad Königshofen

Neuzugang Salifou erobert die Fans des TSV Bad Königshofen

Neu beim Tischtennis-Bundesligisten TSV Bad Königshofen: Abdel-Kader Salifou.
Neu beim Tischtennis-Bundesligisten TSV Bad Königshofen: Abdel-Kader Salifou. Foto: Rudi Dümpert

Der Tischtennis-Bundesligist TSV Bad Königshofen liegt mit seinen Vorbereitungen für die Anfang September beginnende Saison voll im Soll. Demzufolge weilte die gesamte Mannschaft am Wochenende in der Badestadt . Sie machte nicht nur hier, sondern auch im Landkreis und sogar in Würzburg auf sich aufmerksam, wo auch immer Cheftrainer Koji Itagaki mit Kilian Ort, Bastian Steger, Filip Zeljko und dem französischen Neuzugang Abdel-Kader Salifou in Wettkampfkleidung, T-Shirt oder Trainingsanzug mit der Aufschrift TSV Bad Königshofen und dem persönlichen Namenszug auf dem Rücken auftauchten.

Erstes Treffen nach fast einem halben Jahr

Und mit den vielen Partnerfirmen, die das Trikot schmücken. Diese waren auch der Hauptgrund ihres Zusammentreffens. Und weil sich die Spieler zwar gut kennen, aber in Düsseldorf, Zagreb und Saarbrücken trainieren, haben sie sich schließlich schon fast ein halbes Jahr lang nicht gesehen. Weshalb schon mal beim ersten Wiedersehen am Donnerstagabend im Biergarten beste Stimmung herrschte. Am Freitag ging es zeitig Richtung Würzburg.

Gut gelaunt beim Foto-Termin: Filip Zeljko (von links), Abdel-Kader Salifou, Manager Andy Albert, Trainer Koji Itagaki, Kilian Ort und Bastian Steger.
Gut gelaunt beim Foto-Termin: Filip Zeljko (von links), Abdel-Kader Salifou, Manager Andy Albert, Trainer Koji Itagaki, Kilian Ort und Bastian Steger. Foto: Rudi Dümpert

Dort wurden den ganzen Vormittag im Foto-Studio der  Agentur zweikomma Aufnahmen jedweder Art von Nico Phrenzinger und Andreas Wolker gemacht: In den roten und blauen nagelneuen Trikots, T-Shirts und Aufwärmtrikots in noch mehr Farben, Trainingsanzügen, mit und ohne Schläger, ernst und ausgelassen. Letzteres besonders: Dem Team war eine Euphorie und Vorfreude anzumerken, über das Wiedersehen und die bevorstehende Saison.

Größere Aufmerksamkeit als Hochzeitsgesellschaften 

Anschließend lud sie Manager Andy Albert zu einem Stadtrundgang und einem Mittagessen ein. Das hatte schon was, als die Mannschaft in der Domstraße, vor dem Rathaus und auf der Alten Mainbrücke vor dem Freiluft-Schoppen-Publikum mit mehreren Hochzeitsgesellschaften samt Pferdekutschen um die Aufmerksamkeit konkurrierte. Und hier schon mal den ersten Sieg einfuhr: Denn Hochzeiten gibt es jedes Wochenende hier, aber einen personifizierten Bundesligisten nicht.

Genoss die Wellness-Einheit: Bastian Steger.
Genoss die Wellness-Einheit: Bastian Steger. Foto: Rudi Dümpert

Die Profis beweisen eine bewundernswerte Ausdauer

Der Freitagnachmittag und ganze Samstag waren Besuchen und Foto-Aufnahmen bei Sponsoren gewidmet. Bewundernswert dabei, mit welcher Ausdauer der guten Laune und Aufgeschlossenheit das Quintett die jeweilige Betriebsführung und Geschäftsphilosophie über sich ergehen ließ. Hier ein Glas Honig, dort ein Kaffee oder Eis, und im Erweiterungs-Neubau der FrankenTherme kam jeder in den Genuss einer Wellness-Einheit.

Zwischendurch gab es am Samstag eine richtige, gemeinsame Trainingseinheit in der Shakehands-Arena, bei der sich Itagaki ein erstes Bild von seinen Jungs machen konnte. Andy Albert bemerkte: „Sie knallten sich die Bälle um die Ohren, zeigten vor ein paar eingeweihten Kiebitzen ihr ganzes Programm an Schlägen, Varianten und Finten, dass die Vorfreude der Beobachter und Spieler auf Tischtennis in dieser Halle vor Publikum selbst schier überkochte."

Absoluter Stimmungshöhepunkt war aber die Präsentation der Mannschaft mit Interviews und vielen persönlichen Gesprächen, ausgelassenen Gesängen und gemütlichem Beisammensein am Abend im Schlundbiergarten. Publikum und Mitgestalter waren verschiedene TSV-Partner und der Fanclub Ping-Pong-Ultras, die besonders den Neuzugang Abdel-Kader Salifou einweihten und ausquetschten. „Andy, ist das heute Arbeit oder Urlaub?“, fragte der in Reims lebende, in Saarbrücken trainierende und zuletzt für Neu-Ulm spielende 30-jährige Franzose. Dass er eine Stimmungskanone und neben seinem sportlichen Potenzial auch von daher „genau der Richtige“ sei, hatte Albert ja schon lange angekündigt.

Abdel-Kader Salifou hat immer einen Gag parat

Kennenlernen im Biergarten: Abdel-Kader Salifou (von links), Andy Albert, Filip Zeljko, Koji Itagaki, Bastian Steger und Kilian Ort.
Kennenlernen im Biergarten: Abdel-Kader Salifou (von links), Andy Albert, Filip Zeljko, Koji Itagaki, Bastian Steger und Kilian Ort. Foto: Rudi Dümpert

An diesem Abend sprang sofort der Funke über. Salifou eroberte die Fans mit seinem Witz, Charme, seiner Spontaneität und einem Gag bei jeder Gelegenheit. Im offenen Interview verriet er, dass er während des allgemeinen Lockdowns in Frankreich nicht nur nicht nach Saarbrücken, sondern nicht einmal aus dem Haus durfte. „Ich habe dafür die Zeit mit meiner kleinen Tochter Melina genutzt. Es war eine wunderbare Zeit“, gestand der Positivdenker. Filip Zeljko steuerte bei: „Bei uns in Kroatien war das nicht so schlimm wie hier. Ich habe sogar sehr viel mit dem Nationalkader trainiert und zuletzt bei vier Turnieren in Tschechien vier Mal Kroatiens Nummer 1 Tomislav Pucar und ein Mal diesen Kerl da geschlagen.“ Dabei zeigte er auf Salifou.

Bastian Steger setzt auf die Erfahrung des Alters

Kilian Ort nutzte die Zeit zur körperlichen Genesung. Die Liebe verlieh ihm aber auch den Mut, seine Freundin Loan Le in der Lombardei zu besuchen. Während bei Bastian Steger (39) die Erfahrung des Alters griff: „Ich habe mich länger als andere mit gemeinsamem Training zurückgehalten, selbst als in Düsseldorf schon offen war, stattdessen vermehrt an meiner Physis gearbeitet.“ Was natürlich für alle zutrifft. Aber ebenso, dass sie alle mehrere „Corona-Kilos“ abgenommen haben. Doch diese Muskelmasse sollte bis zum Saisonstart wieder kompensiert sein. „Und bitte vor Publikum“, flehten sie gleichlautend.

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