Nordheim

Nordheimer Kindergarten künftig unter evangelischer Trägerschaft

Die Trägerschaft für die noch im Bau befindliche Kindertagesstätte in Nordheim ist geregelt: die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Urspringen wird sie übernehmen.
Die Trägerschaft für die noch im Bau befindliche Kindertagesstätte in Nordheim ist geregelt: die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Urspringen wird sie übernehmen. Foto: Eva Wienröder

Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Urspringen, zu der auch Oberwaldbehrungen und Nordheim gehören, wird die Trägerschaft für die neue Kindertagesstätte (Kita) übernehmen. Der Gemeinderat gab der Betriebsträgervereinbarung und dem Mietvertrag in seiner jüngsten Sitzung einstimmig sein „Ja-Wort“.

Der Neubau ist in vollem Gange, wann die Einrichtung genau geöffnet wird, steht zwar noch nicht fest, aber es war schon einmal ein wichtiger Schritt, rechtzeitig die Weichen für den künftigen Betrieb zu stellen. Denn den kann der bisherige Kindergartenträger, der katholische Johannisverein, nicht mehr stemmen, wie Bürgermeister Thomas Fischer erklärte. „Ehrenamtlich ist das alles nicht mehr zu machen“, erklärte der Gemeindechef, der vor einigen Jahren den Vereinsvorsitz übernommen hatte, mit Hinweis auf den hohen Aufwand und die große Verantwortung.

Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde übernimmt

Die Gemeinde hatte deshalb bereits vor zwei Jahren ein Interessenbekundungsverfahren für den Betrieb der neuen Kita initiiert und anerkannte Träger kontaktiert. Im Ergebnis hat sich nach intensiven Verhandlungen die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Urspringen als geeignetster Bewerber erwiesen, wie Fischer untermauerte.

„Es ist ein Vertrag auf Augenhöhe entstanden – für beide Seiten“, befand auch Anke Bauer, die Geschäftsleiterin der VG Fladungen, indem sie auf einige Eckpunkte der Betriebsträgervereinbarung noch einmal näher einging. Der Gemeinderat hatte sich bereits ausführlich mit der Thematik beschäftigt und so ging es nur noch darum, den formellen Beschluss zu fassen, der auch einstimmig erfolgte.

Eine mehr als 100 Jahre währende Ära geht zuende

Dies galt auch für den Mietvertrag, der ebenfalls einstimmig beschlossen wurde. Die politische Gemeinde stellt der Kirchengemeinde das Gebäude sozusagen schlüsselfertig mit allem Drum und Dran zur Verfügung. Das Mietverhältnis beginnt mit der Übernahme der Betriebsträgerschaft und läuft auf unbestimmte Zeit. Im Mietvertrag sind als grundlegende Aspekte der Mietzins und die Betriebskostenregelung sowie die kleine und große Baulast festgeschrieben.

Nach mehr als 100 Jahren endet so die Trägerschaft von katholischer Seite für die Kinderbetreuung in Nordheim. Aber die Konfession spiele ebenso wie die Nationalität in heutiger Zeit keine Rolle mehr, wie Oliver Englert dem Bürgermeister beipflichtete. „Wir sind zur Neutralität verpflichtet und halten das auch so“, versicherte der protestantische Seelsorger.

Bürgermeister dankt für das Vertrauen

Er dankte für das entgegengebrachte Vertrauen und verlieh seiner Hoffnung auf eine gute Zusammenarbeit Ausdruck. Fischer meinte, dass man mit der evangelischen Kirchengemeinde einen sehr kompetenten Partner gefunden habe. Das unterstrich auch Anke Bauer, schließlich finde man dort alle wichtigen Fachabteilungen und das erforderliche Fachpersonal rund um die Kinder- und Jugendhilfe.

Bürgermeister Fischer informierte kurz darüber, dass im Zuge des Kreisstraßenausbaus voraussichtlich von Montag, 3. August, bis Freitag, 4. September, der Kreuzungsbereich Renzelberg/ Elfacker/Neustädtleser Straße gesperrt wird. Die Arztpraxis ist über den Renzelberg erreichbar.Fischer gab Beschlüsse aus nichtöffentlicher Sitzung bekannt. Der Gemeinderat hat die Beauftragung der Firma Corwese für die Begleitung des Förderverfahrens (Stufe 1) zum Breitbandausbau genehmigt und beschlossen, bei der VR-Bank Rhön-Grabfeld gemäß dem vorliegenden Angebot des Kreditinstituts ein Darlehen in Höhe von 400 000 Euro aufzunehmen.

Coronageschuldet fällt das Ferienprogramm heuer kleiner aus. Man hat aber dennoch ein paar attraktive Angebote für die Kinder zusammenstellen können, die Sebastian Hippeli vom Jugendbeauftragten-Team des Gemeinderates näher vorstellte. Eine Teilnahme ist nur mit Ferienpass möglich. Ferienpässe sind gratis bei Susanna Petzold oder Johannes Straub erhältlich.

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