Oberelsbach

Oberelsbachs Altbürgermeister Oskar Mangold verstorben

Vor gut zwei Jahren feierte der Altbürgermeister und Ehrenbürger des Marktes Oberelsbach, Oskar Mangold, noch in großem Rahmen in der Elstalhalle seinen 80. Geburtstag. Am Dienstag,23. März, ist er unerwartet und plötzlich verstorben.
Foto: Marc Huter | Vor gut zwei Jahren feierte der Altbürgermeister und Ehrenbürger des Marktes Oberelsbach, Oskar Mangold, noch in großem Rahmen in der Elstalhalle seinen 80. Geburtstag. Am Dienstag,23.

Die Nachricht verbreitete sich in dieser Woche wie ein Lauffeuer und war gleichsam ein Schock für alle: Oskar Mangold ist am Dienstag, 23. März, im Alter von 82 Jahren plötzlich und unerwartet verstorben. Der Markt Oberelsbach trauert um seinen Altbürgermeister und Ehrenbürger, der Landkreis Rhön-Grabfeld um sein langjähriges engagiertes Mitglied im Kreistag. Die zahlreichen und vielfältigen Verdienste Mangolds für die Marktgemeinde und deren Vereine sowie die gesamte Region werden ewig in Erinnerung bleiben.

Als drittes von vier Kindern wuchs Oskar Mangold in einer Gastwirtschafts-Familie in der Marktstraße 11 in Oberelsbach auf. Nach einer kaufmännischen Lehre in Schweinfurt führte ihn der Lebensweg nach Frankfurt, wo er in seiner Freizeit bei den Offenbacher Kickers sein großes fußballerisches Können unter Beweis stellte. Die Aussichten, Profifußballer zu werden, standen gut. Letztlich überkam ihn jedoch das Heimweh und er kehrte in die Rhön zurück. Aus seiner ersten Ehe gingen mit Oliver, Rüdiger und Ulrike drei Kinder hervor. Mittlerweile gehören neun Enkel und drei Urenkel zur Familie.

1966 erstmals in den Gemeinderat gewählt

Bevor seine politische Karriere Fahrt aufnahm, war Oskar Mangold zehn Jahre Verkaufsleiter bei der Bürgerbräu in Ostheim und weitere zehn Jahre Gebietsverkaufsleiter für die Firma Kettler. Im Jahr 1966 wurde er erstmals in den Gemeinderat gewählt, von 1972 bis 1980 fungierte er als Zweiter Bürgermeister, ehe er im Jahr 1980 zum Ersten Bürgermeister gewählt wurde.

24 Jahre lenkte Oskar Mangold die Geschicke des Marktes Oberelsbach kraftvoll, mit viel Elan und großer Weitsicht. Zu Beginn seiner Amtszeit machte er es sich zu seiner Herzensangelegenheit, dass nach der Gebietsreform die fünf ehemals selbstständigen Gemeinden im heutigen Markt Oberelsbach zusammengewachsen sind. Ein wichtiger Meilenstein seines Wirkens war der Bau der Großraumwasserversorgung, der die damals bestehenden Versorgungsschwierigkeiten in allen Ortsteilen beseitigte und die einen starken Willen zur Umsetzung erforderte. "Dies war bezeichnend für Oskar Mangold und sein Wirken, wenn er von der Wichtigkeit und Richtigkeit einer Sache überzeugt war, so trat er unerschrocken und vehement hierfür ein", so Bürgermeisterin Birgit Erb im Rahmen einer Gedenkminute in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates.

Zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht 

Wegweisend waren auch die Errichtung einer gemeinsamen Kläranlage in Wechterswinkel zusammen mit vier anderen Gemeinden und die Gründung des Abwasserzweckverbands Elstal, der Bau der Elstalhalle als Veranstaltungs- und Kommunikationszentrum, die Sanierung des Valentin-Rathgeber-Hauses mit Einrichtung des Ersten Deutschen Tabakpfeifenmuseums, die Sanierung der Alten Schule in Unterelsbach oder des Bürgerhauses in Sondernau. "Oskar Mangold galt als Meister darin, die Möglichkeiten der staatlichen Förderungen auszuschöpfen", erinnerte sich Bürgermeisterin Erb. Unter der Ägide Mangolds wurden die Partnerschaften mit der französischen Gemeinde Arnac-Pompadour und der pfälzischen Gemeinde Bruchweiler-Bärenbach gegründet. Das Wohl der Bürger sei das oberste Ziel des "Vollblutpolitikers" Oskar Mangold gewesen, wie ihn seine Kinder beschreiben.

Sehr aktiv zeigte sich Oskar Mangold auch im Vereinsleben. Allen voran sein Engagement beim TSV Oberelsbach, bei dem er durch seine zahlreichen Verdienste, unter anderem als Vorsitzender, schon seit 17 Jahren Ehrenmitglied war. Mangold war Mitglied des Feuerwehrvereins Oberelsbach, davon vier Jahre als Vorsitzender, er war 50 Jahre passives Mitglied des Musikvereins Oberelsbach, davon zwei Jahre als Vorstand, und über 40 Jahre treues Mitglied des Valentin-Rathgeber-Chors. Zusammen mit anderen engagierten Gemeindebürgern hob Mangold die Interessengemeinschaft Oberelsbach (IGO) aus der Taufe und setzte das Fundament für die hervorragende Entwicklung der ländlichen Rhöngemeinde. Mit den kirchlichen Institutionen pflegte er ein ebenso gutes Verhältnis. Bis zu seinem Tod war Mangold Mitglied im Freundes- und Förderkreis der DPSG Buchonia.

Verantwortungsbewusstsein und Heimatverbundenheit

Mit großem Verantwortungsbewusstsein und großer Heimatverbundenheit widmete sich Oskar Mangold von 1980 bis 2002 den Aufgaben als Mitglied des Kreistages. Auch hat er im regionalen Planungsverband zielstrebig mitgearbeitet. Seine Kinder, Enkel und Urenkel, der Fußball und die Spaziergänge mit Ehefrau Christa waren Oskar Mangold in seinen letzten Lebensjahren besonders wichtig. Auch das Interesse an der Kommunalpolitik hat der Verstorbene nie verloren.

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