Oberstreu

Oberstreu: Die Dorferneuerung nimmt Fahrt auf

Seitens der Teilnehmergemeinschaft Dorferneuerung und der Gemeinde Oberstreu ist angedacht, im Genobank-Gebäude unter anderem das Rathaus unterzubringen
Seitens der Teilnehmergemeinschaft Dorferneuerung und der Gemeinde Oberstreu ist angedacht, im Genobank-Gebäude unter anderem das Rathaus unterzubringen Foto: Brigitte Gbureck

Bürgermeister Stefan Kießner begrüßte in der Mehrzweckhalle Oberstreu die Mitglieder der Teilnehmergemeinschaft (TG) Dorferneuerung Oberstreu-Mittelstreu, die federführend für die Dorferneuerung gewählt wurde. Den Abend moderierte Joachim Mair vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Unterfranken. 

Die Planung für die Plue Mittelstreu ist abgeschlossen und hat die Plangenehmigung vom ALE, damit geht es in die Umsetzungsphase. Das Projekt wurde bereits ausgeschrieben. Bürgermeister Kießner ist dafür, dass ein Planer alles „von unten nach oben“ planen soll, was das Verfahren vereinfachen und zu besserem Erfolg führen soll. Aus seiner Sicht müsste es im nächsten Jahr über die Bühne gehen, beantwortete Joachim Mair die Frage nach der Zeitschiene. Es würden zwei Aufträge vergeben, einmal für Kanal/Abwasser von der Gemeinde, Hochbauarbeiten vergebe die TG. Die Bauleitung liegt beim Büro Stubenrauch.

Finanzierungsvereinbarung über 500 000 Euro

Nachdem das Rechtliche genehmigt ist, werde durch die TG, vertreten durch die Vorstandschaft, eine Finanzierungsvereinbarung über etwa 500 000 Euro abgeschlossen. Oberstreu würde momentan den maximalen Fördersatz von 79 Prozent (etwa 400 000 Euro) für den Dorfplatz bekommen, 100 000 Euro kämen aus Gemeindemitteln. Einstimmig fassten die vier anwesenden TG-Teilnehmer, Vorsitzender Mario Leisten und Bürgermeister Kießner den entsprechenden Beschluss.

Für die Gestaltung des Dorfplatzes in Oberstreu sei die Vorplanung bereits genehmigt worden, führte Joachim Mair aus. Als neues Thema sei das Gebäude der Genobank dazu gekommen. Bürgermeister Kießner führte aus, dass mit dem Areal Alte Schule, Rathaus, Kirche und Gaden schon dargestellt wurde, was Absicht der TG und beschlossen war. Aus alten Protokollen sei hervorgegangen, dass ein Dorfzentrum geschaffen werden sollte. Bogenstraße, Fürstenbrunnen, ehemalige Bäckerei Schirber, Kirchstraße hoch bis zur Bushaltestelle sollen überplant werden, mit eingeschlossen die Genobank und gegebenenfalls leerstehende Objekte zur Schaffung von Unterkünften für altersgerechtes Wohnen im Dorfzentrum. Der Theaterverein soll im Erdgeschoss der alten Schule verbleiben. Im Obergeschoss der alten Schule könnten zwei Single-Wohnungen für jüngere Leute und eventuell eine größere Wohnung geschaffen werden. Der Zwischenbau, in dem einst der Ofenladen Blümm untergebracht war, soll abgebrochen werden, um Licht und Raum zu schaffen. Das Rathaus könnte abgerissen und barrierefreie Toiletten und eine Unterziehmöglichkeit für Festivitäten geschaffen werden.

Ein historisch geprägtes Areal

Mit alter Schule, Kirche und Gaden würde ein Areal geschaffen werden, das historisch geprägt und als Dorfplatz bestimmt ist. Der Notarvertrag für den Kauf der VR-Bank liege bereits vor. Es besteht die Absicht, hier eine Bäckereiverkaufsstelle mit vielleicht einer Schankwirtschaft zu betreiben, so dass wieder ein sozialer Mittelpunkt geschaffen wird. Die Bank habe den Vorteil, dass sie barrierefrei, zentral gelegen und ortsbildprägend ist. Das ALE habe beschieden, dass das Gebäude an sich förderfähig sei und die Zustimmung zur vorzeitigen Maßnahme gegeben. Auf der Gartenfläche unter dem Pfarrheim könnten Parkflächen entstehen. Planungen für die Unterbringung des Rathauses in der Bank würden schon laufen. 

Joachim Mair riet, sich mit den Vereinen zusammenzusetzen, um zu sehen, wie man sie alle zusammenbringt. Er fragte auch, was mit den Leerständen geschieht und ob über das Thema Senioren nachgedacht wurde. Zum Thema Wohnen für Senioren habe er eine Vision, verriet Kießner. Er habe Objekte in Aussicht, die aber noch nicht der Gemeinde gehörten. Zeitnah nach der Sommerpause soll weitergeplant werden. Der Hochbau sei Gemeindesache. Die Themen sollten zeitnah angegangen, zielgerichtet vorgegangen und der Planungsprozess vorangetrieben werden. 

Dorferneuerung in der Kritik

Klaus Gottwalt stellte fest, dass die Dorferneuerung, die seit zehn Jahren laufe, in der Kritik stehe, weil bisher nicht viel erreicht worden sei. Bis jetzt sei noch keine Lösung gefunden worden, mit der alle einverstanden seien. Die große Lösung, wie Bürgermeister Kießner sie vorhabe, sei vorher nicht möglich gewesen. Joachim Mair schlug vor, sich noch einmal mit all jenen zusammenzusetzen, die etwas zu dem Projekt beitragen könnten. In erster Linie sollten die Themen betrachtet werden und dann erst die Gebäude.

Stefan Kießner informierte, dass der Planer bereits einen Auftrag bekommen habe und mit ihm alles abgesprochen sei. Er würde ein Konzept erstellen unter Einbeziehung der Vereine und sich mit der TG zusammensetzen. Wenn sie sich einig seien, würde die TG in Verbindung mit ihm ein schlüssiges Konzept vorlegen. 

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