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Ostheim: Bebauungsplan nimmt Gestalt an

Ostheim: Bebauungsplan nimmt Gestalt an

Der Stadtrat hatte bereits im Juli 2018 die Aufstellung eines Bebauungsplans für das südliche Stadtgebiet von Ostheim beschlossen und im August desselben Jahres den Aufstellungsbeschluss öffentlich bekannt gemacht. In der Sitzung am Dienstagabend ging es nun darum, dass in Ergänzung der Geltungsbereich angepasst und die Planung für den Distrikt „Ostheim Süd – Teil 1“  konkretisiert werden soll.

Der Geltungsbereich liegt im Süden der Stadt und ist von der historischen Altstadt durch die Streu und die Bahnlinie der Museumsbahn abgegrenzt. Der Planungsbereich umfasst knapp 20,6 Hektar und wird begrenzt im Norden durch die Bahnlinie und die Straße „Unter der Bündt“, im Westen durch den alten Frickenhäuser Weg und die Ludwig-Jahn-Straße, im Osten durch die Kreisstraße NES 35 und im Süden durch landwirtschaftlich genutzte Acker- und Grünlandflächen.

Planungssicherheit für Landwirte und Betriebe

Wie Bürgermeister Steffen Malzer erläuterte, waren ursprünglich nur landwirtschaftliche Aussiedlerhöfe im südlichen Bereich der Stadt ansässig. Im Laufe der Jahrzehnte kamen Handwerks- und Gewerbebetriebe, Einzelhandel sowie Wohnbebauung hinzu. Im gesamten Bereich bestehen keine Bebauungspläne, sodass dieses Gebiet dem unbeplanten Bereich zuzurechnen ist. Da sich bebaute und unbebaute Grundstücke abwechseln, bietet sich dort noch Flächenpotenzial für das weitere städtebauliche Geschehen. Dies sei ganz im Sinne der Innenentwicklung, um weiteren Flächenverbrauch und eine Außenentwicklung an anderer Stelle zu reduzieren, führte Malzer an.

Gleichzeitig möchte man ansässigen Landwirten und Betrieben Planungssicherheit für künftige Änderungen oder Erweiterungen ermöglichen. Dazu sollen verbindliche, allgemeingültige Festsetzungen getroffen werden, so dass bei Bauvorhaben keine Klärung im Einzelfall mehr nötig wird. Das im vergangenen Jahr verabschiedete Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) sieht bereits vor, den Bereich Ostheim-Süd neu zu ordnen und zu entwickeln. Durch einen Bebauungsplan soll der Planungsbereich abgegrenzt und landschaftlich eingebunden werden, die Erschließung des Gebiets soll verbessert und eine Weiterentwicklung von Gewerbestandorten ermöglicht werden.

Konkretere Planungen im Mai

Zur Sitzung waren Bertram Wegner vom gleichnamigen Stadtplanungsbüro und Landschaftsarchitektin Miriam Glanz per Videokonferenz zugeschaltet und zeigten anhand zweier Vorentwurf-Varianten, wie dies grob aussehen könnte. Es gibt aber noch einiges zu klären, etwa hinsichtlich des Immissionsschutzes und insbesondere auch in Bezug auf die geplante Erweiterung des Wasserschutzgebiets „Mittelstreuer Quellen“, die Ostheim unmittelbar betreffen würde.

Für konkretere Planungen sind noch Stellungnahmen verschiedener Behörden und Gutachten abzuwarten. Im Mai ist mit neuen Erkenntnissen zu rechnen, deshalb wurde auf Vorschlag von Bürgermeister Malzer noch kein Beschluss für die Aufstellung des Bebauungsplans gefasst. In der nächsten Sitzung möchte man sich dann intensiver mit der Thematik befassen. Zugestimmt werden konnte aber schon einmal dem Verfahren für die fünfte Änderung des Flächennutzungsplans und dem dafür vom Büro Wegner vorgelegten Vorentwurf. Die Verwaltung wird mit der Durchführung der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange beauftragt.

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