Ostheim

Ostheim will sich besser vermarkten

Ostheim ist ein schmucker Ort, der seinen Bürgern einiges zu bieten hat. Die Stadt setzt für eine gezieltere Werbung auf eine professionelle Öffentlichkeitsarbeit und engagiert eigens eine Agentur dafür.
Foto: Eva Wienröder | Ostheim ist ein schmucker Ort, der seinen Bürgern einiges zu bieten hat. Die Stadt setzt für eine gezieltere Werbung auf eine professionelle Öffentlichkeitsarbeit und engagiert eigens eine Agentur dafür.

Die Stadt Ostheim hat ihren Bürgern einiges zu bieten. Um das Bewusstsein für die Attraktivität des Rhönstädtchens zu schärfen, möchte die Stadtführung nun ganz gezielt professionelle Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Davon verspricht man sich zusätzlich eine positive Außenwirkung, mit der man das Interesse von potenziellen Neubürgern und auch Gewerbetreibende und Investoren für die „Perle der Streu“, wie sich der Luftkurort auch nennt, gewinnen kann. Wichtiger Partner dabei ist die ortsansässige Werbeagentur „texTDesign“.

Mit den Worten „Es gibt viel zu tun. Wir lassen uns nicht ausbremsen, auch nicht vom Corona-Virus“, eröffnete Bürgermeister Steffen Malzer die erste Sitzung des Stadtrats im neuen Jahr. Voller Tatendrang widmete sich das Gremium auch gleich dem Thema Öffentlichkeitsarbeit. Zu diesem Tagesordnungspunkt konnte der Stadtchef Tonya Schulz von „texTDesign“ begrüßen, die mit der Aufgabe, die Stadt umfassend zu bewerben, beauftragt werden soll.

Ostheimer Image pflegen und auffrischen

Schon angesichts des demografischen Wandels in der Region, der auch vor Ostheim nicht Halt macht, wie Schulz anhand von Statistiken aufzeigte, herrscht Handlungsbedarf. „Ostheim hat ein gutes Image, das gilt es zu pflegen und aufzufrischen. Es liegt an uns, wir können wirklich viel tun“, so die Fachfrau, die neben einer kontinuierlichen Berichterstattung über die Presse auf eine zeitgemäße Bewerbung der Stadt über das Internet und soziale Netzwerke wie Facebook oder Instagram setzt. „Wir müssen neuen Schwung reinbekommen und auf mehreren Kanälen senden“, pflichtete der Bürgermeister bei. Aus dem Stadtrat kamen dazu weitere Vorschläge, wie zum Beispiel ein regelmäßiger Newsletter als freies Online-Angebot.

Für die Öffentlichkeitsarbeit auf dem Gebiet Innenstadtentwicklung beziehungsweise -sanierung kann die Stadt unter der Einbeziehung der Förderinitiative „Innen statt außen“ sogar staatliche Zuschüsse von 60 bis 80 Prozent erhalten. In der Bedarfsmitteilung für die Städtebauförderung hat man so bereits ein jährliches Kostenvolumen von 10 000 Euro aufgenommen.

Tourismus und Einzelhandel mehr in den Fokus rücken

Die Stadtführung möchte die Öffentlichkeitsarbeit aber nicht auf diesen Bereich beschränken. „Eine ganzheitliche Betrachtung ist erforderlich“, unterstrich Malzer. Deshalb möchte man weitere städtische Themen in den Focus stellen, unter anderem im Hinblick auf den Tourismus und den Einzelhandel. Das Gremium war sich einig, bei den anstehenden Haushaltsberatungen die Bereitstellung entsprechender Mittel zu berücksichtigen.

Im weiteren Verlauf der Sitzung informierte Bürgermeister Malzer über die umfangreichen Auflagen, mit der die 2020 erhaltene staatliche Stabilisierungshilfe verbunden ist. So ist die Stadt von der Regierung von Unterfranken aufgefordert worden, bei der Fortschreibung des Haushaltskonsolidierungskonzepts Maßnahmen zu benennen, mit denen Defizite bei den freiwilligen Leistungen, wie Bücherei und Schwimmbad, in den nächsten Jahren reduziert werden sollen.

Malzer setzte sein Ratskollegium darüber in Kenntnis, dass er im Rahmen seiner Befugnisse als erster Bürgermeister in Angelegenheiten der laufenden Verwaltung der Anbringung zweier Werbeanlagen am bestehenden Gebäude in der Marktstraße 38 das gemeindliche Einvernehmen erteilt hat.

Fehlende Gewerbesteuereinnahmen werden ausgeglichen

Abschließend hatte der Stadtchef noch einige Mitteilungen parat. Die Stadt hat eine Finanzzuweisung zum pauschalen Ausgleich von Gewerbesteuermindereinnahmen in Höhe von rund 253 500 Euro gewährt bekommen. Für die Oberwaldbehrunger gibt es keine gute Nachricht, die Heißmangel im Dorfgemeinschaftshaus ist irreparabel defekt und wird deshalb abgebaut.

Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege stellt FFP2-Schutzmasken für pflegende Angehörige zur Verfügung. Pflegende Angehörigen stehen drei kostenlose Masken zu. Die Verteilung für das VG-Gebiet mit der Stadt Ostheim und den Gemeinden Sondheim/Rhön und Willmars erfolgt über die Verwaltungsgemeinschaft Ostheim voraussichtlich an zwei Terminen in der vierten Kalenderwoche, die noch bekanntgegeben werden.

In der Sitzung am 3. Dezember hatte sich der Stadtrat mit der Entschädigung der Ehrenamtlichen der örtlichen Feuerwehren befasst. Für das Amt des Gerätewarts bei der Feuerwehr Ostheim gibt es jährlich einen Betrag von 200 Euro, für den Atemschutzgerätewart 100 Euro und für den Jugendwart 50 Euro. Den Gerätewarten der Stadtteilwehren Oberwaldbehrungen und Urspringen werden jeweils 50 Euro zugesprochen, ebenso den Jugendwarten.

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