Ostheim

Ostheimer Bauhof ist bestens ausgestattet

Eingangs der jüngsten Sitzung traf sich der Ostheimer Stadtrat zur Besichtigung des Bauhofes und machte sich ein Bild von der modernen Einrichtung und den vielfältigen Aufgabenbereichen
Foto: Eva Wienröder | Eingangs der jüngsten Sitzung traf sich der Ostheimer Stadtrat zur Besichtigung des Bauhofes und machte sich ein Bild von der modernen Einrichtung und den vielfältigen Aufgabenbereichen

Bürgermeister Steffen Malzer war es ein Anliegen, dass sich die Stadträte, insbesondere die Ratsleute, die letztes Jahr neu in das Gremium gekommen sind, ein Bild vom Betriebsablauf und den vielfältigen Aufgaben im Ostheimer Bauhof machen. Deshalb stand eingangs der jüngsten Sitzung eine Besichtigung vor Ort auf dem Programm. Vor einigen Jahren war der neue Bauhof auf dem Areal der ehemaligen Kläranlage entstanden. In der Bevölkerung war das nicht unumstritten, wie der Leiter Thimo Palau bei einem Rundgang erläuterte, gleichzeitig aber deutlich machte, wie schwierig und widrig die Arbeitsbedingungen am alten Standort "Unter der Bündt" gewesen waren.

Großzügig und modern präsentiert sich die jetzige Betriebsstätte, wo man neben verschiedenen Werkstattbereichen, wie Spenglerei und Schreinerei, Waschhalle und Lagermöglichkeiten sowie einem Büro endlich auch über zeitgemäße Sozialräume und sanitäre Anlagen verfügt. Palau, der federführend für die Planung verantwortlich zeichnete, verwies stolz auf die Eigenleistung, die von den städtischen Mitarbeitern beim Bau erbracht worden war. "60 bis 80 Prozent der Arbeiten haben wir selbst ausgeführt", so der Bauhofleiter. Zum Teil wurden vorhandene Baustoffe genutzt, so fanden zum Beispiel Fenster aus dem Kindergarten für das Gewächshaus Verwendung. Auf Eigenregie wird nach den Worten Palaus ohnehin großer Wert gelegt, auch Fahrzeuge, Maschinen und Gerätschaften werden nach Möglichkeit selbst gewartet und repariert.

Hackschnitzelanlage und Fotovoltaik

Palau informierte über die einzelnen Gebäudebereiche und nannte Besonderheiten, wie die Hackschnitzelanlage und die Fotovoltaikanlage. Stadtgärtner Thomas Kleyensteiber erklärte das Portfolio seiner Abteilung, während Christian Kaufmann einen Überblick über die Aufgaben des Bautrupps gab. Die Personaldecke sei dünn - inklusive Teamchef Palau zählt der Bauhof derzeit neun Mitarbeiter - aber Dank der vielseitigen handwerklichen Ausbildung und der Flexibilität des Personals werd eine Menge bewerkstelligt, wie die Stadträte zufrieden befanden.

Bei der Fortsetzung der Sitzung im Rathaus beschäftigte sich das Gremium zunächst mit einem Bauantrag. Bereits im April 2020 hatte dem Stadtrat eine Voranfrage zur Errichtung eines Nandu-Geheges mit Unterstand im "Rod" vorgelegen. Das Gremium hatte damals seine Zustimmung gegeben, das Landratsamt hatte es aber als nicht genehmigungsfähiges Vorhaben im Außenbereich abgelehnt. Für dasselbe Vorhaben an diesem Standort lag jetzt ein Gesuch eines anderen, nun aber landwirtschaftlich privilegierten Antragstellers vor. Mögliche Interessenskonflikte zwischen Tierhaltung und Freizeitnutzung – der Premiumwanderweg "Der Ostheimer" führt unmittelbar an dem Flurstück vorbei – sind nicht auszuschließen und auch die Jägerschaft hatte Bedenken bezüglich des Standorts angemeldet. Im Gremium war man nach längerer Beratung aber mit großer Mehrheit der Ansicht, dass man das gemeindliche Einvernehmen erteilen sollte.

Brennerei und Probierstube

Der Tektur zum Antrag für den Umbau eines Nebengebäudes und Nutzung als Brennerei und Probierstube in Urspringen sowie dem Neubau einer Werkstatt in Ostheim hatte der Bürgermeister bereits im Rahmen seiner Befugnisse grünes Licht gegeben.

Wie in vielen Kommunen, folgte der Stadtrat den Empfehlungen des Bayerischen Gemeindetages, indem er den Beschluss fasste im Hinblick auf die neuen gesetzlichen Bestimmungen, die Verordnung über die Reinhaltung und Reinigung der öffentlichen Straßen und die Sicherung der Gehbahnen im Winter neu zu erlassen.

Das Landratsamt hat die rechtsaufsichtliche Genehmigung für den Haushalt 2021 in Anbetracht der angespannten Finanzlage der Stadt Ostheim unter Auflagen erteilt. Bürgermeister Malzer setzte seine Ratskollegen über die wichtigsten Punkte in Kenntnis.

Zahlreiche Aufträge vergeben

Malzer informierte über Beschlüsse aus der letzten nicht öffentlichen Sitzung. Mit der Erneuerung der Fenster im ersten Stock des Rathauses hat man die Firma Kessler aus Hausen mit einer Auftragssumme von 48 700 Euro betraut. Für Arbeiten an den Außenanlagen der Dr.-Alfred-Hauser-Schule erhielt die Firma Zehe-Bau aus Burkardroth den Zuschlag zum Angebotspreis von 681 400 Euro. Bürgermeister Malzer wurde ermächtigt, den Auftrag für das Entwässerungsgutachten für das Baugebiet Burgstraße an den preiswertesten Bieter zu vergeben und es wurde beschlossen, für das neue Baugebiet die erforderliche Verlegung der 20KV-Freileitung durchführen zu lassen. Außerdem setzte der Stadtrat die Stundenverrechnungssätze für Bauhofleistungen auf 47 Euro fest. Der Allgemeinkostenzuschlag von 27 Prozent wird beibehalten.

Kein schönes Bild gibt die 'Bockwurst' auf dem Streuwiese-Parkplatz ab. Dort wird immer wieder unerlaubt Müll abgelagert. Bei der Stadt will man sich Gedanken über eine Standortverlagerung machen.
Foto: Eva Wienröder | Kein schönes Bild gibt die "Bockwurst" auf dem Streuwiese-Parkplatz ab. Dort wird immer wieder unerlaubt Müll abgelagert. Bei der Stadt will man sich Gedanken über eine Standortverlagerung machen.

Ostheim wird gerne von Wohnmobilisten aufgesucht, auf dem Parkplatz Streuwiese hat man vor Jahren eigens Stellflächen für die Ausflügler geschaffen. Nicht ins Bild des schmucken Tourismus-Ortes passt da der benachbarte Wertstoffsammelplatz, auf dem immer wieder unsachgemäß Müll abgelagert wird. Die Anregung von Stadträtin Christine Streit, dass man sich Gedanken über einen geeigneteren Container-Standort machen sollte, nahm das Kollegium gerne auf.

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