Trappstadt

Planungen für 19 Hektar große Solaranlage bei Trappstadt

Wird bei Trappstadt eine Solaranlage gebaut? Mit dieser Frage beschäftigte sich jetzt der Gemeinderat. Das Bild zeigt eine der Anlagen in Großbardorf.
Foto: Hanns Friedrich | Wird bei Trappstadt eine Solaranlage gebaut? Mit dieser Frage beschäftigte sich jetzt der Gemeinderat. Das Bild zeigt eine der Anlagen in Großbardorf.

Zwei Themen beherrschten die Marktgemeinderatssitzung im Gästehaus von Trappstadt. Einmal ging es um Photovoltaiklanlagen und zum anderen um veraltete Bebauungspläne. Zum Thema Storchenbrünnle wurde zudem das Ergebnis des Ausschreibungsverfahrens bekanntgegeben.

Georg  Sterner von der Firma Solea in Plattling berichtete dem Marktgemeinderat von einem Großprojekt in Sachen Photovoltaik. Auf 19 Hektar inclusive Ausgleichsflächen könnte in der Gemarkung Trappstadt eine Anlage entstehen, die 16 Gigawatt Leistung erbringen kann. Die Flächen liegen nördlich von Trappstadt links von der Flurfläche „Ippach“ im „Leimengraben“ und rechts vom „Ippach“ im „Schneider Graben“ unterhalb vom „Stadler“. Die Fläche im „Leimengraben“ wäre so gut wie unsichtbar, die zweite, kleinere Fläche hingegen unübersehbar. Noch ungeklärt ist die Ableitung der Strommenge. Man kalkuliere mit einer 110 KV Leitung und stehe in Verhandlung mit regionalen Stromanbietern zur Weiterleitung der erzeugten Stromproduktion, so Sterner.

Bürgerversammlung vor Entscheidung

Alle Kosten würden von der Firma Solea übernommen. Auch eventuell beschädigte Flurwege würden wieder Instand gesetzt. Die Gemeinde könnte mit Gewerbesteuereinnahmen bis zu 11 000 Euro pro Jahr rechnen und auch Beteiligungsmöglichkeiten für die Gemeinde und interessierte Bürger wurden in Aussicht gestellt; die Mindesteinlagen werden mit 10 000 Euro kalkuliert.  Der Pachtvertrag würde auf 20 Jahre abgeschlossen, mit einer Option auf Verlängerungen. Die „Pflege“ könnten - wie in vergleichbaren Anlagen - weidende Tiere übernehmen, referierte der Firmenvertreter.

In Bezug auf die kleinere, unübersehbare Fläche (sechs Hektar) wurden jetzt schon Bedenken geäußert. Die Fläche habe einen hohen Freizeitwert für die Bewohner der Ortschaft. Sterner erklärte daraufhin, dass man auf diese, kleinere Fläche auch verzichten könnte.

Bürgermeister Custodis bedankte sich für den Vortrag und gab bekannt, dass erst nach einem Meinungsbildungsprozess in der Gemeinde eine entsprechende Zustimmung des Marktgemeinderates erfolgen könne. Eine Bürgerversammlung zum Thema wäre bei einer Konkretisierung des Projektes und vor einer Entscheidung notwendig.

Die geplante, wesentlich kleinere „Photovoltaikanlage Deponie Alsleben“ (1,12 Hektar) wurde vom Vorhabenträger schriftlich gekündigt. Das Projekt sei mit den aktuellen Absenkungen der Fördersätze nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben. Entsprechend wurde dem Abbruch der damit verbundenen Änderungen der Bauleitplanungen einstimmig zugestimmt.

Bebauungsplan aktualisiert

Für das Neubaugebiet in der Gemarkung Alsleben „Marktweg & in den Bergen“ gibt es einen rechtsgültigen Bebauungsplan aus dem Jahr 1995. Bürgermeister Custodis durchforstete zusammen mit dem Bauamt der VG diesen Plan. Zu Rate gezogen wurden neue Bebauungspläne aus verschiedenen Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft. Letztlich wurden nun die bisherigen Bestimmungen großzügig gelockert und dem herrschenden Zeitgeist angepasst. Das entstandene Regelwerk muss aber noch dem Landratsamt zur Genehmigung vorgelegt werden.

In der Gemarkung Trappstadt kann ein geplanter Neubau nur mit einigen Ausnahmegenehmigungen,  abweichend von einem Regelwerk aus dem Jahr 1997, verwirklicht werden. Der Marktgemeinderat stimmte über jede einzelne Abweichung extra ab und kam zu dem einstimmigen Ergebnis, dass dem Antragsteller von Seiten der Gemeinde alle gewünschten Abweichungen genehmigt werden. Der Bürgermeister erklärte, dass er diese Entscheidung auch gegenüber dem Landratsamt vertreten wird.

Umgestaltung am Storchenbrünnle

Mit der Umgestaltung der Flächen beim Storchenbrünnle in der Gemarkung Trappstadt wurde die Firma Streck-Eisenmann in Mellrichstadt beauftragt. Sie hatte im Ausschreibungsverfahren den wirtschaftlich günstigsten Kostenvoranschlag eingereicht.

Weiter wurde mitgeteilt, in diesem Kalenderjahr alle Veranstaltungen für und mit Senioren in beiden Ortsteilen abgesagt sind.

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