Schönau

Planungswerkstatt in Schönau mit den Bürgern

Wie könnte Schönaues Scheunengürtel in Zukunft aussehen und genutzt werden? In einer offenen Planungswerkstatt sollen zukunftsweisende Vorschläge erarbeitet werden.
Foto: Marion Eckert | Wie könnte Schönaues Scheunengürtel in Zukunft aussehen und genutzt werden? In einer offenen Planungswerkstatt sollen zukunftsweisende Vorschläge erarbeitet werden.

Die Gemeinde Schönau hat in den vergangenen Jahren ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) entwickelt. Neben der bereits erarbeiteten und verabschiedeten gemeindlichen Gestaltungssatzung mit kommunalem Förderprogramm ist einer der nächsten Schritte eine offene Planungswerkstatt mit drei Büros für die Maßnahme "Rahmenplan Scheunenviertel".

Im Schönauer Altort befinden sich beidseitig der Rhönstraße typische Hofstellen mit Haupt- und Nebengebäuden sowie Scheunen. Im ISEK wurden bereits erste Ziele formuliert, wie diese historischen Scheunen in Zukunft genutzt werden könnten. Da ist die Rede von Umnutzungen zum Beispiel für Wohneinheiten, Ferienwohnungen und Parkscheunen. Auch die Aufwertung der rückwärtigen Gärten durch gemeinsame Bewirtschaftungsformen, die Einbindung und Erlebbarkeit des Mühlwassers und ähnliches.

Bürger können ihre Ideen vorstellen

Wie Bürgermeisterin Sonja Rahm betonte, soll die offene Planungswerkstatt in Form eines Architektenworkshops vor Ort und an drei Tagen stattfinden. Der erste Tag stehe der Konzept- und Ideenfindung zur Verfügung. Die Werkstatt starte mit einer Ortsbegehung und einer inhaltlichen Einführung in die Planungsaufgabe. Vorgesehen sei eine Abendveranstaltung als Auftakt, bei der die Aufgabe öffentlich dargestellt werde, Bürger ihre Erwartungen und Ideen äußern können und die einzelnen Planergruppen erste Eindrücke schildern können.

Den Gemeinderäten war wichtig zu betonen, dass eine klare Aufgabenstellung notwendig sei, um keine utopischen Projektideen zu bekommen. Franz-Josef Schmitt bestätigte, dass im Vorfeld klare Vorgaben zu formulieren seien. Die Bürgermeisterin möchte mit der offenen Planungswerkstatt Impulse setzen und neue Ideen zulassen, wobei gleichzeitig auch eine klare Erwartungshaltung dahinter stehe. "Wir müssen unsere Wünsche konkretisieren, damit wir mit den Ergebnissen weiterarbeiten können." Auch Schmitt bestätigte: "Wir dürfen sie nicht ins Blaue hinein fantasieren lassen."

Abstimmung und Ausarbeitung von Projektideen

Der zweite Tag dient der Abstimmung und Ausarbeitung von Projektideen. Am dritten Tag werden die einzelnen Ideen öffentlich als Ergebnispräsentation vorgestellt. Abschließend sollen die Arbeiten bewertet werden, mit dem Ziel, ein Konzept mit Favoriten für die weitere Umsetzung zu empfehlen. Die offene Planungswerkstatt wird von der Regierung von Unterfranken gefördert. Im gemeindlichen Haushalt sind hierfür 35 000 Euro eingestellt.

Die Gemeinderäte gaben Franz-Josef Schmitt von der Verwaltungsgemeinschaft Bad Neustadt grünes Licht, den Förderantrag zu stellen. Erst wenn klar ist, in welcher Höhe die Regierung das Vorhaben fördert, werden weitere Schritte in die Wege geleitet. Aufgrund der aktuellen Einschränkungen soll die offene Planungswerkstatt erst frühestens im 2. Halbjahr 2021 stattfinden.

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