Bad Neustadt

Rhön-Grabfeld: Kurzarbeit ging im April deutlich zurück

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Rhön-Grabfeld erholte sich trotz verschärfter Pandemie-Einschränkungen. Eine positive Auftragslage wurde im Baugewerbe verzeichnet.
Im Vergleich zum Vormonat ging die Kurzarbeit zurück.
Foto: Jens Büttner/dpa | Im Vergleich zum Vormonat ging die Kurzarbeit zurück.

Zu Beginn des zweiten Quartals spürt man die Auswirkungen des anhaltenden Lockdowns am Arbeitsmarkts in der Region Main-Rhön erstaunlich wenig. Die typische konjunkturelle Frühjahrsbelebung erfolgte, trotz der Covid-19-Pandemie. So waren im April 8480 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 494 Personen weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank von 3,6 Prozent im März auf 3,4 Prozent im April.

Im Landkreis Rhön-Grabfeld hat sich die Arbeitslosigkeit von März auf April um 65 auf 1306 Personen verringert. Das waren 157 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im April 2,8 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 3,2 Prozent. Dabei meldeten sich 387 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 92 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 454 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+175). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 1511 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 301 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 1564 Abmeldungen von Arbeitslosen (+124). Der Bestand an Arbeitsstellen ist im April um 101 Stellen auf 1008 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 253 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im April 270 neue Arbeitsstellen, 199 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 823 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 216.

Perspektiven verbessern sich generell

"Entgegen aller Rückschläge in der Corona-Pandemie erholt sich der regionale Arbeitsmarkt weiter. Im Vergleich zum Vormonat und Vorjahresmonat sind Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung rückläufig. Generell verbessern sich die Perspektiven am regionalen Arbeitsmarkt. Es gab eine spürbare Frühjahrsbelebung und dies, obwohl die Infektionen steigen und die Einschränkungen für einige Wirtschaftsbereiche nach wie vor bestehen. Das Frühjahr ist allgemein eine gute Zeit am Arbeitsmarkt. Sobald das Wetter sich bessert, wird wieder verstärkt in den Außenberufen gearbeitet. Darüber hinaus verzeichnen das verarbeitende Gewerbe sowie das Baugewerbe eine positive Auftragslage. Auch die Industriebetriebe exportieren wieder international und greifen immer weniger auf Kurzarbeit zurück. Beflügelt von dieser Entwicklung stellen die regionalen Betriebe wieder verstärkt ein. All diese Faktoren unterstützen die Erholung der regionalen Wirtschaft nach dem Corona-Einbruch", erläutert Thomas Stelzer, der Leiter der Agentur für Arbeit Schweinfurt, die Situation.

Rettender Anker für viele Unternehmen

Trotz der Auswirkungen des anhaltenden Lockdowns sanken, wie bereits im Vormonat, im April die Anzeigen zur Kurzarbeit. Bis auf wenige Ausnahmen hatten alle Betriebe, die von den Schließungen betroffen sind, bereits Kurzarbeit angezeigt. Die Kurzarbeit bleibt dennoch der rettende Anker für viele Unternehmen. Seit Anfang dieses Jahres gingen von 2586 Betrieben im Arbeitsagenturbezirk Schweinfurt Kurzarbeitsanzeigen für 32 019 Arbeitnehmer ein. Im Vergleich zum Vormonat war dies ein Rückgang von 295 Betrieben und 5988 Arbeitnehmern.

Die Zahl der Jugendlichen, die im April noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle waren, lag im Gesamtbezirk mit 988 um 25 Personen oder 2,6 Prozent höher als vor der Jahresfrist. Sie hatten die Wahl zwischen 1671 unbesetzten Berufsausbildungsstellen. Das waren 218 oder 11,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Damit standen im April rein rechnerisch jedem jungen Menschen 1,7 offene Stellen (April 2020: 1,6 offene Stellen) zur Auswahl.

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