Salz

Salz: Besondere Ausblicke im Gemeindezentrum

Sieben Landschaftsbilder von Brigitte Melzer-Hohenester schmücken das Gemeindezentrum in Salz. Flussläufe, Hügel, Felder und die Gedankenwelt der Künstlerin.
Die Sälzer Künstlerin Brigitte Melzer-Hohenester übergab der Gemeinde Salz sieben Landschaftsbilder. Darüber freuten sich (von links): 3. Bürgermeister Andreas Ihls, Gemeinderat Fabian Müller und Bürgermeister Martin Schmitt.
Die Sälzer Künstlerin Brigitte Melzer-Hohenester übergab der Gemeinde Salz sieben Landschaftsbilder. Darüber freuten sich (von links): 3. Bürgermeister Andreas Ihls, Gemeinderat Fabian Müller und Bürgermeister Martin Schmitt. Foto: Sigrid Brunner

Brigitte Melzer-Hohenester lebt seit zehn Jahren in Salz und hat sich in dieser Zeit in vielerlei Hinsicht in die Gemeinde und auch darüber hinaus eingebracht. Nun hat sie ein weiteres Zeichen der Verbundenheit gesetzt und sieben ihrer Gemälde für das Sälzer Gemeindezentrum übergeben. Die Landschaftsbilder verleihen nun dem großen Veranstaltungssaal eine besondere Note.

Bürgermeister Martin Schmitt dankte Melzer-Hohenester im Rahmen einer kleinen Feierstunde mit herzlichen Worten. Die Künstlerin habe in den Bildern nicht nur die Farben zu einem harmonischen Strauß zusammengefügt, sondern eine plastische Tiefe erreicht, die ihn sehr beeindrucke. "Man meint, man steht vor einem Fenster und schaut in die Landschaft hinaus. Als wenn man eine Realität erblickt, über die man sich freut." Die Natur sei etwas Herrliches, erklärte er. Die Gemeinde sei der Spenderin für die Bereicherung des Gemeindezentrums sehr dankbar.

Landschaften sind die Grundlage des Lebens

Brigitte Melzer-Hohenester offenbarte den Anwesenden ihre Gedanken zu den Arbeiten. "Landschaften sind die Grundlage des Lebens, sie umfassen Wirtschaftsräume, Felder, Wälder, Flüsse und Straßen. Mal sind sie kultiviert, mal wild. In ihnen manifestieren sich Jahreszeiten, Katastrophen, Ernten. Sie lassen das Herz erfreuen und sind Heimat, Wohnort und Staatsgebilde." Sie gab den Dank der Gemeinde an diese zurück. "Ich freue mich, dass meine Bilder einen so schönen Platz gefunden haben."

Unter anderem leuchtet im Gemeindezentrum dem Betrachter ein Flusslauf entgegen.
Unter anderem leuchtet im Gemeindezentrum dem Betrachter ein Flusslauf entgegen. Foto: Sigrid Brunner

Melzer-Hohenester wurde 1939 in Varnsdorf in Tschechien geboren. 1958 zog sie nach Bad Reichenhall und 2011 schließlich nach Salz, wo sie, wie sie selbst sagt, ihre dritte Heimat gefunden habe. "Ich stand oben am Grasberg und verliebte mich." Zu dem Platz oberhalb von Salz gehe sie sehr oft und verweile dort gerne.

Zur Kunst sei sie erst recht spät mit 45 Jahren gekommen. "Mit einem Malblock und einem Bleistift fing es an." Die ersten zehn Jahre habe sie sehr viel gelernt, über die Geschichte der Malerei und die künstlerischen Techniken. "Das war eine sehr intensive und fleißige Auseinandersetzung mit der Kunst", blickt sie zurück. Nach und nach habe sich ihr Blick immer mehr geschärft und sie habe erkannt, dass man ein Gefühl malen kann. So sind denn auch die sieben Ölkreide-Gemälde eine Kombination von Gefühl und Realem, eine Verbindung von Gesehenem - vor allem in der Rhön - und Inspiration. In leuchtenden Farben schauen dem Betrachter Flussläufe, Felder und Hügellandschaften entgegen.

Lyrik und Kurzgeschichten

Von Brigitte Melzer-Hohenester sind unter anderem Werke in der Kirche Maria Himmelfahrt in Bad Neustadt oder auch im Wohnheim der Lebenshilfe in Mellrichstadt zu sehen. Gerne erinnert sich Martin Schmitt noch an ihren Tulpen-Zyklus, der 2011 anlässlich der Eröffnung des Pater-Gregor-Becker-Hauses gezeigt wurde. In Erscheinung getreten ist sie auch mit Publikationen, so mit Lyrik, Kurzgeschichten, ihren Gedanken zu den einzelnen Kirchen im Landkreis Rhön-Grabfeld oder auch mit Betrachtungen zu unterschiedlichen Stuhlformen, die den ihr eigenen Humor widerspiegeln.

Apropos Stuhl und Humor: Wenn künftig Gäste des Gemeindezentrums auf einen der vielen dort befindlichen Stühle Platz genommen haben, kann es leicht passieren, dass sie den Bildern von Brigitte Melzer-Hohenester mehr Aufmerksamkeit widmen, als den Worten des Referenten.

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