Sandberg

Sandberg: Alte Gebäude sollen für neue Senioreneinrichtung weichen

Die Gemeinde Sandberg hat die Gebäude Kreuzbergstraße 91, 93, 93a und 95 in Sandberg erworben. Sie sollen abgerissen werden. Das Grundstück ist für eine künftige Senioreneinrichtung vorgesehen.
Foto: Marion Eckert | Die Gemeinde Sandberg hat die Gebäude Kreuzbergstraße 91, 93, 93a und 95 in Sandberg erworben. Sie sollen abgerissen werden. Das Grundstück ist für eine künftige Senioreneinrichtung vorgesehen.

In Sandberg gehen die Projekte mit großen Schritten weiter. Ob Ganztagsschule oder die Vorbereitungen für eine Senioreneinrichtung, die Gemeinderäte fällten wichtige Grundsatzbeschlüsse.

Die Gemeinde hat die Grundstücke und Gebäude in der Kreuzbergstraße 91, 93, 93a und 95 in Sandberg erworben. Die darauf stehenden Gebäude sollen abgerissen werden und ein großes Grundstück entstehen, auf dem zukünftig eine Senioreneinrichtung vorgesehen ist. Bürgermeisterin Sonja Reubelt hatte die gute Nachricht, dass das Amt für Ländliche Entwicklung sich bereiterklärt habe, sowohl den Erwerb der Gebäude und Grundstücke als auch deren Abriss im Rahmen der Initiative "Innen statt Außen" mit 90 Prozent zu fördern. Die Gesamtkosten werden mit 502 790 Euro beziffert. Bei einer Kostenbeteiligung in Höhe von 452 511 Euro verbleiben für die Gemeinde 50 279 Euro.

Gemeinde will bei der Sanierung der Grundschule vorausschauend planen

Es wird beabsichtigt, das Schulgebäude in Sandberg für die Grundschule zu sanieren. Die Sanierungsplanungen laufen bereits, ein Raumkonzept wurde durch ein Architekturbüro erstellt ebenso wie statische Überlegungen zur Sanierung angestellt, informierte Reubelt. Als Nächstes stehen Schritte zur vorgezogenen Heizungssanierung und das schulaufsichtliche Genehmigungsverfahren an. Bislang verfügt die Grundschule über eine Mittagsbetreuung. Der Bedarf für eine solche Einrichtung sei im Raumprogramm von der Regierung von Unterfranken anerkannt und ein Gruppenraum mit einer Größe von 23 Quadratmeter aufgenommen worden.

Ziel der Bayerischen Staatsregierung und der Bundesregierung sei der flächendeckende und bedarfsgerechte Ausbau von Ganztagsangeboten für alle Schularten. Ein Rechtsanspruch soll für alle Grundschulkinder ab 2025 gelten. Sandberg möchte vorausschauend planen und das Thema Ganztagsschule bei der anstehenden Sanierung berücksichtigen. Für eine Ganztagsschule werde ein höherer Raumbedarf anerkannt, ein Küchen- und Speisebereich sei hier zusätzlich vorgesehen.

Großteil der Eltern spricht sich für offene Ganztagsschule aus

Um den Bedarf abzufragen, fand eine Elternbefragung statt. Sie ergab, dass sich 42 von 48 Haushalten für eine offene Ganztagsschule aussprachen. Der Gemeinderat fasste den Grundsatzbeschluss, eine Ganztagsschule bei der anstehenden Planung und Sanierung anzustreben.

Die Firma Vantage Towers Düsseldorf beabsichtigt im Stiergraben in Waldberg die bestehende Antennenanlage abzubauen und eine neue Antenneneinrichtung aufzubauen. Die neue Anlage werde insgesamt 17,10 Meter betragen, die alte Anlage war 16,60 Meter hoch. Dem Bauantrag stimmte das Gremium zwar zu, nahm aber auf Anregung des stellvertretenden Bürgermeisters Siegfried Söder den Hinweis auf, dass sie nur unter der Bedingung zustimmen, dass die immissionsschutzrechtlichen Belange eingehalten werden. Außerdem weist der Gemeinderat darauf hin, dass sich ganz in der Nähe der Kindergarten befindet.

Es muss nur noch bei Bedarf gekehrt werden, nicht mehr wöchentlich

Gesetzliche Neuerungen machen einen Neuerlass der Straßenreinigungs- und Sicherungsverordnung notwendig. Die Verordnung umfasst die Räum- und Streupflicht im Winter und die Kehrpflicht. Bisher wurde von einer wöchentlichen Kehrpflicht ausgegangen, nach der neuen Fassung muss nur nach Bedarf gekehrt werden.  

Auf Anregung der überörtlichen Rechnungsprüfung wurde die aus dem Jahr 2001 stammende Verwaltungskostensatzung überarbeitet und die Gebühren aktualisiert beziehungsweise neue hinzugenommen. Dies betreffe konkret Trauungen im Freien, die im vorigen Jahr eingeführt wurden. Sie sind mit 150 Euro ins Kostenverzeichnis aufgenommen worden. Angemerkt worden sei von überörtlicher Stelle, dass sich die Gemeinde mit ihren Gebühren im unteren Bereich des Rahmens befinde.

Überplanmäßige Ausgaben aus dem Jahr 2020 genehmigt

Genehmigt wurden die überplanmäßigen Ausgaben im Rechnungsjahr 2020. Wie Geschäftsstellenleiter Peter Brust erläuterte, sei die Erneuerung des Kanals in Langenleiten zwar im Haushalt vorgesehen gewesen, jedoch nur mit Baunebenkosten in Höhe von 75 000 Euro. Die Gemeinde habe nicht damit gerechnet, dass die Baufirma noch im November mit den Bauarbeiten beginnen werde. Die Möglichkeit sei dann allerdings gerne in Anspruch genommen worden, was sich auch in Bezug auf Fördermittel günstig erweise. So genehmigten die Gemeinderäte 822 165 Euro für die Kanal-Baumaßnahmen in 2020 und weitere 78 820 Euro an Baunebenkosten.

Reubelt möchte am Zertifikatskurs "Flächensparende Gemeindeentwicklung" der Universität Bayreuth teilnehmen. Die Kosten für den Kurs betragen 1690 Euro und werden zu 55 Prozent vom Amt für Ländliche Entwicklung gefördert. Die Gemeinderäte stimmten, vorbehaltlich der Förderung, der Teilnahme zu.

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