Oberelsbach

Sanierung der Kläranlage Wechterswinkel nimmt wieder Fahrt auf

Die Sanierung der Kläranlage Wechterswinkel wird eines der größten Projekte des Abwasserzweckverbands Elstal in den nächsten Jahren. Im Haushaltsplan 2021, der in der konstituierenden Sitzung des Verbands verabschiedet wurde, sowie im Investitionsprogramm sind hierfür beträchtliche Mittel eingeplant.
Foto: Marc Huter | Die Sanierung der Kläranlage Wechterswinkel wird eines der größten Projekte des Abwasserzweckverbands Elstal in den nächsten Jahren.

Die Kläranlage in Wechterswinkel reinigt das Abwasser der Gemeinden Wollbach, Bastheim und Oberelsbach und klärt das Schmutzwasser von Mellrichstadts Stadtteil Frickenhaus und Ostheims Stadtteil Oberwaldbehrungen. Organisiert sind die fünf Gemeinden im Abwasserzweckverband Elstal, dessen Vorsitz Oberelsbachs Bürgermeisterin Birgit Erb hat. Nach dem Beginn der neuen Wahlperiode im Mai fand nun die konstituierende Sitzung des Verbandes in der weihnachtlich dekorierten Elstalhalle statt.

"Corona ging auch am Verband nicht spurlos vorbei", stellte Erb zu Beginn fest und dankte den 22 Mitgliedern der Verbandsversammlung für ihr Verständnis, dass die Versammlung mehrfach verschoben werden musste. Auch der zuletzt angesetzte Termin im November wurde wegen Quarantäne-Maßnahmen kurzfristig abgesagt. "Umso mehr freut es mich, Sie alle hier begrüßen zu dürfen", so die Verbandsvorsitzende.

Tobias Seufert zum Stellvertreter gewählt

Ein entsprechend umfangreiches Programm hatte die Verbandsversammlung in ihrer ersten Sitzung abzuarbeiten. Mit Tobias Seufert, Bürgermeister der Gemeinde Bastheim, wurde zunächst ein neuer stellvertretender Verbandsvorsitzender einstimmig gewählt. Seine jährliche Aufwandsentschädigung wurde von 180 auf 300 Euro im Jahr erhöht. Fahrtkosten sind damit abgegolten. Die Sitzungsgelder wurden einheitlich auf 20 Euro pro Sitzung festgelegt. Der Verbandsvorsitz selbst musste nicht neu gewählt werden, da die Amtszeiten im Verband an die kommunalen Amtszeiten geknüpft sind und in Oberelsbach erst im Jahr 2022 Bürgermeisterwahlen stattfinden.

Unter der Leitung von Bernhard Kraus (Wollbach) arbeiten künftig Caroline Borst (Oberelsbach), Wolfgang Grom (Bastheim), Achim Reß (Mellrichstadt) und Julian Lörzel (Ostheim) im Rechnungsprüfungsausschuss des Abwasserzweckverbandes mit. Kraus trug zunächst noch die Prüfungsberichte des mittlerweile ausgeschiedenen Vorsitzenden des Rechnungsprüfungsausschusses Werner Fuchs für die Rechnungsjahre 2017 und 2018, in dem keine Beanstandungen festgestellt wurden. Ohne Gegenstimme konnte die Jahresrechnung von der Verbandsversammlung für diese beiden Jahre festgestellt werden und die Verbandsvorsitzende entlastet werden.

Rechenschaftsbericht zur Jahresrechnung

Den Rechenschaftsbericht zur Jahresrechnung 2019 trug Kämmerer Harald Omert vor. Mit Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt in Höhe von 329 217 Euro wurde das Volumen des Haushaltsansatzes leicht überschritten (geplant: 325 000 Euro). Im Vermögenshaushalt 2019 konnten die geplanten Maßnahmen zum allergrößten Teil noch nicht umgesetzt werden, so dass sich dessen Volumen von 312 000 Euro im Plan auf 5882 Euro im Ergebnis reduzierte. Die ursprünglich angedachten Sanierungsmaßnahmen in den Verbandssammlern konnten aufgrund der Auslastung der Fachbüros noch nicht umgesetzt werden, stellte Omert fest.

Entsprechend finden diese Investitionen im Haushalt 2020 ihren Niederschlag, der in der Verbandsversammlung ebenfalls noch verabschiedet werden musste. Für die Sanierung der Verbandssammler sind im Vermögenshaushalt 300 000 Euro angesetzt, wenngleich die Ausgaben tatsächlich erst im Jahr 2021 anfallen werden. "Damit haben die Mitgliedsgemeinden die Möglichkeit, die Ausgaben in beträchtlicher Höhe auf zwei Jahre zu verteilen", erklärte der Kämmerer. Für die Beschaffung einer Ersatzpumpe sowie weitere Gerätschaften für die Arbeit der Klärwärter sind 20 000 Euro im Vermögenshaushalt 2020 angesetzt. Einstimmig wurde schließlich die Haushaltssatzung 2020 mit einem Verwaltungshaushaltsvolumen von 360 600 Euro und einem Vermögenshaushaltsvolumen von 320 000 Euro verabschiedet. Die Betriebskostenumlage wurde auf 359 300 Euro und die Investitionsumlage auf 320 000 Euro festgesetzt.

Kläranlage auf den neuesten Stand bringen

Die Haushaltsberatungen zum Haushalt 2021 nahm die Verbandsvorsitzende Birgit Erb zum Anlass, um auf zwei Themen hinzuweisen, die den Verband in den nächsten Jahren intensiv beschäftigen werden. Zum einen ist das die notwendige Ertüchtigung der Kläranlage in Wechterswinkel. Nachdem vor einigen Jahren schon erste Planungen und Machbarkeitsstudien getätigt wurden, war eine notwendige Ertüchtigung auch auf Anraten des Wasserwirtschaftsamtes erst einmal verschoben worden. Nun sei es aber an der Zeit, die Kläranlage auf einen aktuellen Stand der Technik zu bringen. Im ersten Schritt soll im nächsten Jahr ein Standortgutachten eingeleitet werden.

Das zweite Thema war die Klärschlammentsorgung, für das sich in den nächsten Jahren wohl eine gesetzliche Änderung dahingehend ergeben wird, dass der Klärschlamm nicht mehr von örtlichen Landwirten ausgebracht werden darf. Eine dann notwendige Klärschlammtrocknungsanlage mache nur für mehrere große Kläranlage im Wege einer interkommunalen Zusammenarbeit Sinn. Für beides seien Ausgaben im Vermögenshaushalt 2021 (insgesamt 75 000 Euro) und in der weiteren Finanzplanung des Verbandes hinterlegt. Wie Kämmerer Omert ergänzte, sind zudem im Jahr 2021 wieder Mengenmessungen im Verbandsgebiet zur Feststellung des Umlageschlüssels für die Betriebskostenumlage (10 000 Euro), die Sanierungsmaßnahmen in den Verbandssammlern (300 000 Euro) und weitere Geräteanschaffungen (5000 Euro) eingeplant. Einstimmig wurde auch die Haushaltssatzung 2021 mit 340 300 Euro im Verwaltungshaushalt und 390 000 Euro im Vermögenshaushalt von der Verbandsversammlung verabschiedet. Die Betriebskostenumlage wurde auf 339 000 Euro und die Investitionsumlage auf 390 000 Euro festgesetzt.

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