Schönau

Schönau: Die Wassergebühren steigen

In Eigenleistung haben Burgwallbacher Bürger auf dem Friedhof ein pflegeleichtes, naturnahes Urnengrabfeld hergerichtet. Hierfür gab es großes Lob in der Schönauer Gemeinderatssitzung an die tüchtigen Helfer von Bürgermeisterin Sonja Rahm.
In Eigenleistung haben Burgwallbacher Bürger auf dem Friedhof ein pflegeleichtes, naturnahes Urnengrabfeld hergerichtet. Hierfür gab es großes Lob in der Schönauer Gemeinderatssitzung an die tüchtigen Helfer von Bürgermeisterin Sonja Rahm. Foto: Manfred Zirkelbach

Die Baugebiete „Waldbeerberg“ in Schönau und „Schönauer Straße“ in Burgwallbach sind vor mehr als 50 Jahren aufgestellt worden und bis auf wenige Baulücken komplett bebaut. Die Bebauungspläne hierfür entsprechen aufgrund ihrer damals gewählten Festsetzungen nicht der heutigen Zeit und Baukultur. Deshalb sei eine Änderung empfehlenswert, um Bauwilligen die Chance zu geben, ihre Vorstellungen von moderner Wohnkultur zu verwirklichen, wurde sowohl von der Verwaltung als auch von Bürgermeisterin Sonja Rahm in der Gemeinderatssitzung vorgeschlagen.

Für die beiden Baugebiete liegen aktuell nämlich ein Bauantrag sowie eine Bauvoranfrage vor. Aufgrund der umfangreichen Befreiungen, die nach den geltenden Bebauungsplänen notwendig wären, wurde den Bauherren vom Landratsamt eine Genehmigung nicht in Aussicht gestellt. Dies könne nicht im Sinne der Gemeinde sein, argumentierten einige der Räte, denn es werde ja gerade dafür geworben, dass junge Menschen ihre Zukunftsplanung in der eigenen Gemeinde verwirklichen können. Dazu gehöre grundsätzlich auch, dass sie Gebäude aus den 60er und 70er Jahren ihren Vorstellungen nach neu gestalten können.

Lob für Engagement der Burgwallbacher Bürger

Ob Haushaltsmittel für eine Planänderung zur Verfügung stünden, werde nunmehr geprüft, erklärte Timo Schmitt von der Verwaltungsgemeinschaft. Dann wird sich der Gemeinderat erneut mit der Planänderung befassen. Das heißt aber zunächst, dass der Bauantrag auf Abbruch eines Dachstuhles und Aufbau eines Staffelgeschosses mit Anbau eines Treppenhauses in der Schönauer Waldstraße zunächst nicht verwirklicht werden kann. Nach Auskunft von Timo Schmitt könnte allerdings eine Genehmigung in Aussicht gestellt werden, wenn sich der Gemeinderat in nächster Zeit für eine Änderung der Pläne entscheidet.

Auf dem Burgwallbacher Friedhof wurde von Bürgern ein pflegeleichtes Urnenfeld in Eigenleistung hergestellt. Für ihr Engagement gab es von Bürgermeisterin Sonja Rahm in der Gemeinderatssitzung große Anerkennung. Auf der hergerichteten Fläche sollen nunmehr 18 naturnahe Urnengräber entstehen. Auch ein Belegungsplan wurde bereits erstellt. In den Gräbern können in Zukunft zwei Urnen beigesetzt werden. 

Timo Schmitt erstattete Bericht zum derzeitigen Stand der wasserrechtlichen Erlaubnis für die Entnahme von Grundwasser aus den beiden Brunnen 1 und 2 der Schönauer und Burgwallbacher Trinkwasserversorgung. Die Erlaubnis war befristet und von der Gemeinde neu beantragt worden. Das Ingenieurbüro Alka in Haßfurt wurde mit der Erstellung der notwendigen Unterlagen beauftragt und hat nunmehr auch den aktuellen Sachstandsbericht vorgelegt. Danach liegen die Pumpversuche bei beiden Brunnen vor, diese seien in gutem Zustand, die Ergiebigkeit ausreichend. Die geforderte Neubemessung der Wasserschutzgebiete habe sich allerdings als schwierig erwiesen, nachdem in weiteren Einzugsbereichen doch einige Risikobereiche lägen. Daher sei absehbar gewesen, dass die neuen Wasserschutzgebiete wesentlich umfangreicher würden als die bisherigen.

Schüttung von lediglich einem Liter pro Sekunde

Die Rohwiesenquelle wird als nicht wirtschaftlich bezeichnet, nachdem diese mit einer Schüttung von lediglich einem Liter pro Sekunden gemessen wurde. Damit scheidet sie nach Ansicht des Wasserwirtschaftsamtes selbst für eine eventuelle Notversorgung aus, weshalb sie auf Anraten der Fachbehörde zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht in die Beantragung der wasserrechtlichen Erlaubnis für die Trinkwasserförderung einbezogen wurde. Nachdem sich die Erstellung der vollständigen Antragsunterlagen noch weiter verzögern wird, hat die Gemeinde eine weitere beschränkte Erlaubnis um zwei Jahre beantragt. Dies wurde vom Landratsamt inzwischen auch genehmigt.

Für den abgelaufenen Kalkulationszeitraum 2017 bis 2020 der Wasserversorgungs- und Entwässerungsanlage wurden von der Verwaltung die Abrechnungen erstellt. Die Wasserversorgung schließt demnach mit einer Kostenunterdeckung von rund 85 000 Euro ab. Unter Beibehaltung der bisherigen Gebühren könne die geforderte Kostendeckung in den nächsten Jahren nicht erreicht werden. Deshalb wurde von der VG eine Erhöhung der Verbrauchsgebühr um 40 Cent pro Kubikmeter Frischwasser vorgeschlagen. Ab 1. Januar 2021 wird deshalb die Grundgebühr für den Anschluss weiterhin auf 60 Euro pro Jahr festgesetzt, die Verbrauchsgebühr auf 2,40 pro Kubikmeter Frischwasser. Dem entspricht bei einer durchschnittlichen Abnahmemenge von 120 Kubikmetern pro Anschluss eine jährliche Mehrbelastung von rund 50 Euro. Die Abwassergebühr bleibt demgegenüber auch für die kommenden vier Jahre gleich. Die Grundgebühr beträgt weiterhin 60 Euro pro Jahr und Anschluss. Die Verbrauchsgebühr verbleibt ebenfalls bei 1,60 pro Kubikmeter Abwasser. 

Zuschuss für das Schützenhaus beantragt

Der Schützenverein Auerhahn hat für die Sanierung des Schützenhauses einen Investitionszuschuss bei der Gemeinde beantragt. Die Kosten für die umfangreiche Sanierung von Bodenplatte des Gebäudes, Dach, Sanitäreinrichtungen, Fassaden und Beleuchtungseinrichtungen werden vom Verein mir rund 83 600 Euro beziffert. Der Gemeinderat hat sich insofern darauf verständigt, dass ein Zuschuss gewährt werden könne, wenn die Höhe der Eigenleistungen durch die Mitglieder und der vom Schützenverband zugesagte Zuschuss feststehe. Auch müsse berücksichtigt werden, dass in diesem Jahr bereits für die Neuanschaffung einer modernen Schießanlage ein Zuschuss ausgezahlt worden sei. 

Die Katholische Bücherei Schönau erhält aufgrund ihres vorgelegten Antrages einen Zuschuss in Höhe von 500 Euro. Weiterhin hat der Gemeinderat sein Einvernehmen für einen Tekturantrag zum Neubau eines Einfamilienhauses in der Burgwallbacher Kreuzbergstraße wegen der Tieferlegung eines Fertigfußbodens erteilt.

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