Burglauer

Seit zehn Jahren wird in Burglauer geblitzt

Null Stunden blitzen? Oder vier, sechs oder doch acht? Oder reichen die beiden Geschwindigkeitstafeln, um für Sicherheit auf Burglauers Straßen zu sorgen? Bei diesem Tagesordnungspunkt gingen die Meinungen der Räte auseinander.
Foto: Andreas Sietz | Null Stunden blitzen? Oder vier, sechs oder doch acht? Oder reichen die beiden Geschwindigkeitstafeln, um für Sicherheit auf Burglauers Straßen zu sorgen?

Die Gemeinde möchte dafür sorgen, dass Senioren aus dem Ort möglichst lange in ihren eigenen vier Wänden bleiben können und dennoch rundum versorgt sind. So stand das Thema "Mögliche Hilfen einer Gemeinde zur Unterstützung pflegebedürftiger Bewohner und deren pflegende Angehörigen im Alltag" auf der Tagesordnung der jüngsten Ratssitzung. Zu diesem Thema konnten Bürgermeister Marco Heinickel und seine Mandatsträger Andrea Buschner von der AOK-Pflegeberatung in der Rudi-Erhard-Halle begrüßen. Es ging vor allem darum, welche Voraussetzungen zur Anerkennung und Förderung von Angeboten nach aktuellem Stand möglich sind. "Wie wird bei Senioren mit Pflegebedarf zu Hause für Sauberkeit gesorgt, wer kauft für sie ein, wie sieht es mit der wichtigen Sozialkontaktpflege aus?" Viele Fragen stehen plötzlich im Raum, wenn Angehörige tagsüber arbeiten oder selbst einmal eine Auszeit brauchen.

Die Gemeinde möchte dann mit einem Hilfsangebot parat stehen. Seit dem Jahresbeginn 2021 können Entlastungsleistungen von bis zu 125 Euro pro Monat schon ab Pflegestufe 1 angeboten werden. Und das durch ehrenamtliche und selbstständig tätige Privatpersonen, sobald eine notwendige Anerkennung vorliegt. Eine solche Anerkennung sei wichtig, damit Pflegekassen direkt abrechnen können und damit das Leistungsangebot für alle Hilfesuchenden unter "www.pflege-navigator.de" ersichtlich ist. Die Gemeinde braucht hierfür allerdings ein genaues Konzept. Andrea Buschner machte in der Sitzung deutlich, dass Kommunen mit diesem Thema und der Umsetzung nicht alleine gelassen werden und die Fachstelle für Demenz oder das Landesamt für Pflege stets helfend zur Seite stehen.  

In zehn Jahren 2274 Verstöße geahndet

Nachdem der Gemeinderat mit vier Gegenstimmen sein Einvernehmen zum Antrag auf isolierte Befreiung zur Errichtung eines Carports im Fliederweg erteilt hatte, ging es um die Kommunale Verkehrsüberwachung im Ort. Seit zehn Jahren wird in Burglauer eine Verkehrsüberwachung durchgeführt. Seitdem wurden 2274 Verstöße geahndet. Vor allem in der Jahnstraße wurden 8,1 Prozent Verstöße festgestellt. Sechs Messstunden sind aktuell im Monat gebucht und durch diese sollen vor allem schwere Verkehrsunfälle vermieden werden.

Nun bestand die Möglichkeit, das Blitzpensum um zwei Stunden zu erhöhen, doch die Kommune ist dadurch auch finanziell gefordert. Es sei rechnerisch ein Minusgeschäft, aber neben den beiden angeschafften mobilen Geschwindigkeits-Messstationen ein wichtiger Sicherheitsfaktor, hieß es in der Sitzung. Bislang musste die Gemeinde jeden Monat 447 Euro draufzahlen. Nach längerer Diskussion, ob man mit den Messungen aufhören soll, ob nicht vier Stunden reichen, oder ob man aufstocken soll, einigte man sich, es erst einmal so zu lassen, wie es jetzt ist.

Barrierefreier Zugang für die Festhalle

Nachdem die Verordnung der Gemeinde über die Reinhaltung und Reinigung der örtlichen Straßen und die Sicherung der Gehbahnen im Winter neu erlassen und abgesegnet war, stand die Beschlussfassung über die Annahme von Spenden im Haushaltsjahr 2020 an, deren Gesamtsumme sich auf 2942 Euro belief. Im Rahmen der geförderten Projekte des Regionalbudgets 2021 werden der VfB für die Schaffung eines barrierefreien Zugangs in die gemeindliche Festhalle (Fördersumme 7771 Euro) und die Freiwillige Feuerwehr, die den Grill- und Wanderplatz am Rundweg umgestalten will (Fördersumme 3327 Euro), bedacht.

Für die Mittagsbetreuung an der Schule hat die Kommune kräftig in die Tasche gegriffen. Für rund 20 500 Euro wurden für die neuen und größeren Räumlichkeiten im Schulgebäude neue Möbel bei der Firma Wertfritz in Bad Rodach bestellt. Der Gemeinderat beschloss ferner, für 2140 Euro den Auftrag für die Entwicklung der "visuellen Identität" eines Corporate Design und eines neuen gemeindlichen Logos die Firma "offizium next GmbH" zu beauftragen.

Verbesserung der Wasserversorgung

Für knapp 7000 Euro wurde die BGI - Beratende GeoIngenieure GbR aus Würzburg - beauftragt, die Hydrologie im Rahmen einer Verbesserung der Wasserversorgung und einer Machbarkeitsstudie zum Anschluss an die Wasserversorgung der Gemeinde Strahlungen zu erstellen. In diesem Rahmen stimmte der Rat auch den Pumpversuchen zu. Beauftragt wurde diesbezüglich Etschel Brunnenservice aus Hof. Die Auftragserteilung erfolgt durch die Verwaltungsgemeinschaft im Namen und auf Rechnung der Gemeinden Burglauer und Strahlungen. Die Angebotshöhe beträgt rund 81 500 Euro. Der Kostenanteil für Burglauer liegt bei 60 000 Euro.

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