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Steinmännchen auch in Rhöner Wald und Flur

Was es mit kleinen steinernen Gebilden auf sich hat. Das ist von Skandinavien bis Tibet ganz unterschiedlich.
Sie stehen immer öfter in der Natur: Gestapelte Steine in Wäldern, am Wegesrand oder an Bächen und Flüssen.
Foto: Franziska Sauer | Sie stehen immer öfter in der Natur: Gestapelte Steine in Wäldern, am Wegesrand oder an Bächen und Flüssen.

Nanu? Was steht denn da mitten im Wald? Die meisten dürften es kennen oder haben selbst schon einmal irgendwo eins gesehen, vielleicht sogar gebaut: Steinmännchen. Seit der Corona-Pandemie vermehren sich die steinernen Bewohner rege. Ob das womöglich daran liegt, dass viele Menschen gerade mehr Zeit in der Natur verbringen? Auf jeden Fall ist die Freizeitaktivität sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen sehr beliebt.

Und hübsch anzusehen sind die lustigen, kleinen oder großen Gebilde am Wegesrand ja auch. Jeder scheint mitzubauen, jedenfalls gibt es unzählige Exemplar von ihnen. Aber welche Bedeutung haben Steinmännchen überhaupt?

Steinmännchen gibt es überall auf der Welt

Steinmännchen kommen überall auf der Welt vor und das seit sehr langer Zeit. Man trifft sie beim Reisen, Wandern oder auch einfach mal beim Spazierengehen. Gründe für ihr Dasein gibt es viele. Mal religiös, mal als Wegweiser oder auch nur, weil Menschen es hübsch finden, Gebilde aus Steinen zu formen.

Früher dienten diese Steinhäufchen der Wegfindung. Heute sind die meisten Wege – zumindest in Europa – weitestgehend durch farbige Wegmarkierungen definiert. Die Idee der lustigen Steinmännchen aber scheint viele zu inspirieren und so werden an besonders schönen Stellen Steine gestapelt. An manchen Plätzen ist es auch üblich, dass Vorbeikommende einen Stein hinzulegen, sodass die Steintürmchen entstehen.

In Skandinavien Schutz vor boshaften Trollen

Hinter den durch Menschenhand aufgestapelten Steinen versteckt sich aber auch eine ganze Menge Aberglaube. In Skandinavien beispielsweise möchte man Wanderer vor boshaften Trollen schützen. In Tibet hingegen huldigt man den guten Geistern und erklärt den bösen Gesellen ganz klar durch die Wegmarkierung – ab hier seid ihr unerwünscht!

Doch ist aus dem ursprünglichen Grund, solche Markierungen zu konstruieren, inzwischen eine Gefahr für die Umwelt geworden? Ja und Nein! In manchen Gegenden der Welt leidet man zwar schon länger an einer Steinmännchenüberdosis. Umweltschützer warnen auch, dass sich das Aufstapeln von Türmchen, Pyramiden oder Steinmännchen negativ auf die Natur auswirken könnte. Aber grundsätzlich sind das Aufsammeln und Stapeln von Steinen nicht verboten. Allerdings gilt immer die Devise: Natur Natur sein lassen.

Wer also das nächste Mal so ein Türmchen findet und sich bisher immer gefragt hat, wozu die gut sind, der kann ja jetzt auch mitstapeln. Aber am besten immer nur bereits vorhandene Türmchen weiterbauen, statt eigene zu errichten.

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