Stockheim

Stockheimer Pfarrhaus bleibt innen vorerst eine Bauruine

In Stockheim lässt die Pfarrhaussanierung noch auf sich warten: Erst wenn der Förderbescheid vorliegt, kann man voll in die Maßnahme einsteigen. Voraussichtlich wird dies erst im nächsten Jahr erfolgen.
In Stockheim lässt die Pfarrhaussanierung noch auf sich warten: Erst wenn der Förderbescheid vorliegt, kann man voll in die Maßnahme einsteigen. Voraussichtlich wird dies erst im nächsten Jahr erfolgen. Foto: Eva Wienröder

Mit der Pfarrhaussanierung wird man sich in Stockheim noch in Geduld üben müssen. Bevor am ausgebrannten Gebäude mit den Wiederaufbauarbeiten begonnen werden kann, muss der Bewilligungsbescheid der Städtebauförderung abgewartet werden. Da damit erst Ende des Jahres zu rechnen ist, kann voraussichtlich erst 2021 voll in die Maßnahme eingestiegen werden, wie bei der Sitzung des Gemeinderats am Dienstagabend zu erfahren war.

Christian Roßhirt, Leiter des Bauamts der VG Mellrichstadt, informierte über den Sachstand. Das Planungsbüro Wukowojac hat zusammen mit der Brandversicherung die notwendigen Maßnahmen zur Sanierung des Pfarrhauses abgestimmt. Nach derzeitiger Schätzung ist von Gesamtbaukosten in Höhe von 1,02 Millionen Euro auszugehen, hinzu kommen Nebenkosten mit rund 375 000 Euro.

Abwarten, um keine Zuschüsse zu verspielen

Die Versicherung übernimmt gut 800 000 Euro. Für die Gemeinde hat die Verwaltung förderfähige Kosten von 510 000 Euro errechnet. Dabei sind 306 000 Euro aus dem Programm der Städtebauförderung zu erwarten, womit 204 000 Euro an Eigenkosten verbleiben.

Mit der Brandschutzversicherung sei alles abgeklärt, jetzt müsse man allerdings auf den Bewilligungsbescheid der Regierung warten, wie Bürgermeister Martin Link erläuterte. „Was bis jetzt gemacht wurde, wird alles mitgefördert, da es sich um Maßnahmen der Gebäudesicherung und um vorbereitende Maßnahmen handelt. Alles weitere wäre zum jetzigen Zeitpunkt förderschädlich“, so Link weiter. Von einer Bewilligung könne jedoch frühestens Ende des Jahres ausgegangen werden, somit könne man das Wiederaufbau-Vorhaben voraussichtlich erst 2021 angehen.

Die Verzögerung wird vom Gemeinderat zwar bedauert, aber das Kollegium pflichtete Link bei, dass man dies in Kauf nehmen sollte, um in den Genuss des staatlichen Zuschusses zu kommen. Einstimmig wurde beschlossen, die erforderlichen Eigenmittel im Haushaltsplan einzustellen.

Unterstützung für die Kirchenstiftung

Der gemeindliche Bauhof hat im vergangenen Jahr Arbeiten am Pfarrhaus und an der Kindertagesstätte St. Vitus in Höhe von 2442 Euro geleistet. Der Betrag soll, wie in den Vorjahren, als freiwilliger Zuschuss zu Gunsten der katholischen Kirchenstiftung durchgebucht werden.

Schon seit gut 20 Jahren gibt die Gemeinde für Stockheimer Kinder, die die örtliche Kindertagesstätte besuchen, einen monatlichen Zuschuss in Höhe von fünf Euro. Dies soll auch im Kindergartenjahr 2020/21 so beibehalten werden.

Dem Tekturantrag zum Neubau eines Zweifamilienwohnhauses mit Doppelgarage am „Kreuzbergblick“ wurde vom Gremium zugestimmt, ebenso dem Vorhaben zum Anbau eines Heizungskellers mit Holzlager zur Errichtung einer Biomasseanlage und einer Garage an ein bestehendes Wohngebäude am „Grasberg“.

Aufwandsentschädigung für den Bürgermeister veröffentlicht

Martin Link konnte Beschlüsse aus vorangegangenen nichtöffentlichen Sitzungen bekannt geben. Der Bürgermeister war vom Gemeinderat beauftragt worden, nach Vorlage weiterer vergleichbarer Angebote, den Auftrag zur Beschaffung einer gemeindlichen Lautsprecheranlage bis zum maximalen Angebotspreis von 2500 Euro zu vergeben. Die Aufwandsentschädigung für den ersten Bürgermeister hat man ab dem 1. Mai 2020 auf monatlich 3694 Euro festgesetzt, die monatliche Fahrtkostenpauschale für Dienstfahrten innerhalb des Landkreises beläuft sich auf 180 Euro. Der zweite Bürgermeister erhält eine Aufwandsentschädigung von 308 Euro im Monat.

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