Bad Königshofen

Sulzfeld: Mehrheit für Grundsatzbeschluss zu Fotovoltaik

405 Männer, Frauen und Jugendliche beteiligten sich an der Bürgerbefragung. Das Ergebnis ist auch Thema in der nächsten Gemeinderatssitzung.
In Kleinbardorf gibt es bereits eine 3,5 Hektar große Fotovoltaikanlage, die wegen ihrer Farbe bei entsprechendem Lichteinfall 'Krautsfeld' genannt wird. In dem Dorf war die Beteiligung der Bevölkerung bei der Bürgerbefragung zum Grundsatzbeschluss über weitere Fotovoltaikanlagen auch am größten. 
Foto: Michael Petzold | In Kleinbardorf gibt es bereits eine 3,5 Hektar große Fotovoltaikanlage, die wegen ihrer Farbe bei entsprechendem Lichteinfall "Krautsfeld" genannt wird.

Allein wollte der Gemeinderat darüber nicht entscheiden, zu sichtbar im Gelände wären die beiden von der Firma Südwerk beantragten Fotovoltaikanlagen in Kleinbardorf und Sulzfeld. Also wurde die Bevölkerung befragt, wobei auch Jugendliche ab 16 Jahren stimmberechtigt waren. Dabei galt es, über einen Grundsatzbeschluss der Gemeinde abzustimmen, der unter anderem regelt, dass maximal vier Prozent der Gemarkungsflächen für Fotovoltaikanlagen ausgewiesen werden dürfen, von denen zudem keine größer als 20 Hektar sein darf.

Kleinbardorf verfügt über 346,9 Hektar Ackerland und Wiese, Sulzfeld über 750,9 Hektar und Leinach über 100,5 Hektar. Entschädigung und Gewerbesteuer würden sich in der vorgesehenen Laufzeit von 20 Jahren auf gut 1,5 Millionen Euro summieren, was einen jährlichen Ertrag von rund 75 000 Euro ausmachen würde, wie Bürgermeister Jürgen Heusinger gegenüber dieser Redaktion erklärte.              

Das größte Interesse an der Befragung bestand in Kleinbardorf

Insgesamt 1435 Stimmberechtigte in den drei Ortsteilen waren aufgerufen, an der Befragung teilzunehmen, die sich über fast zwei Wochen hinzog. Getan haben  das am Ende 405, was einem prozentualen Anteil von 28,22 entspricht. In Sulzfeld hatten 977 Männer, Frauen und Jugendliche die Gelegenheit, abzustimmen, die von 258 (26,41 Prozent) wahrgenommen wurde, in Leinach gaben 40 von 174 ihre Stimme ab (22,89 Prozent).

Die mit Abstand größte Beteiligung war in Kleinbardorf zu verzeichnen, wo bereits seit vielen Jahren eine Freiflächen-Fotovoltaikanlage existiert. Von den 284 Wahlberechtigten stimmten 107 ab, was 37,68 Prozent entspricht.  Von den 405 abgegebenen Stimmen sprachen sich 225 für den Grundsatzbeschluss aus, 179 waren dagegen, eine Stimme war ungültig.     

Mit dem Ergebnis der Bürgerbefragung wäre der vorliegende Antrag der Firma Südwerk abgelehnt, stellte Bürgermeister Heusinger im Gespräch weiterhin fest. Auf alle Fälle gibt es genug Diskussionsstoff für die nächste Gemeinderatssitzung am Dienstag, 7. Dezember in der Höhberghalle, in deren Verlauf auch die Bürgerbefragung und ihr Ergebnis ein Thema sein wird. Für alle Teilnehmer gilt die G2-Regelung. Die Teilnehmer müssen also geimpft oder von einer Coronainfektion genesen sein.  

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