Willmars

Teilumbau der Grundschule in Willmars ist ein Großprojekt

Der zum Spielplatz angrenzende Gebäudeteil der Grundschule in Willmars soll zur Kindertagesstätte umgebaut werden. Da fast alle Gemeinderäte neu im Gremium sind, soll zu ihrer besseren Information in Kürze eine Sondersitzung mit dem Planungsbüro, dem Diakonieverein und der Verwaltung stattfinden.
Der zum Spielplatz angrenzende Gebäudeteil der Grundschule in Willmars soll zur Kindertagesstätte umgebaut werden. Da fast alle Gemeinderäte neu im Gremium sind, soll zu ihrer besseren Information in Kürze eine Sondersitzung mit dem Planungsbüro, dem Diakonieverein und der Verwaltung stattfinden. Foto: Eva Wienröder

Der Teilumbau der Grundschule in eine Kindertagesstätte (Kita) ist für die Gemeinde Willmars ein Großprojekt. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats stand der gemeindliche Bauantrag auf der Tagesordnung. Das noch junge Gremium – sieben Mitglieder sind neu im Gemeinderat – tat sich aufgrund der Tragweite des Vorhabens, insbesondere auch in finanzieller Hinsicht, schwer mit der Beschlussfassung. Sie wurde noch einmal vertagt.

Bürgermeister Reimund Voß fasste kurz die Planung zusammen. Das Schulgebäude, das bis zum Ende des Schuljahres noch durch die Herbert-Meder-Schule der Lebenshilfe genutzt wird, ist noch unter Regie des Vorgänger-Gremiums in enger Abstimmung mit dem Diakonieverein, der auch bereits Träger des bisherigen Kindergartens ist, umgeplant worden. Vorgesehen ist, den an den Spielplatz angrenzenden Gebäudeteil zur Kita umzufunktionieren. Der gegenüberliegende Trakt neben der Turnhalle könnte künftig von Vereinen genutzt werden, der Verbindungsgang soll wegfallen. Mit rund 1,5 Millionen Euro ist die Baumaßnahme beziffert, gut eine Million Euro gibt es an staatlicher Förderung. Der Eigenanteil der Gemeinde bewegt sich somit bei 500 000 Euro und soll zusammen mit dem Diakonieverein finanziert werden.

Mehr Informationen bezüglich der Finanzierung

Die Größenordnung des Projekts und die Frage, ob die Gemeinde sich dies leisten könne oder womöglich über Jahre hinweg finanziell nicht mehr handlungsfähig wäre, trieb die neuen Gemeinderäte um. Aufgrund ihrer wenigen Vorkenntnisse wünschten sie sich mehr Informationen, insbesondere über den Finanzierungsplan. Bürgermeister Voß äußerte sein Verständnis für die Bedenken des Kollegiums. "Ich verstehe, dass da Sorge mitschwingt."

Wie die Finanzierung und die Beteiligung durch den Diakonieverein aussehen soll, das sollte an diesem Abend Thema im nichtöffentlichen Teil sein. Auf Antrag aus dem Gremium wurde der Tagesordnungspunkt vorgezogen und die öffentliche Sitzung kurz unterbrochen. Der Gemeinderat kam bei seiner Beratung schließlich überein, den Beschluss über die Baugenehmigung zu vertagen. Auf Vorschlag von Ortsoberhaupt Voß soll zeitnah eine Sitzung mit dem Planungsbüro, dem Träger und der Verwaltung stattfinden, damit sich die Ratsleute ein umfassendes Bild machen können.

Werner Palancares Hoyer in den Gemeinderat nachgerückt

Eingangs der Zusammenkunft, die aufgrund der Corona-Abstandsregeln wieder im Dorfgemeinschaftshaus Filke gehalten wurde, hatte Bürgermeister Voß Werner Palancares Hoyer neu im Gemeinderat begrüßt und ihm den Amtseid abgenommen. Da Dagmar Herda nach der Kommunalwahl ihr Mandat nicht angenommen hatte, war Palancares Hoyer als Listennachfolger nachgerückt. Palancares Hoyer wurde zudem als vierter Stellvertreter in den Rechnungsprüfungsausschuss berufen.

Wie bereits berichtet, beabsichtigt die Deutsche Telekom die Mobilfunkversorgung im Gemeindebereich zu verbessern. Dazu soll am Standort des alten Fernseh-Umsetzers bei Willmars ein Funkmast eingerichtet werden. Der Gemeinde liegen inzwischen die Pläne für den Verlauf der Kabel-Trasse vor.

Zusätzliche Bestattungsformen im Friedhof

Im Friedhof in Filke sollen zusätzliche Bestattungsformen angeboten werden. Möglich werden Erdbestattungen im Sarg oder in einer Urne unter einer von der Gemeinde gepflegten Rasendecke mit Grabstein ohne Einfassung, und auch eine Urnengemeinschaftsanlage ist vorgesehen. Wie der Bürgermeister berichtete, hat Anfang Juli ein Treffen mit dem örtlichen Ausschuss, Gemeindearbeiter Thomas Pieczonka und VG-Sachbearbeiter Thomas Krick stattgefunden und man hat einen Belegungsplan erstellt.

Voß informierte des Weiteren darüber, dass im Zuge der Baumaßnahme Wasserversorgung Völkershausen auch Kanalabschnitte saniert und erneuert werden. Das betrifft sowohl Abwasser- als auch Regenwasserkanäle auf einer Länge von insgesamt 1000 Metern im Bereich Ostheimer Straße, Schlossplatz, Hermannsfelder Straße, Rupperser Weg und Eußenhäuser Weg. Das Auftragsvolumen beziffert sich auf 485 000 Euro, wovon 320 800 Euro gefördert werden. Die Finanzierung der Restkosten ist über Gebühren geplant.

Fehlende Unterstützung bemängelt

Der Gemeindechef konnte Beschlüsse aus der nichtöffentlichen Sitzung vom 17. Juni 2020 bekanntgeben. Für den Neubau des Feuerwehrhauses in Filke hatte man die Estricharbeiten an die Firma Andreas Wehner, Kaltennordheim, für 4886 Euro vergeben. Daneben wurde das Nachtragsangebot für die Installation der Fußbodenheizung im Schulungsraum an die Firma Manger in Höhe von 5335 Euro genehmigt.

Neu im Willmarser Gemeinderat: Bürgermeister Reimund Voß (links) vereidigte in der jüngsten Sitzung Werner Palancares Hoyer (rechts), der als Listennachfolger für Dagmar Herda nachrückte.
Neu im Willmarser Gemeinderat: Bürgermeister Reimund Voß (links) vereidigte in der jüngsten Sitzung Werner Palancares Hoyer (rechts), der als Listennachfolger für Dagmar Herda nachrückte. Foto: Eva Wienröder

Am Ende des Treffens ergriff Werner Palancares Hoyer in seiner Eigenschaft als Jugendbeauftragter der Gemeinde das Wort und bemängelte harsch eine fehlende Unterstützung durch die Vereine und auch durch den Gemeinderat bei der Erstellung eines Ferienprogramms. Bislang habe sich lediglich die Feuerwehr Willmars gemeldet. Es sei in Corona-Zeiten zwar schwieriger, aber es ginge etwas zu machen, ist sich Palancares Hoyer sicher.

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