Bad Königshofen

Tischtennis: Was den Ex-Clubberer Dittwar nach Königshofen zieht

Knapp 700 Zuschauer verfolgten die Heimspiel-Niederlage des TSV Bad Königshofen. Darunter war auch ein ganzer Bus aus Oberfranken. Und ein Ex-Fußball-Profi.
Gerne beim Tischtennis in Bad Königshofen: Klaus Peter Söllner, Landrat in Kulmbach (von links), TSV-Manager Andy Albert, Jörg Dittwar, EX-Bundesligaprofi beim Club, ein Nürnberg-Fan und Siegbert Ruck.
Foto: Michael Nöth | Gerne beim Tischtennis in Bad Königshofen: Klaus Peter Söllner, Landrat in Kulmbach (von links), TSV-Manager Andy Albert, Jörg Dittwar, EX-Bundesligaprofi beim Club, ein Nürnberg-Fan und Siegbert Ruck.

Er ist einer der dienstältesten Landräte in Bayern,  begeisterter Tennis- und Tischtennisspieler und trägt neuerdings gerne den TSV-Schal um den Hals. Klaus Peter Söllner, der Kulmbacher Landrat, war zum zweiten Mal zu Besuch beim TSV Bad Königshofen. Und er war mit einem ganzen Bus mit 50 Tischtennis-Fans dieses Mal angereist. Mit dabei war auch Jörg Dittwar, ehemaliger Bundesliga-Fußballer beim Club und ebenfalls begeisterter Tischtennis-Fan.

Dittwar wohnt nur 25 Kilometer von Königshofen entfernt

"Ich spiele mit dem Landrat noch in einer Tennis-Mannschaft. Und da hat er mich auf die sagenhafte Stimmung hier in Bad Königshofen aufmerksam gemacht. Da bin ich doch glatt mitgekommen", erzählte der 56-Jährige. Dass er "nur "25 Kilometer von Bad Königshofen entfernt wohnt, in Dietersdorf bei Coburg, mache das Ganze für etwaige spätere Besuche noch einfacher.

Die 685 Zuschauer in der Shakehands-Arena mussten im Spiel gegen den 1. FC Saarbrücken allerdings anerkennen, dass die Gäste immer einen Tick besser waren als die Bad Könighöfer TT-Spieler. "Das muss man aber selbst gesehen haben", schwärmte Dittwar. "Das erste Spiel der beiden Asiaten war absolut eng, das hätte auch der Königshöfer Oikawa gewinnen können. Da ging es um drei Netzbälle!"

Kennengelernt bei der Kulmbacher Bierwoche

Auch Söllner, der dienstälteste Landrat in der Geschichte des Landkreises Kulmbach, hatte TSV-Manager Andy Albert bei der Kulmbacher Bierwoche kennengelernt. "Sie kenn' ich doch", hatte er damals Andy Albert angesprochen. "Von ihrem Bundesligaverein TSV Bad Königshofen habe ich schon viel in den Medien gelesen und gehört."

Nach seinem ersten Besuch beim Sieg gegen Grenzau hatte er sämtliche Tischtennis-Clubs seines Landkreises angeschrieben und einen Bus gechartert.  50 Tischtennis-Begeisterten aus Kulmbach und Umgebung, Arzberg, Mainleus, Vailsdorf und bis in die Oberpfalz und die deutsch-tschechische Grenze waren mit nach Bad Königshofen gekommen.

Erlebnis Bundesliga: Kommen wieder

Und sie waren offensichtlich nicht zum letzten Mal da. "Das Erlebnis Bundesliga in Bad Königshofen macht echt Spaß. Schade, dass das Spiel nicht gewonnen wurde. Aber ich komme wieder", sagte einer der Mitreisenden. Eine Möglichkeit, den TSV Bad Königshofen und sogar das deutsche TT-Vorzeige-Team Borussia Düsseldorf aus nächster Nähe zu sehen, bietet sich den Oberfranken und Oberpfälzern am 16. Februar um 15 Uhr in Maxhütte im Landkreis Schwandorf, das nördlich von Regensburg liegt.

Dorthin hat Borussia Düsseldorf sein Heimspiel gegen den TSV verkauft, wie es der Spitzenverein einmal in der Saison tut, um Werbung für den Tischtennissport zu machen. Dass die Wahl diesmal auf die Oberpfalz fiel, hat noch einen anderen Hintergrund: Bad Königshofens neuer Spitzenspieler Bastian Steger stammt aus dem Regierungsbezirk und hat von 2000 bis 2006 für Borussia Düsseldorf gespielt.

Noch Karten für Spiel in der Oberpfalz erhältlich

Wie TSV-Manager Andy Albert erläutert, sei das Spiel in Oberfranken praktisch ausverkauft. "Wir haben uns aber ein Kontingent von 60 Karten gesichert. Und davon sind schon 20 weg." Wer für dieses Spiel Karten möchte, muss sich also sputen. Sie sind über die Geschäftsstelle anzufragen. 

Andy Aman mit Papp-Kamerad Darko Jorgic, noch im Königshöfer Trikot.
Foto: Michael Nöth | Andy Aman mit Papp-Kamerad Darko Jorgic, noch im Königshöfer Trikot.

Gesputet hat sich auch der 21-jährige Slowene Darko Jorgic. Der Ex-Königshöfer war vor zwei Jahren als 164. der Weltrangliste vom Grabfeld nach Saarbrücken gewechselt. Er gilt als einer der größten europäischen Nachwuchshoffnungen. Seine bisherigen Erfolge sind in der Tat beeindruckend: Nicht nur einmal gelang Jorgic bei bedeutenden Turnieren der Sprung ins vordere Feld. Mit dem slowenischen Team holte er EM 2017 die Bronzemedaille.

Noch viele Jorgic-Fans in der Halle 

Darko Jorgic hat nach wie vor seine Fans in Bad Königshofen. Deutlich wurde das kurz vor Spielbeginn, als das TSV-Team begleitet von „Einlaufkindern“ aus der Wohngruppe Wolf die Shakehands Arena betrat. Der Slowene wurde von den Fans begeistert empfangen und winkte, sichtlich erfreut, zurück in die Menge. Jetzt ist er 46. und in bestechender Form. Er hat laut Albert acht Kilo abtrainiert - und hat eine Vision, wie er beim Tischtennis-Talk hernach Bernd Knahn erzählte. "Ich will mal die Nummer eins in der Welt werden!" Wenn das der Fall sein wird, dann hat TSV-Mann Andy Aman ein sicherlich kostbares Exemplar an der Hand. Er hatte zur Rückkehr von Jorgic dessen lebensgroßes Papp-Bildnis aus der TSV-Asservatenkammer hervorgeholt.

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