Sondernau

Urnenbestattung ist nun auch im Sondernauer Friedhof möglich

Auf dem Sondernauer Friedhof besteht nun die Möglichkeit, Urnen in Erdurnengräbern beizusetzen. Die Hinterbliebenen haben die Wahl zwischen pflegefreien Gräbern oder klassischer Grabbepflanzung. Das Bild zeigt Markus Henneberger und Walter Breier vom Oberelsbacher Bauhof, die diese Anlage angelegt haben und Bürgermeisterin Birgit Erb.
Foto: Marion Eckert | Auf dem Sondernauer Friedhof besteht nun die Möglichkeit, Urnen in Erdurnengräbern beizusetzen. Die Hinterbliebenen haben die Wahl zwischen pflegefreien Gräbern oder klassischer Grabbepflanzung.

Da in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie keine Bürgerversammlungen stattfinden, informierte Bürgermeisterin Birgit Erb über die wichtigsten Baumaßnahmen, die in diesem Jahr umgesetzt und abgeschlossen werden konnten.

Im Friedhof in Sondernau musste aufgrund eines Sterbefalls kurzfristig die Möglichkeit zur Urnenbestattung geschaffen werden. Bürgermeisterin Birgit Erb und die Mitarbeiterinnen der Friedhofsverwaltung im Oberelsbacher Rathaus reagierten sofort und da von Friedhofsplaner Thomas Struchholz (Veitshöchheim) in der Vergangenheit bereits ein Plan erstellt wurde, konnte die Umsetzung durch den gemeindlichen Bauhof zügig erfolgen. "Innerhalb von zehn Tagen wurde ein Urnenfeld mit Urnenröhren und Urnenerdgräbern angelegt", dankte Erb den Mitarbeitern des gemeindlichen Bauhofs.

Naturnahe Bestattung auf dem Friedhof

Es handelt sich um sechs Erdurnengräber, die mit einer Bepflanzung durch die Angehörigen versehen werden können, wie dies auch bei regulären Gräbern der Fall ist. Bei einer Beisetzung in den Urnenröhren, die rechts und links der Erdurnengräber angelegt wurden, wird keine individuelle Bepflanzung benötigt. Durch Markus Henneberger, der als Landschaftsgärtner im Bauhof tätig ist, wurde eine Pflanzenauswahl so getroffen, dass rund ums Jahr blühende Pflanzen und im Winter Gräser als Struktur der Anlage vorhanden sind. Auf diese Weise soll eine naturnahe Bestattung auf dem Friedhof ermöglicht werden. Für die Angehörigen hat dies den großen Vorteil, dass sie keine Grabpflege übernehmen müssen und dennoch gewiss sein können, dass ihre Lieben würdevoll beigesetzt sind und die Grabstelle während des Jahres stets gepflegt ist.

Eine Umbettung der Urnen und Aschereste sei nach Ablauf der Liegeruhe nicht notwendig, erklärte die Bürgermeisterin. Es werden nur Urnen beigesetzt, die sich zersetzen. Die Reste bleiben an Ort und Stelle und nach Ablauf der Ruhefrist werden die Röhren neu bestückt. Bis zu drei Urnen können in einer Röhre beigesetzt werden. Diese Methode hat den Vorteil, dass die Nachfahren auch nach Ablauf der 15-jährigen Ruhefrist dauerhaft wissen, wo ihre Angehörigen bestattet sind.

Grabsteine können aufgestellt werden

Ob Erdurnengrab oder Urnenröhre, beides sei keine anonyme Bestattung. Grabsteine können natürlich aufgestellt werden, betonte Erb. Die Anlage in Sondernau sei beispielgebend für die weiteren Friedhöfe des Marktes Oberelsbach. Für den Weisbacher Friedhof sei ähnliches angedacht, doch zunächst soll dort eine Informationsversammlung für die Bevölkerung stattfinden. Die Friedhöfe seien Kultur- und Begegnungsstätten, aber auch wertvolle Naturräume, betonte die Bürgermeisterin. Das Thema Biodiversität sei daher auch auf Friedhöfen nicht zu vernachlässigen. Mit dem Urnenfeld in Sondernau sowie weiteren neuen Blühflächen auf den Freiflächen im Bereich der Leichenhalle habe der Markt Oberelsbach einen neuen Weg der Friedhofsgestaltung beschritten. "Ich experimentiere mit unterschiedlichen Pflanzen und Kombinationen, abhängig vom Standort und der Bodenbeschaffenheit", erklärte Markus Henneberger.

Die Sondernauer Leichenhalle wurde in diesem Jahr neu gestrichen. Steffen Sellmann war hierfür zuständig, dankte die Bürgermeisterin. Die Bepflanzung der Seitenbereiche mit Insekten freundlichen Blühpflanzen stehe aber noch aus.

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