Bad Königshofen

Vhs Rhön und Grabfeld setzt auf Digitales

In den Bad Königshöfer Räumen der vhs Rhön und Grabfeld trafen sich (von links) Simone Müller-Götz, Renate Knaut und Marcel Greier zum Erfahrungsaustausch und zum Blick in die Zukunft.
In den Bad Königshöfer Räumen der vhs Rhön und Grabfeld trafen sich (von links) Simone Müller-Götz, Renate Knaut und Marcel Greier zum Erfahrungsaustausch und zum Blick in die Zukunft. Foto: Regina Vossenkaul

Die Volkshochschule unter Corona-Bedingungen – keine leichte Aufgabe für alle Beteiligten. Viele Lernprogramme und Kurse basieren auf Kommunikation und direktem Feedback. Man motiviert sich gegenseitig und viele Ideen entstehen, wenn sich eine Gruppe gegenseitig Stichworte liefert. Momentan wird das Herbstprogramm der Vhs Rhön und Grabfeld fertig gestellt. Im September wird es ausgeliefert und die Anmeldungen werden entgegengenommen.  

Als der Druckauftrag für das letzte Programmheft schon lief, kam am 15. März 2020 der Shutdown in Deutschland und vieles lief nicht mehr oder nicht mehr so wie vorher. Nach der schrittweisen Erlaubnis, wieder Kurse durchzuführen, wurden Mund-Nasen-Schutz und Abstandsregeln obligatorisch und viele Teilnehmer fragten sich, ob sie zur Risikogruppe gehören. Einige Kurse und Reisen wurden gleich abgesagt, andere versuchten sich über das Internet zu organisieren, was eine gewisse technische Ausstattung voraussetzt. "Wir haben alle dazugelernt", sagt Renate Knaut, Pädagogische Leitung der vhs mit Büro in Bad Königshofen, wo der ehemalige Kindergarten mit seinen hohen, luftigen Räumen zur Verfügung steht.

Im Freien oder in größeren Räumen

Über die Plattform "Zoom" oder über eine eigene vhs-cloud mit vielen Funktionen klappte die Verständigung und die Speicherung von Daten per Internet nach einiger Zeit, das musste sich erst einspielen. Was möglich war, wurde draußen abgehalten, das war eine der besten Varianten. Manche Kurse wie die Rückenschule zogen um in größere Räume, wo Abstandhalten möglich war.

Der Zumba-Kurs von Simone Müller-Götz zum Beispiel schaltete auf die Internet-Plattform Zoom um und konnte auf diese Weise als neues Angebot als Sommerkurs nach den Pfingstferien starten. Jede Teilnehmerin war zu Hause vor dem Bildschirm und machte mit. "Es ist schon komisch, so allein zu sein, die Stimmung in der Gruppe fehlt, ich habe kein direktes Feedback und weiß nicht, wie der Kurs ankommt", sagte Müller-Götz. Ein kurzer Austausch fand trotzdem immer zwischendurch und am Ende der Kursstunde online statt. Als die ersten technischen Schwierigkeiten beseitigt werden konnten, waren alle begeistert.

Gute Verbindung als Voraussetzung 

"Der Vorteil: Man ist zuhause, hat keine Anfahrt, spart Geld und Benzin und ist schnell unter der Dusche", so Müller-Götz. Außerdem werde die Zielgruppe größer, weil man zeitlich ungebundener ist (im Herbstprogramm gibt es drei Abend- und einen Frühkurs), was für Schichtarbeiter positiv ist und auch für Orte, die einen längeren Anfahrtsweg zu den Kursorten hätten. "Wir kommen auf diese Weise in jeden Ort, vorausgesetzt, es gibt eine stabile Internetverbindung", sagt Renate Knaut.

Der Foto-Fachmann Marcel Greier hat ähnliche Erfahrungen gemacht. Die Teilnehmer, die weiterhin seine Fotogruppe besuchten, fotografierten während der Woche einzeln, dann wird über die Ergebnisse gesprochen. Letzteres kann auch übers Internet geschehen, obwohl der Präsenzunterricht immer noch am besten ist. In Zukunft wird es so aussehen, dass man abwechselt und so den Fotografie-Begeisterten eine Weiterbildungsmöglichkeit bietet.

Kleinere Gruppen

Wie geht es nun unter Corona-Bedingungen weiter? Vorträge mit großer Teilnehmerzahl werden zurzeit nicht stattfinden, hier wurde über das Programm vhs Daheim bereits auf "Youtube" ausgewichen, wo man längere Referate einstellen und abrufen kann. Die Teilnehmer-Gruppen werden kleiner, damit die Hygiene-Vorschriften eingehalten werden können. Machbar sind zum Beispiel wieder Jugend-Tanzkurse, Kochkurse und Theatergruppen – alles mit Abstand. Viele Gruppen arbeiten sowohl zu Hause als auch online.

"Wir müssen alle umdenken und flexibel bleiben", sagt Renate Knaut dazu. Das Corona-Virus und die Ansteckungsgefahr werden uns noch eine Weile begleiten, wir machen das Beste daraus und schöpfen alle Möglichkeiten aus."

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