Wargolshausen

Wargolshausen: Sogar aus den USA kam eine Rückmeldung

Vier Musikanten aus dem Dorf sorgten für den musikalischen Rahmen der virtuellen Wargolshäuser Weihnachtsfeier, die am vergangenen Wochenende übers Netz ging.
Foto: Eckhard Heise | Vier Musikanten aus dem Dorf sorgten für den musikalischen Rahmen der virtuellen Wargolshäuser Weihnachtsfeier, die am vergangenen Wochenende übers Netz ging.

Seit 30 Jahren gibt es in Wargolshausen die gemeinsame Weihnachtsfeier der Vereine. Die Ortsbevölkerung wird dazu eingeladen und verbringt einige gemütliche Stunden. Wichtiger Bestandteil war stets ein Film über die Dorfereignisse des abgelaufenen Jahres. Aufgrund der Pandemie musste die Veranstaltung im Gästehaus abgesagt werden – ganz ausgefallen ist sie aber doch nicht, nur ist sie diesmal in die eigenen vier Wände verlegt worden.

Die Weihnachtsfeier erfreut sich stets großer Beliebtheit und das Gästehaus ist stets gefüllt mit Besuchern allein aus Wargolshausen. Seit den Anfängen läuft sie in etwa nach dem gleichen Schema ab: Die Besucher werden bewirtet, es werden ein kleines Theaterstück und Sketche aufgeführt, die Dorfmusik spielt, eine Tombola wird geboten, Bürgermeister und Pfarrer sprechen. Zum Programm gehörte auch immer  der illustrierte Jahresrückblick, anfangs als Diaschau, seit 2006 als Video.

Wie wurde die Idee zu dem Projekt geboren?

"Das alles sollte in diesem Jahr ausfallen? Nein, darf es nicht", überlegte sich Ansgar Büttner, von Anfang an der Verantwortliche für den Rückblick. "Wenn schon die Besucher nicht kommen können, bringen wir ihnen wenigsten virtuell die Feier nach Hause". So war die Idee für einen Film geboren, der über das Internet an jeden Bildschirm gelangen kann.

Wie in jedem Jahr hatte zuvor Büttner die wichtigsten Ereignisse im Dorf mit der Kamera festgehalten. Im Mittelpunkt stand der Fasching, der noch ganz regulär über die Bühne gegangen war. Aufgezeichnet wurden zudem der kabarettistische Frühschoppen mit Fredi Breunig, die Kommunalwahlen, das Thema Windkraft, der Bau des Kommunikationshofs und weitere Geschehnisse, die das Dorfleben bestimmten. Außerdem zahlreiche Interviews mit Dorfbewohnern und ihren Empfindungen zur Corona-Pandemie. Die Aufzeichnungen umrahmten vier Musikanten aus dem Dorf  mit weihnachtlichen Melodien. Insgesamt entstand ein 40-minütiger Beitrag, den Tochter Kathrin Kmeth aufbereitete und ins Netz stellte. Am vergangenen Samstag und Sonntag wurde die Seite freigeschaltet und war an diesen beiden Tagen mit dem richtigen Link von jedermann zu sehen.

"Die Resonanz war phänomenal", beteuert der Autor. Es habe sogar eine Rückmeldung aus Amerika gegeben, von der Tochter eines Einwohners aus dem Dorf. "Es fehlte natürlich das gemütliche Beisammensein, aber so konnte doch wenigstens ein wenig das Gefühl der Gemeinschaft vermittelt werden", erklärt Ansgar Büttner. "Beim geplanten Dreschfest im nächsten Sommer, kann dann die Bevölkerung hoffentlich wieder in Natura zusammenkommen".

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