Bad Königshofen

Warum illegale Müllentsorgung an Wertstoffcontainern ärgert

1,5 Tonnen Müll haben Mitarbeiter der Stadt Bad Königshofen am Dienstag an den Wertstoffcontainern entsorgt. Dazu war die große Baggerschaufel im Einsatz.
1,5 Tonnen Müll haben Mitarbeiter der Stadt Bad Königshofen am Dienstag an den Wertstoffcontainern entsorgt. Dazu war die große Baggerschaufel im Einsatz. Foto: Hanns Friedrich

Wer kennt das nicht: da ein Plastikeimer, dort ein Pappkarton, hier eine allzugroße Glasflasche. Alles liegt wild umher. Und gleich daneben stehen die Wertstoffcontainer - eine ärgerliche Form von illegaler Müllentsorgung. So auch am Dienstag in Bad Königshofen, als man nur noch mit dem Bagger dem Müll, der im hinteren Bereich der Container hingeworfen wurde, Herr werden konnte. Ein landkreisweites Problem, sagt Gerald Roßhirt, Geschäftsführer des Kommunalunternehmens im Landkreis Rhön-Grabfeld.

Ein Problem nur für größere Kommunen?

Vor allem die Städte und größeren Gemeinden hätten damit zu kämpfen. In den kleineren Ortschaften sei dies kaum der Fall, da hier nicht zu viel anfalle, so Roßhirt. Mellrichstadt, Bischofsheim, Bad Neustadt oder Bad Königshofen haben da schon eher Probleme. Für Gerald Roßhirt ist dies nicht nachvollziehbar, "und eine Unverschämtheit der Verursacher!" Denn im Landkreis gebe es genügend Möglichkeiten, Hausmüll oder größere Gegenstände, die nicht mehr benötigt werden, abzugeben. Er verweist auf die Sperrmüllabfuhr sowie auf das Wertstoffzentrum in Brendlorenzen, das auch zu Corona-Zeiten geöffnet hat - wie die Müllumladestation in Herbstadt.

In Rhön-Grabfeld gibt es mehr als 100 Containerplätze für Glas, Blechdosen und Papier. Die Firma Stäblein aus Schönau ist für die Abfuhr der Wertstoffcontainer zuständig. Die Firma reinige auch immer den Platz um die Container. Sowohl für den Geschäftsführer des Kommunalunternehmens Rhön-Grabfeld als auch für Bad Königshofens Bürgermeister Thomas Helbling und Bauhofleiter Markus Schunk ist es nicht nachvollziehbar, warum Bürgerinnen und Bürger auf diese Art ihren Müll entsorgen - nach dem Motto: Einer wird schon aufräumen.

Selbst eine WC-Schüssel hingeworfen

1,5 Tonnen Müll haben die Mitarbeiter des Bauhofs Bad Königshofen am Dienstag auf einen Lkw verladen und zur Müllumladestation nach Herbstadt gebracht. Gelbe Säcke, defektes Kinderspielzeug, Matratzen, alte Lampen, leere Farbeimer oder auch Elektrogeräte, Taschen und eine WC-Schüssel wurde einfach hingeworfen. Hinzu kam jede Menge Altpapier und Kartons. "Wenn einer mal was hinwirft, werfen andere ebenfalls sofort ihren Müll dorthin," weiß Gerald Roßhirt. "Das ist nicht zu verstehen."

Um die Verursacher fassen zu können, müsste eine Kamera montiert werden. Darüber hatte schon der Stadtrat diskutiert. Allerdings liegen die Kosten der notwendigen Anlage mit Kamera und Übertragung sowie Aufzeichnung bei rund 15.000 Euro, sagt Bürgermeister Thomas Helbling. Das sei ein großer Brocken, der zurzeit nicht zu finanzieren ist. Auf jeden Fall erstattet die Stadt Anzeige bei der Polizei. Man versucht auch, aus dem Abfall durch Zettel oder Schriftstücke auf den Verursacher zu kommen. Der würde dann zur Rechenschaft gezogen. Das  heißt: Die Reinigungskosten würde ihm in Rechnung gestellt.

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