Kleineibstadt

Was passiert mit dem Feuerwehrhaus in Kleineibstadt?

Das Feuerwehrhaus in Kleineibstadt muss im Innenbereich nach einem Brand saniert werden. Außerdem ist es für das Feuerwehrauto zu klein. Es fehlen Schulungsräume und getrennte Sanitäranlagen.
Das Feuerwehrhaus in Kleineibstadt muss im Innenbereich nach einem Brand saniert werden. Außerdem ist es für das Feuerwehrauto zu klein. Es fehlen Schulungsräume und getrennte Sanitäranlagen. Foto: Hanns Friedrich

Kommandant Christian Habenstein hatte ein Schreiben an den Gemeinderat gerichtet, um für eine neue Unterkunft zu plädieren. Der Grund: Nach einem Brand im Feuerwehrhaus sind umfangreiche Sanierungsmaßnahmen erforderlich. Außerdem sei die Torhöhe zu gering, wenn auf dem Feuerwehrauto die Steckleiter transportiert werden soll. Hinzu komme, dass die Sanitäranlagen den Anforderung für Männer und Frauen nicht entsprechen. Außerdem sei ein Schlauchtrocknungsturm erforderlich.

Ein weiteres Kriterium sind die Stromkosten, die sich jährlich bei rund 2000 Euro einpendeln. Da das Haus nicht isoliert ist, gehe viele Wärme verloren. Telefon und Internet sind ebenfalls nicht vorhanden. Eine Vergrößerung des bestehenden Feuerwehrhauses sei nicht möglich. Es gibt keinen Schulungsraum und an der Treppe, die in die oberen Räume führt, nagt der Holzwurm.

Eine Idee mit Mehrwert

Die Idee: Eine Fahrzeughalle an das Gemeindezentrum Kleineibstadt anbauen und die Sanitäranlagen und Räumlichkeiten des Sportlertreffs für Schulungen oder Nachbesprechungen mitnutzen. Ein vorhandener Lagerraum könnte zu einer Umkleidekabine umfunktioniert werden. Außerdem wäre die Feuerwehr im Zentrum der Gemeinde, was der Kommandant als einen Mehrwert für das Dorf bezeichnete. Überlegen könne man, die Schlauchtrockungsanlage der Feuerwehr Bad Königshofen künftig mit zu nutzen.

Das bestehende Feuerwehrhaus würde sich als Lagerraum für Vereine anbieten. Laut Habenstein sei die bisherige Fahrzeug-Unterstellhalle ideal für die Lagerung von Utensilien, die bei Festen benötigt werden.  Bürgermeister Gerd Jäger sagte, dass in die Sanierung des ehemaligen Gemeindehauses zum Feuerwehrhaus in den Jahren 2014 und 2016 rund 89.000 Euro investiert wurden. Auch eine Zusammenlegung der Wehr aus Groß- und Kleineibstadt kam ins Gespräch. Sebastian Neugebauer erinnerte daran, dass dies bereits 2014 schon einmal diskutiert und gar ein neues Feuerwehrgerätehaus zwischen Groß- und Kleineibstadt angedacht war. Die Feuerwehr Kleineibstadt habe sich aber dagegen entschieden.

Feuerwehr schlägt Eigenleistung vor

Birgit Reder-Zirkelbach fragte, ob die Vereinen, die den Sportlertreff nutzen, davon schon wissen. Das müsse noch geschehen, so der Kommandant. Laut Udo Rost war beim Umbau des Hauses 2014 und 2016 die Feuerwehrführung eingebunden, damals habe man alles für in Ordnung befunden. Deshalb seien die jetzt gestellten Anforderungen nicht nachvollziehbar. Die VG Saal hat vorgeschlagen ein Architekturbüro damit zu beauftragen. "Das würde zusätzliche Kosten verursachen" war sich das Gremium einig. Rost schätzte die Kosten für einen Neubau am Gemeindehaus wohl im sechsstelligen Bereich. Der Kommandant schlug vor, eine Halle in Eigenleistung zu erstellen. Hier zu würde er die Kosten demnächst vorlegen können. Die Ratsmitglieder waren sich bei alledem noch unschlüssig. Sie entschieden sich für eine Ortsbesichtigung, sowohl im bisherigen Feuerwehrhaus als auch am Gemeindezentrum. Dazu soll auch Kreisbrandmeister Thomas Ganz (Sulzfeld) beratend eingeladen werden.

Voran geht es im Neubaugebiet "Neumühle" in Großeibstadt. Hierzu lag bereits eine Bauvoranfrage im Genehmigungsfreistellungsverfahren vor.
Voran geht es im Neubaugebiet "Neumühle" in Großeibstadt. Hierzu lag bereits eine Bauvoranfrage im Genehmigungsfreistellungsverfahren vor. Foto: Hanns Friedrich

Informationen gab es bei der Sitzung des Gemeinderates für den Bauantrag von Roland Rost auf Einbau einer rollstuhlgerechten Wohnung sowie eines Edelstahlkamins in das bestehende Nebengebäude und Anbau eines Wintergartens am Mosesbrunnen in Großeibstadt. Das gemeindliche Einvernehmen für die Zulässigkeit des Vorhabens wurde einstimmig erteilt.

Zur Kenntnis genommen wurde der Plan für einen Wohnhausbau im Genehmigungsfreistellungsverfahren von Emil Sebald im Neubaugebiet "Neumühle". Er plant ein Einfamilienwohnhaus mit Garage und Carport. Das Bauvorhaben liegt im Geltungsbereich des rechtskräftigen Bebauungsplanes "Neumühle" und entspricht dessen Festsetzungen. Mit dem Bau kann jedoch erst begonnen werden, wenn die Erschließung des Baugebiets abgeschlossen ist. Auf eventuell auftretende Veränderungen der Grundstücksgröße im Rahmen der Erschließungsarbeiten wird der Bauherr  hingewiesen.

Barrierefreier Zugang für das Gemeindehaus 

Gemeinderatsmitglied Birgit Reder-Zirkelbach wurde einstimmig zur Öko-Beauftragten bestellt. Diskussionen rankten sich schließlich noch um die  Aufnahme der Kosten eines barrierefreien Zugangs am Gemeindehaus Großeibstadt. In diesem Jahr sei dies wohl nicht mehr realisierbar, sagte Bürgermeister Gerd Jäger, sein Stellvertreter Udo Rost verwies auf Begehungen. Demnach sei es schwierig, einen barrierefreien Zugang im oder am Haus zu integrieren. Sebastian Neugebauer drängte aber darauf doch zumindest Kosten für die Planung in Höhe von 5000 Euro in den Haushaltsplan 2020 einzustellen. Das unterstützte auch Birgit Reder Zirkelbach.

Die Ratsmitglieder verwiesen in diesem Zusammenhang, wie schon bei der letzten Sitzung darauf, dass endlich der Haushaltsplan für 2020 beschlossen werden sollte. "Wir haben keine Möglichkeit für Planungen." Bürgermeister Gerd Jäger informierte abschließend, dass im Bereich der Großeibstädter Bushaltestelle Schilder mit dem Hinweis "Achtung Kinder" aufgestellt werden.

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