Bad Königshofen

Wassermeister Müller: In Corona-Zeiten mehr Wasser verbraucht

Anton Schneider (links) und Emil Sebald (Mitte) wurden nach 12 und 30 Jahren von Thomas Helbling verabschiedet.
Anton Schneider (links) und Emil Sebald (Mitte) wurden nach 12 und 30 Jahren von Thomas Helbling verabschiedet. Foto: Regina Vossenkaul

Zu Beginn der Sitzung des Wasserzweckverbands (WZV) Gruppe Mitte im kleinen Kursaal stellte sich Christian Kick vor. Er ist seit Januar neuer Sachbearbeiter beim WZV. Die Jahresabschlüsse 2017 und 2018 wurden von Susanne Katzenberger vorgelesen und von den Gremiumsmitgliedern akzeptiert.

Überschuss aus Wasserverkäufen

Für 2017 waren die Einnahmen aus Wasserverkäufen um 109.000 Euro höher als erwartet, deshalb wurde nicht mit dem erwarteten Fehlbetrag von 36.400 abgeschlossen werden, sondern mit einem Überschuss von 136.966 Euro. Der Betrag wurde dazu verwendet, den Verlustvortrag für 2018 zu verringern. An Tilgungen wurden 103.983 Euro geleistet. Auch im Jahr 2018 waren die Wasserverkäufe höher als erwartet, sie lagen bei 1.461.400 Euro (angesetzt waren 1.444.000 Euro). Getilgt wurden 2018 insgesamt 348.103 Euro. Am Ende des Jahres betrug der Schuldenstand 751.463 Euro.    

Der Haushalt 2020 wurde beschlossen, es wird mit Umsatzerlösen in Höhe von 1.440.925 Euro gerechnet. Dazu kommt die Wasserlieferung an die Stadtlauringer Gruppe in Höhe von 8.500 m3, das entspricht 15.000 Euro. Insgesamt wird ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 209.000 Euro eingeplant. Investitionen gibt es in Höhe von insgesamt 549.150 Euro, ein Großteil davon fließt in den Hochbehälter Judenhügel (260.000 Euro). Für die Umrüstung des Prozessleitsystems im Haubachtal sind 68.000 Euro eingeplant, für den Umbau der Trafostation im Werk in Kleineibstadt und die Erdverkabelung 51.000 Euro. Der Haushaltsplan mit Stellenplan wurde als Satzung erlassen. Er umfasst in Erträgen und Aufwendungen je 1.716.810 Euro, in den Einnahmen und Ausgaben jeweils 907.198 Euro.

Stadtlauringer Gruppe liefert

Sulzfelds Bürgermeister Jürgen Heusinger stellte den Antrag, das Angebot von der Stadtlauringer Gruppe 70.000 Kubikmeter pro Jahr zu liefern, anzunehmen. Für Leinach sei dies von Vorteil wegen des Bandschutzes und damit die eigenen Brunnen geschont werden. Dem wurde zugestimmt. Sein Vorschlag, die Stromkosten zu verringern, indem eine eigene PV-Anlage errichtet wird, hatte Christian Kick schon eingeplant in Finanzierungsplan für 2021. Gesucht wird weiterhin ein Auszubildender, weil ein Wasserwart im März 2021 in Rente geht.

Beschlossen wurde die Erneuerung der Speicher-Programmier-Steuerung und der Fernwirktechnik im Bereich Haubachtal, der Auftrag ging an die Fa. Beck Automation, Würzburg, für 61.000 Euro. Der Verbandsvorsitzende Thomas Helbling wies auf die Verlängerung der "Einschränkung zur Wasserversorgung" hin. Weiterhin ist Wassersparen angesagt, wie Wassermeister Michael Müller drastisch darlegte. Der Wasserverbrauch ist um 10 bis 15 Prozent angestiegen, weil die Leute mehr zuhause sind, so Müller. Die Arbeiten am Hochbehälter Judenhügel sind bis auf Elektro- und Fliesenarbeiten abgeschlossen, die Proben waren in Ordnung. Besprochen wurde auch die Wasserleitung zwischen Sulzfeld und Kleinbardorf, die die geplante Umgehung kreuzt. Susanne Katzenberger machte die rechtliche Seite klar.

Trocken-Region: Helblings Brief ans Ministerium 

Am Ende des öffentlichen Teils wurde über die allgemeine Situation gesprochen. Helbling hatte einen Brief ans Ministerium geschrieben mit der Bitte um schnelle Zusage, wurde aber von einem Mitarbeiter auf die noch geltende RZ-Was hingewiesen, die aber gedeckelt ist. Die trockenste Region Bayerns brauche eine Sonderbehandlung hinsichtlich der Zuschüsse für den Anschluss an eine Fernwasserleitung, so der Verbandsvorsitzende. Der ausscheidende Verbandsrat Emil Sebald plädierte dafür, am Ball zu bleiben und Druck zu machen: "Wir brauchen eine Sonderlösung!" Sebald wurde nach 30 Jahren verabschiedet, ebenso lange war er Bürgermeister von Großeibstadt. Anton Schneider war als Stadtrat von Bad Königshofen 12 Jahre lang Mitglied des Gremiums. Beiden dankte der Vorsitzende für die geleistete Arbeit und überreichte Präsente.

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