Bad Neustadt

Wasserwacht warnt vor dem Betreten von Eisflächen in Rhön-Grabfeld

Vermehrt frieren auch im Landkreis Rhön-Grabfeld kleinere und größere Teiche und Seen zu. Das Eis ist meistens aber noch zu dünn. Das könnte gefährlich werden (Symbolbild).
Foto: Bildrechte: Wasserwacht Bayern | Vermehrt frieren auch im Landkreis Rhön-Grabfeld kleinere und größere Teiche und Seen zu. Das Eis ist meistens aber noch zu dünn. Das könnte gefährlich werden (Symbolbild).

Vermehrt frieren auch im Landkreis Rhön-Grabfeld kleinere und größere Teiche und Seen zu. Bernd Roßmanith, Vorsitzender der Kreiswasserwacht Rhön-Grabfeld, warnt aber davor, diese Flächen zu betreten. Wer dennoch Wintersport auf dem Eis treiben möchte, sollte grundsätzlich nur an bewachten Gewässern und nie allein auf das Eis gehen sowie auf die Warnungen der örtlichen Behörden, der lokalen Medien und Hinweis- und Verbotsschilder vor Ort achten. Aufgrund der niedrigen Wassertemperaturen verliert ein ins Eis eingebrochener Mensch innerhalb kürzester Zeit das Bewusstsein und läuft Gefahr zu ertrinken. Die ehrenamtlichen Wasserretter und die Schnelleinsatzgruppen der Wasserwacht sind rund um die Uhr für Notfälle auf dem Wasser und die Eisrettung mit Wasserrettern und Einsatztauchern einsatzbereit.

"Unsere Einsatzkräfte sind aktuell mehr denn je gefordert, bayernweit auch an vielen Corona-Teststellen und Impfzentren." Mit enormer Leistungsbereitschaft steht das Team auch während der Corona-Pandemie für die Sicherheit der Bevölkerung am und im Wasser zur Verfügung, heißt es in einem Schreiben des BRK-Landesverbandes, das Bernd Roßmanith vorliegt.

Verhalten im Notfall

Was tun, wenn man selbst im Eis einbricht? Laut um Hilfe rufen. Ist man allein unterwegs und eingebrochen, sollte man sich nicht mehr als nötig bewegen, um sowenig Körperwärme wie möglich zu verlieren. Das Wasser ist an der Nullgradgrenze. Daher kann Bewusstlosigkeit schon nach wenigen Minuten eintreten. Danach hat man keine Kontrolle mehr und ertrinkt. In jedem Fall muss man vermeiden, dass man unter das Eis gerät.

Bei einer dünnen Eisdecke sollte man das Eis so weit abbrechen, bis es trägt, sich dann in Bauch- oder Rückenlage flach auf das Eis hochziehen und auf dem Bauch zum Ufer kriechen. Durch die Verteilung des Körpergewichts auf eine größere Fläche vermeidet man ein weiteres Einbrechen. Mit sogenannten Eispickeln, die man auf dem Eis immer in der Tasche haben sollte, kann man sich im Eis besser festhalten und vermeidet blutig aufgeschürfte Hände von den Eiskanten. Was tun, wenn man jemand anderen retten will? Die Person beruhigen, deutlich machen, dass man Hilfe holt. Sofort Hilfe rufen, am besten über Handy. Notruf Nummer 112 und 110. Stichworte sind: Was ist passiert und wo ist der Unfallort? Je genauer die Angaben, desto schneller kommt Hilfe. Wie lange ist die Person schon im Eiswasser?

Dem Eingebrochenen darf man niemals aufrechtstehend, sondern auf dem Eis liegend helfen, da die Gefahr besteht, selbst einzubrechen. Dem Eingebrochenen sollte man niemals die Hand reichen, da man selbst ins Wasser rutschen könnte. Dem Verunglückten nur mit einem festen Gegenstand helfen, den man auch loslassen kann, zum Beispiel Äste, ein Kleidungsstück. Das kann auch ein Schal sein oder ein Abschleppseil. Den Verunglückten am Ufer ruhig lagern und zudecken. Wenn er bewusstlos ist, die Atmung kontrollieren. Die nasse Kleidung des Eingebrochenen erst zusammen mit den Mitarbeitern vom Rettungsdienst abnehmen.

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