Frankenheim

Wichtiger Grundsatzbeschluss für die Zukunft Frankenheims

Neuer Standort für die Frankenheimer Feuerwehr gesucht. Eine Kombination von Feuerwehr und Rhönhalle erscheint der Mehrheit der Stadträte ungünstig. Unterhalb der Frankenheimer Kirche könnte ein neues Feuerwehrgerätehaus entstehen.
Foto: Marion Eckert | Neuer Standort für die Frankenheimer Feuerwehr gesucht. Eine Kombination von Feuerwehr und Rhönhalle erscheint der Mehrheit der Stadträte ungünstig.

Es war keine leichte Entscheidung. Der Stadtratssitzung ging ein zweistündiger Workshop mit Vertretern der Frankenheimer Vereine, Bürgermeister Georg Seiffert, der geschäftsführenden Beamtin Ulla Sippach und einigen Stadträten voraus. "Wir sind zu keinem eindeutigen Ergebnis gekommen", fasste der Bürgermeister die Beratungen zusammen. 

So tauschten die Stadträte noch einmal über eine Stunde Argumente aus, beleuchten Vor- und Nachteile für die diversen Vorschläge und Alternativen. Schließlich konnte mit 13 Ja- und drei Nein-Stimmen, die von den Frankenheimer Stadträten kamen, ein Grundsatzbeschluss gefasst werden. Es wurde beschlossen, die Feuerwehr nicht auf dem Bereich um die Rhönhalle anzusiedeln, sondern östlich der Kirche, unabhängig von der Zufahrts- und Parksituation an der Rhönhalle. Wenn dieser Alternativ-Standort von behördlicher Seite und dem Kreisbrandrat befürwortete wird, bedeutet das gleichzeitig, dass ein Erhalt des leerstehenden Schulgebäudes nicht mehr sinnvoll ist und es abgerissen wird, um Parkplätzen für die Rhönhalle Platz zu machen.

92 Parkplätze für die Gäste der Rhönhalle nötig

Die Aufgabenstellung, vor der die Teilnehmer des Workshops und später die Stadträte standen, umfasste drei Punkte: 92 Parkplätze für die Gäste der Rhönhalle, ein neues Domizil für die Feuerwehr und einen Ersatz für die abgerissene Lagerhalle des Musikvereins. Zwei Varianten sahen die Feuerwehr und den Musikverein in einem Teil des Schulgebäudes vor, berücksichtigten aber nicht die Parkplatzfrage für die Rhönhalle sowie die Zu- und Abfahrt für die Feuerwehr im Einsatzfall, die getrennt voneinander sein müssen. Zudem werden für die Feuerwehr neun Parkplätze benötigt, die freizugänglich sein müssen. Bei Veranstaltungen in der Rhönhalle sei es kaum zu verhindern, dass sich Besucher auf diese Plätze stellen.

Eine weitere Variante sah einen Neubau des Feuerwehrhauses oberhalb der Rhönhalle in Richtung B 279 vor. Diese Option werde vom Fachberater für Feuerwehrwesen bei der Regierung von Unterfranken favorisiert, informierten Seiffert und Sippach. Die Zufahrt könne über den Versorgungsbereich der Rhönhalle erfolgen, die Abfahrt über die Straße vor der Rhönhalle. Der Musikverein würde gegenüber der Rhönhalle oberhalb des Friedhofs mit seinem Lager unterkommen.

Die Zufahrtswege bereiten Probleme

Alle Varianten für ein Feuerwehrhaus in unmittelbarer Nähe der Rhönhalle wurden aufgrund der engen Zufahrt als problematisch angesehen, unabhängig davon, dass ein möglicher Umbau des Schulgebäudes zum Feuerwehrhaus nicht geprüft wurde. Manfred Markert brachte es auf den Punkt: "Ob das Schulgebäude feuerwehrtauglich ist oder nicht, ist nicht maßgeblich. Feuerwehr und Rhönhalle beißen sich. Die Feuerwehr muss autark für sich sein, um die Einsatzbereitschaft jederzeit zu gewährleisten."

Die drei Frankenheimer Stadträte Johanna Fellenstein, Philipp Enders und Christian Enders machten sich für den Erhalt der Schule stark. Christian Enders sah es als nachhaltig und der Philosophie der Stadt Bischofsheim "innen vor außen" entsprechend an, ein Bestandsgebäude zu erhalten, statt zwei neue Gebäude zu bauen. Der Bürgermeister dazu: "Für mich ist etwas nachhaltig, wenn etwas sinnvoll und auf den jetzigen und zukünftigen Bedarf ausgerichtet ist." Thomas Wagner sah es als nachhaltig und der Innenentwicklung entsprechend an, wenn ein nicht mehr benötigtes Gebäude abgerissen und Fläche dadurch entsiegelt werde.

Die Frankenheimer versuchten, über den Teilerhalt der alten Schule neben Räumen für die Feuerwehr und Lagermöglichkeiten für den Musikverein noch weitere Räume für Vereinstätigkeiten zu erhalten. Diesen Weg wollte der stellvertretende Bürgermeister Patrick Bauer nicht mitgehen, dies würde Begehrlichkeiten in anderen Stadtteilen wecken. Zudem sei die Rhönhalle genau für diese Zwecke aufwendig zum Stadtteilzentrum saniert worden.

Was geschieht mit dem Kinderspielplatz?

Im nächsten Schritt soll nun überprüft werden, welcher Standort östlich der Kirche für die Feuerwehr infrage kommt, direkt neben der Kirche oder beim heutigen Standort der "Bockwurst", ob die Zu- und Abfahrtsituation für die Feuerwehr geregelt werden kann und ob die technischen Voraussetzungen bezüglich Wasser und Kanal zu regeln sind.

Beim Standort direkt neben der Kirche würde der Kinderspielplatz weichen müssen. Um die Diskussion über dieses Thema vorwegzunehmen, wurde von Markert vorgeschlagen, den Spielplatz nach oben zu verlegen, dann wäre er zudem näher bei der Rhönhalle, was bei Veranstaltungen vorteilhaft wäre.

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