Willmars

Willmars: Gemeinde kann selbst Mobilfunkmast bauen

Die Gemeinde Willmars will ihren Internetauftritt (im Bild die aktuelle Homepage) im Zuge der Neuerstellung der Website des Landkreises umgestalten und benutzerfreundlicher machen.
Foto: Screenshot Eva Wienröder | Die Gemeinde Willmars will ihren Internetauftritt (im Bild die aktuelle Homepage) im Zuge der Neuerstellung der Website des Landkreises umgestalten und benutzerfreundlicher machen.

Am Montagabend kam der Willmarser Gemeinderat zu seiner letzten Sitzung in diesem Jahr im Dorfgemeinschaftshaus Filke zusammen. Ein wichtiger Punkt war die Verbesserung der Mobilfunkversorgung.

Bürgermeister Reimund Voß informierte dazu über den aktuellen Planungsstand und das Markterkundungsverfahren nach der Bayerischen Mobilfunkrichtlinie. Demnach wird die Versorgungslücke in Völkershausen definitiv nicht vom eigenwirtschaftlichen Ausbau durch die Telekom zu schließen sein. Begründet ist dies in der topographischen Lage des Ortsteils und der zu weiten Entfernung zum Mobilfunkmasten in Willmars. Eventuell kommt der Bau eines zusätzlichen Masten durch die Gemeinde in Betracht, der dann an einen Mobilfunkanbieter vermietet werden kann. Dafür spricht die großzügige Förderung solch einer Baumaßnahme durch den Freistaat, die derzeit bei 90 Prozent liegt.

Ob der bestehende Mast am Seifertsberg, der durch die Telekom mit einer Hochfrequenzanlage aufgerüstet wird, dann neben Willmars auch den Ortsteil Filke ausreichend versorgen kann, ist noch fraglich. Laut Voß möchte die Telekom die Inbetriebnahme im August 2021 zunächst abwarten. Derweil hat Vodafone Interesse bekundet, den Mast am Seifertsberg mitzunutzen. Seitens des Gemeinderats gibt es keine Einwände. Gemäß der Mobilfunkvereinbarung werden die Masten üblicherweise von mehreren Anbietern genutzt, um vorhandene Standorte zu optimieren, so Voß. Dieses sei im Allgemeinen auch im Interesse der Kommunen, weil sich dadurch die Anzahl der Mobilfunkmasten verringert.

Gemeinde will sich online besser präsentieren

Im Zuge der Neugestaltung der Landkreis-Website wird auch den Gemeinden in Rhön-Grabfeld die Möglichkeit gegeben, ihren Online-Auftritt zu erneuern. Durch die Umstellung soll eine verbesserte Nutzbarkeit durch die Bürger erreicht werden. Die Handhabung und die Zugriffe zu Informationen möchte man deutlich vereinfachen. Zur Gemeinderatssitzung war Marcel Reyer von der Firma Offizium gekommen, um die möglichen Varianten der Gestaltung in Form standardisierter oder individueller Leistungen vorzustellen. Das Gremium sprach sich einstimmig für das Individual-Paket mit Kosten von einmalig 3800 Euro und die Vergabe an die Firma Offizium aus. Die Bürgervertreter waren sich außerdem einig, dass auch noch eine App eingerichtet werden soll, um die Nutzung der Website per Smartphone zu optimieren. Die Kosten dafür bezifferte Reyer mit etwa 920 Euro.

Nach dem Auszug der Herbert-Meder-Schule aus den Räumlichkeiten des Rathauses in Willmars sollen einige Renovierungsarbeiten erfolgen. Die Lebenshilfe übernimmt die Kosten für das Abschleifen und Versiegeln der Parkettböden in voller Höhe, das sind ca. 6000 Euro. Der Gemeinderat nahm den Vorschlag der Lebenshilfe an, wonach sich diese sich mit 5000 Euro an der Renovierung der Wände und Türen beteiligt. Bei der Gemeinde verbleiben damit Restkosten von etwa 4000 Euro.

Bauhof übernimmt den Winterdienst

Der gemeindliche Bauhof soll in den nächsten beiden Jahren den Winterdienst in Willmars und den Ortsteilen übernehmen. Dazu beschloss der Gemeinderat, den Schlepper mit einer Fronthydraulik aufzurüsten (Kosten etwa 3500 Euro). Falls erforderlich, soll noch ein Räumschild angeschafft werden.

Aus der Sitzung vom 26. Oktober 2020 konnte Bürgermeister Reimund Voß den Erwerb des Anwesens Oberer Bergweg 1 in Willmars durch die Gemeinde bekanntgeben und dass die Fachplanungsleistungen für den Kindergarten sowie die Bereiche Starkstromanlagen sowie Fernmelde- und informationstechnik an das Büro Planidee Franken Lürzel & Kiesel zum Angebotspreis von 25 369 Euro vergeben worden sind.

Die Baumaßnahmen für die Trinkwasserversorgung in Völkershausen werden heuer noch abgeschlossen und das Tragkraftspritzenfahrzeug für die Feuerwehr im Ortsteil wird voraussichtlich im ersten Quartal 2021 ausgeliefert, informierte Voß weiter.

Erneut Stabilisierungshilfe für Willmars 

Gute Nachrichten hatte der Bürgermeister zu den Gemeindefinanzen: Die Regierung hat mit 270 000 Euro erneut Stabilisierungshilfe gewährt. Eine wichtige Auflage ist allerdings, dass die Gemeinde im kommenden Jahr keine Neuverschuldung eingeht.

Ratsmitglied Werner Palancares berichtete davon, dass ältere Bürger ihn auf die fehlende Versorgung mit frischen Brötchen angesprochen haben. Palancares hatte daraufhin mehrere Bäcker im Umkreis angefragt, ob eine mobile Versorgung mit einem Überlandauto möglich wäre. Allerdings seien aktuell keine Kapazitäten frei, so die Auskunft der Betriebe.

Joachim Krech regte an, eine Sanierung der Toilettenanlagen im Rathaus ins Auge zu fassen. Man könne sich die Örtlichkeit einmal anschauen, aber 2021 komme eine Maßnahme mit Blick auf die Finanzen der Gemeinde noch nicht in Betracht, erklärte Reimund Voß.

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