Willmars

Willmars: Waschbären als neue Bewohner

In Willmars gibt es mehrere marode Anwesen, die bei den Einwohnern Anstoß erregen.
Foto: Eckhard Heise | In Willmars gibt es mehrere marode Anwesen, die bei den Einwohnern Anstoß erregen.

Wer in der Region ein günstiges Anwesen sucht, könnte in Willmars fündig werden. Denn die Gemeinde hat offensichtlich eine Reihe von leer stehenden Gebäuden. Diese sind allerdings schon oft erheblich verwahrlost. Teilnehmer der Bürgerversammlung kritisierten, dass sie ein "Schandfleck" der Gemeinde seien. Dies gestand auch Bürgermeister Reimund Voß ein.

Bevor aber die Bürger zu Wort kamen, berichtete das Ortsoberhaupt von den wichtigsten Geschehnissen in der Gemeinde. Danach ist die Einwohnerzahl um eine Person auf 654 Bürger leicht angestiegen. Die Finanzen entwickelten sich mit einem Gesamthaushalt von 2,7 Millionen Euro etwa im vorgesehenen Rahmen. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer liegen bei bescheidenen 40 000 Euro, die wichtigsten Einnahmequellen sind die Einkommensteuerbeteiligung mit 230 000 Euro und Schlüsselzuweiung von 320 000 Euro. Darüber hinaus profitierte die Gemeinde von der Stabilisierungshilfe. Trotz der geringen Steuerkraft hat die Gemeinde aber nur 440 Euro Schulden je Einwohner.

Durch Eigenleistung wurde das Feuerwehrgerätehaus in Filke günstiger

Die größten Projekte waren das Feuerwehrgerätehaus Filke, das durch Eigenleistung erheblich günstiger geworden sei, wie Voß betonte. Völkershausen hat dafür ein neues Einsatzfahrzeug erhalten, in Willmars wurde der Dorfplatz neugestaltet. In Völkershausen werden voraussichtlich 2022 die Schlussbescheide für den Bau des Trinkwassernetzes herausgehen.

Das größte Vorhaben ist der Umbau der Schule zu einer Kindertagesstätte mit einem Volumen von 1,5 Millionen Euro. Außerdem müssen Kanäle in Willmars und Völkershausen erneuert werden.

Seit August ist ein Mobilfunkmast in Betrieb, und in den nächsten zwei bis vier Jahren soll das Glasfasernetz in Völkershausen und Filke komplett ausgebaut werden. In Willmars werden jedoch nur Gewerbetreibende berücksichtigt, bedauerte Voß. Großer Beliebtheit erfreue sich das Cafe´ mit Möbelverkauf im ehemaligen Wirtshaus "Grüner Baum". Ebenfalls gut angenommen werde der Dorfladen, der neuerdings als Selbstbedienungsladen geführt wird. Wenn der Betrieb ausgeweitet werden soll, müssten die Bürger die Einkaufsgelegenheit aber auch gut nutzen, legte Voß seinen Zuhörern ans Herz.

Mobilfunkempfang ist noch nicht optimal

Der Mobilfunkempfang ist aber offensichtlich noch nicht in allen Gemeindeteilen befriedigend. Außerdem kann auch nur ein Betreiber genutzt werden, ging dann aus der Diskussionsrunde hervor. Schwerpunkt bei den Wortbeiträgen waren allerdings die Klagen über den maroden Zustand mehrerer privater Anwesen in der Ortsmitte von Willmars. Eines davon hat die Gemeinde erworben, um es für eine spätere Bebauung herzurichten, berichtete Voß. Ein anderes Anwesen war bereits vom Landratsamt besichtigt worden, woraufhin dem Eigentümer Auflagen gemacht worden seien. Ein Teilnehmer berichtete, dass sich offensichtlich Waschbären in dem Anwesen häuslich eingerichtet hätten.

In solchen Fällen lägen oft schwierige Situation vor, da es sich bei den Eigentümern um ältere Personen handelt, die nicht mehr voll handlungsfähig seien, erklärte Voß. Daher soll ein Förderprogramm aufgelegt werden, damit leer stehende Anwesen genutzt werden. Außerdem gebe es Überlegungen, auf dem früheren Standort der Schulcontainer vier Bauplätze auszuweisen.

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