Weisbach

Wo wächst mein Mittagessen?

Claudia Hartmann, die gerade eine Weiterbildung zur „Erlebnisbäuerin“ gemacht hat, zeigte den Kindern, was im Garten alles wächst und gedeiht.
Foto: Marc Huter | Claudia Hartmann, die gerade eine Weiterbildung zur „Erlebnisbäuerin“ gemacht hat, zeigte den Kindern, was im Garten alles wächst und gedeiht.

Woher die Lebensmittel kommen, die wir tagtäglich verzehren, kann man am besten bei einem Besuch auf einem Bauernhof erfahren. Rund 600 bayerische Bauernhöfe mit unterschiedlichen Betriebszweigen öffnen deshalb in diesen Wochen ihre Hoftore, um mehr als 36 000 Kindern einen Einblick in die moderne Landwirtschaft zu ermöglichen.

Zwölf Betriebe im Bezirk

Der „Kindertag auf bayerischen Bauernhöfen“ ist eine Aktion der Landfrauen im Bayerischen Bauernverband und findet alle zwei Jahre statt. Die Landfrauen des Kreisverbands Rhön-Grabfeld um Kreisbäuerin Margit Ziegler aus Merkershausen beteiligen sich ebenfalls an dieser Aktion. Gleich sieben Betriebe in Rhön-Grabfeld öffnen in diesen Tagen ihre Hoftore für über 200 Kinder – in ganz Unterfranken sind es zwölf Betriebe.

So machten sich die Kindergartenkinder des Kindergartens Oberelsbach und die Schulkinder der dritten und vierten der Valentin-Rathgeber-Schule Oberelsbach auf den Weg zum Naturland-Biohof von Horst und Claudia Hartmann nach Weisbach, der sich schon vor vielen Jahren für den biologischen Landanbau und die Kälbermast entschieden hat.

Grundlagen begreifen

Unter dem Motto des diesjährigen Kindertages „Wissen wo mein Mittagessen wächst – Lebensmittel vom Bauernhof“ sollen die Kinder die Grundlagen ihrer Nahrung begreifen. „Die Kinder sollen begreifen, dass die Milch, die sie zum Frühstück trinken, eben nicht in einem Supermarkt-Regal wächst“, so Kreisbäuerin Margit Ziegler. Die Kinder sollen kennen lernen, wie Tiere gehalten und Nahrungsmittel erzeugt werden oder welche Maschinen auf einem Bauernhof zum Einsatz kommen.

Entsprechend haben Horst und Claudia Hartmann sowie Sohn Michael die Kinder zunächst in drei Gruppen aufgeteilt. Stationsweise ging es für die einen zunächst zum haus- und hofeigenen Gemüsegarten, später dann zum Kartoffelbeet und von Horst Hartmann bekamen die Kinder große und kleine landwirtschaftliche Maschinen und deren Funktionsweise erklärt. „Bauernhof zum Anfassen“ war dies. Und so waren sie ganz aufgeregt, als sie mit verbundenen Augen in den Kuhstall der Hartmanns geführt wurden. Staunend standen sie vor den Boxen der Mutterkühe mit ihren erst wenige Tage alten Kälbchen.

Muttervieh mit Kalb

Die Augen der Kinder glänzten beim Anblick von Muttervieh und Kalb. Noch dazu hingen sie an den Lippen von Claudia Hartmann, die den Zyklus und die Lebensweise der Kühe den Kindern spannend näherbrachte. Claudia Hartmann hat sich gerade erst zur „Erlebnisbäuerin“ in Seminaren weitergebildet, um interessierten Gruppen die naturnahe Herstellung von landwirtschaftlichen Produkten zu zeigen.

Für alle Kinder bleibt der Besuch auf dem Biohof noch lange in Erinnerung. Woher die Milch am Frühstückstisch kommt, können sie nun ihren Eltern erklären.

Weitere Artikel
Themen & Autoren
Weisbach
Marc Huter
Bayerischer Bauernverband
Landwirtschaftliche Produkte
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)