Wollbach

Wollbacher Kindergarten soll nun doch günstiger werden

Der geplante Umbau des Kindergartens mit dem Einbau einer neuen Kinderkrippe beschäftigte den Gemeinderat. Im Wesentlichen ging es dabei um Einsparungen bei dem Zwei-Millionen-Euro-Projekt.
Foto: Klaus-Dieter Hahn | Der geplante Umbau des Kindergartens mit dem Einbau einer neuen Kinderkrippe beschäftigte den Gemeinderat. Im Wesentlichen ging es dabei um Einsparungen bei dem Zwei-Millionen-Euro-Projekt.

Gute Neuigkeiten hatte Bürgermeister Thomas Bruckmüller bei der Sitzung des Gemeinderats: Der "Winterschlaf" auf der Baustelle am Dorfplatz ist nach seinen Worten beendet. In den nächsten Tagen sollen die Arbeiten rund um Rathaus und Kirche weitergehen.

Ute Bernhardt-Fiedler ist aus dem Gemeinderat ausgeschieden, ihre Nachrückerin ist Sylvia Werner. Sie wird ihre Aufgaben im Ausschuss für Jugend, Familie, Senioren, Kultur und Vereine übernehmen und  Seniorenbeauftragte sein. Als neuer Ausschussvorsitzender fungiert Konrad Werner. Tanja Schmitt wird die Gemeinde im Abwasserzweckverband Elstal vertreten.

Pacht für die Holzplätze steigt

Coronabedingt muss die "Ramadama"-Reinigungsaktion ausfallen. Ausschussvorsitzender Konrad Werner hofft, dass das beliebte Reinemachen im Herbst stattfinden kann. Digitalbeauftragter Christian Werner wird sich beim geplanten neuen Internetauftritt der Gemeinde einbringen.

Die Preise für die gemeindlichen Holzplätze "Am Sand" und unterhalb vom Sportgelände werden nach sechs Jahren  angepasst. Der Gemeinderat einigte sich darauf, dass die Pachtpreise für Holzlagerplätze von 90 Euro für sechs Jahre künftig auf 100 Euro und für Plätze mit Holzhallen (180 Euro auf die Dauer von sechs Jahren) auf 200 Euro für sechs Jahre steigen.

Energiesparendes Licht für die Halle

Angesichts des dramatischen Zustandes des Nadelwaldes wurde angeregt, eine Waldbegehung mit Revierförster Andreas Henig durchzuführen. "Ich bin richtig erschrocken, als ich neulich im Ochsenbühl unterwegs war.  Der Wald ist dort gewaltig geschädigt", zeigte man sich im Ratsgremium schockiert. "Neben dem Borkenkäfer haben wir auch noch 100 Prozent Wildverbiss", sagte der Bürgermeister.

Die "Wollbacher Halle" könnte schon bald mit  neuen, modernen und weitaus weniger kostenintensiven Lichtquellen ausgestattet werden. Bürgermeister Thomas Bruckmüller stellte energiesparende Leuchten vor. Mit einem speziellen Lichtkonzept und bei entsprechenden Einsparungen könnte man zudem mit staatlichen Fördermitteln rechnen, gab er zu erkennen.

Als Neu-Ratsmitglied für  Ute Bernhardt-Fiedle ist Sylvia Werner in den Gemeinderat nachgerückt. In der jüngsten Sitzung wurde sie nun auch in den Ausschuss für Jugend, Familien, Senioren, Kultur und Vereine berufen. Zudem übernimmt sie den Aufgabenbereich der örtlichen Seniorenbeauftragten.
Foto: Klaus-Dieter Hahn | Als Neu-Ratsmitglied für  Ute Bernhardt-Fiedle ist Sylvia Werner in den Gemeinderat nachgerückt. In der jüngsten Sitzung wurde sie nun auch in den Ausschuss für Jugend, Familien, Senioren, Kultur und Vereine ...

Grundriss und Ansicht des Kindergartens bleiben wie geplant

Zweieinhalb Millionen Euro für den Neubau einer zweigruppigen Kinderkrippe und den Umbau des bisherigen Kindergartens. Mit dieser Nachricht hatte der beauftragte Architekt Peter Kopperger die örtlichen Bürgervertreter zuletzt sichtlich geschockt. In der jüngsten Sitzung stellte er nun mögliches Einsparpotenzial vor. Er hatte sich mit Bürgermeister Thomas Bruckmüller und einigen Ratsmitgliedern zusammengesetzt und nach Möglichkeiten gesucht, die ursprünglich auf 2,5 Millioen Euro veranschlagten Baukosten zu reduzieren.

"Wir sind das Projekt und die Kosten Punkt für Punkt durchgegangen, haben das, worauf man aktuell verzichten kann, herausgestrichen und auch nach möglichen Eigenleistungen geschaut", erläuterte das Ortsoberhaupt das Vorgehen.  Architekt Kopperger stellte das Ergebnis nun dem gesamten Gemeinderat vor.

Das ist der Plan für den Umbau des Kindergartens.
Foto: Klaus-Dieter Hahn | Das ist der Plan für den Umbau des Kindergartens.

Am Grundriss und an der Ansicht hat sich nichts geändert. Der vorgesehene Wasserspielplatz, der ganz schön ins Geld gegangen wäre, soll zunächst entfallen. Die ursprünglich geplanten beiden runden Fenster in der Ost- sowie in der Westansicht in den Schlafräumen sollen durch wesentlich günstigere rechteckige Fenster ersetzt  werden. Der komplett verglaste Übergang vom Alt- zum Neubau könnte ebenfalls noch ein wenig abgespeckt und nur teilverglast werden.

400 000 Euro könnten eingespart werden

Insgesamt beträgt das mögliche Einsparpotenzial etwa 400 000 Euro. Die Kostenberechnung für die Einsparmaßnahmen hat damit nun folgendes Aussehen erhalten: Einbeziehung des Wollbachs: 49 956 Euro, bauliche Änderungen im Altbau: 37 389 Euro, Technische Änderungen im Altbau: 83 326 Euro, Spielhäuser (günstigere Ausführung):  17 850 Euro, Garten-Spielgeräte: 21 539 Euro, Veröffentlichung Staatsanzeiger: 9520 Euro, Bauhofleistungen: 119 997 Euro, weitere etwaige Punkte, die nicht zur Ausführung gelangen: 60 314 Euro. Insgesamt würden sich die Gesamtkosten dann auf 2 078 000 Euro belaufen.

An Fördermitteln könnte man mit insgesamt 1 026 000 Euro (FAG und Kinderkrippenförderprogramm) rechnen, sodass der gemeindliche Aufwand letztlich bei etwa 1 050 000 Euro läge. Bei realistischer Sichtweise müsse man am Ende aber eher mit 2,2 bis 2,3 Millionen Euro rechnen, da man insbesondere bei den Maßnahmen im Altbaubereich einfach nicht "drinsteckt", räumte Kopperger ein.

Der Bauexperte sah auch wenig Chancen, dass die Baupreise sich in nächster Zeit nach unten bewegen werden.  "Wann geht´s los ?", wollte man im Gemeinderat natürlich wissen. "Wir stehen Gewehr bei Fuß. Und bereiten die Ausschreibungen vor", so der Architekt auf die Frage aus der Mitte des Gemeinderates. Bis Ende März sollte die Genehmigung der Regierung von Unterfranken und die Zustimmung zum vorzeitigen Baubeginn vorliegen. Er geht davon aus, dass die Bauarbeiten bis Mitte nächsten Jahres und damit noch vor dem offiziellen Ende des Kinderkrippenförderprogramms abgeschlossen sind.

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