Bad Neustadt

Zahlreiche Zuschüsse durch den Landkreis Rhön-Grabfeld

Das Rhönmuseum soll nach der Sanierung 2022 wieder eröffnet werden.
Foto: Marion Eckert | Das Rhönmuseum soll nach der Sanierung 2022 wieder eröffnet werden.

Kunstverein Bad Neustadt, Rhönmuseum Fladungen, Orgelbaumuseum Ostheim, Mehrgenerationenhaus Bad Königshofen und die Flüchtlings- und Integrationsberatung bedachte der Landkreis Rhön-Grabfeld unter anderem auch in diesem Jahr wieder mit einer finanziellen Zuwendung. Dazu gab Landrat Thomas Habermann bei der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses vorab entsprechende Informationen. Insgesamt wurden aber alle vorgeschlagenen Mittel bewilligt.

Dazu gehörte der Kunstverein Bad Neustadt e.V., der mit zahlreichen Angeboten und Aktionen und auch Kursangeboten im Kreativbereich eine landkreisweite Bedeutung erlangte. Landrat Thomas Habermann nannte ihn eine Bereicherung der Kultur in der Region und eine Stütze der Kunstszene. Aktuell stehen Sanierungs- und Umbaumaßnahmen in den angemieteten Räumlichkeiten in der Bauerngasse in Bad Neustadt an. Vorgesehen ist ein Leader-Projekt mit Künstlerwerkstatt, Galeriebereich sowie Qualifizierungsmaßnahmen für die Kursleiter, um die Kursangebote auf ein pädagogisch hochwertiges Fundament zu stellen. Auch die Stadt Bad Neustadt beteiligt sich an den laufenden Kosten mit einem Mietkostenzuschuss von monatlich 400 Euro. Vom Landkreis kommen einmalig 10 600 Euro.

Rhönmuseum soll 2022 eröffnet werden

Als ein bedeutendes Museum hat der Landrat das Rhönmuseum mit dem Förderverein bezeichnet. Die Neueröffnung sei für 2022 vorgesehen. Hier habe sich wieder einmal das gemeinsame Handeln von Landkreis und Gemeinde bewährt. Dank sagte der Landkreischef vor allem den Ehrenamtlichen im Förderverein. Um die laufenden Kosten zu decken, genehmigt der Kreisausschuss 20 000 Euro. Einen finanziellen Zuschuss bekam auch das Orgelbaumuseum Schloss Hanstein in Ostheim. Für weitere fünf Jahre gibt es pro Jahr 30 000 Euro. Die Mittel werden für Personal- und Gebäudeunterhalt und künftig Ankäufe benötigt, teilte Museumsleiter Jörg Schindler-Schwabedissen in seinem Antrag mit. Einen jährlichen Zuschuss über 5000 Euro gibt es für die Jahre 2021 bis 2028 für das Mehrgenerationenhaus St. Michael in Bad Königshofen. Wie Landrat Thomas Habermann dazu sagte, leiste das Haus wertvolle Arbeit im Bereich Integrations- und Familienbildung.

Eine Zuwendung gibt es auch für den Kreiscaritasverband Rhön-Grabfeld in Höhe von 13 544 Euro für die Durchführung der Flüchtlings- und Integrationsberatung im Landkreis. Der Landrat sagte dazu, dass die Beratung auch weiterhin notwendig sei. Man dürfe die Familien nicht alleine lassen. 

Austausch mit den Helferkreisen vor Ort

Informationen gab es dann von der Sozialpädagogin Jessica Wolf zum Thema "Integrationslotsen". Sie koordiniert die ehrenamtlichen Tätigkeiten im Bereich Asyl und Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. Es geht um die Fortbildung der Ehrenamtlichen sowie die Gewinnung und effiziente Vermittlung weiterer freiwilliger Helfer. Diese Stelle soll auf weitere drei Jahre fortgesetzt werden. Die Kosten belaufen sich dabei auf rund 42 000 Euro, wobei 33 600 Euro vom Freistaat Bayern kommen. Dem stimmte das Gremium zu.

Jessica Wolf berichtete, dass sich Ehrenamtliche oft alleine gelassen fühlen, da keine Anlaufstelle auf Landkreisebene vorhanden sei. Wichtig seien deshalb der Austausch mit den Helferkreisen vor Ort und damit der Ausbau einer weiterführenden Zusammenarbeit. Verlässliche Rahmenbedingungen müssten geschaffen werden. Derzeit wohnen 4 239 Ausländer im Landkreis. Die Ausländerbehörde des Landkreis Rhön-Grabfeld ist für 3 968 Personen zuständig

Anlaufstelle noch nicht eingerichtet

Eine Zuwendung in Höhe von 8000 Euro genehmigte der Kreisausschuss dann für den Verein Frauen helfen Frauen e.V. in Schweinfurt. Hier sollte eine Anlaufstelle gegen sexuelle und häusliche Gewalt auch in Rhön-Grabfeld eingerichtet werden. Dies ist nicht, wie vorgesehen, 2020 geschehen, weshalb der Zuschuss erst 2021 zur Verfügung gestellt wird.

Landrat Thomas Habermann informierte dann über die Schuldnerberatung Rhön-Grabfeld. Hier hat der Kreisausschuss bereits im Mai entschieden, dem Diakonischen Werk Bad Neustadt für die Durchführung der Schuldner- und Insolvenzberatung einen Zuschuss in Höhe von 144 383 Euro zu gewähren. Hintergrund war die Aussage des Ministeriums, dass der Landkreis einen Kostenersatz in gleicher Höhe wie im Vorjahr über 60 329 Euro erhält. Allerdings reduzierte sich dieser Zuschuss auf 59 921 Euro. Es blieb trotzdem bei der Entscheidung des Ausschusses vom Mai.

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