REICHELSHOF

2000 Besucher beim Bienentanz

Vielfältig waren die Angebote beim Erlebnistag auf der Umweltstation Reichelshof.
Vielfältig waren die Angebote beim Erlebnistag auf der Umweltstation Reichelshof. Foto: Uwe Eichler

Es herrschte einiger Andrang an der staatlich anerkannten Umweltstation Reichelshof beim „Bienentanz in den Mai“, der im Rahmen der Bayern-Tour-Natur am Main. An die 2000 Besucher, darunter viele Familien mit Kindern, strömten zum „Tag der offenen Tür“ in den Natur- und Umweltgarten.

Zu feiern gab es am sonnigen „Tag der Arbeit“ einiges, nicht zuletzt die fleißige, aber selten gewordene Biene – unverzichtbar als Bestäuberin und Honiglieferant. Seit einem Jahr wird hier am Projekt „Schweinfurt summt“ gearbeitet. Stationsleiterin Angelika Imgrund blickte auf zahlreiche Aktionen in Stadt und Land zurück: „Summen Sie mit, damit das Summen noch lauter wird und es unseren Bienen besser geht“.

Mittlerweile gibt es Bienenvölker auf den Dächern der Schweinfurter AOK und der Sparkasse, ein eigener Bienenkoffer bringt Kindergärten die Welt des nützlichen Insekts nahe. Nach einem Wildbienenhotel bei Oberwerrn wird demnächst ein weiteres Hotel bei Geldersheim eröffnen. An die 260 Wildbienenarten summen allein in der Region Schweinfurt. Schirmherrin der Aktion ist die Bundestagsabgeordnete Anja Weisgerber. „Schweinfurt summt“ zugute kam auch ein Luftballon-Weitflugwettbewerb.

Bienen brauchen vor allem Blumen: Rupert Benkert, Gärtner aus Waigolshausen, startete am Kräutergarten „Willis Bienenparty“ und stellte Bayerns bienenfreundlichste Pflanze 2016 vor: Den Bienentanz oder neudeutsch „Bee Dance“.

Josef Wolz, Mitglied im Kreisvorstand des VdK, eröffnete mit einem Anradeln auf den Duo-Tandems die Radsaison 2016 – die barrierefreie Radstation gibt es am Reichelshof auch schon wieder zehn Jahre. Die Räder werden dabei von der Schweinfurter Lokalen Agenda 21 finanziert, die Umweltstation übernimmt Verleih und Reparatur.

Auch sonst will sich der VdK am Schonunger Ortsteil, hinter Sennfeld, Flagge zeigen: ab August soll es hier jeden Donnerstag, von 14 bis 17 Uhr, einen VdK-Begegnungstag geben, buchstäblich ohne Barrieren, zwischen Jung und Alt, Menschen mit und ohne Behinderungen. Zu den Angeboten der Station zählt schließlich auch ein Blindencafé, mit dem sich Kinder in die Welt von Sehbehinderten einfühlen können.

Auch die Urban Gardening-Saison startete am Sonntag, hier durfte der Kindergarten Röthlein fleißig ackern. Schirmherrin ist Christine Bender, als Bezirksgeschäftsführerin der Obst- und Gartenbauvereine: ein „Projekt für große und kleine Stadtgärtner“, wie es Reichelshofmitarbeiterin Andrea Gutzeit beschreibt.

Gesunde Lebensmittel können überall angepflanzt werden, so die Botschaft, auch in der Großstadt – auf dem Balkon oder der Garage: Hierzu sind vom 7. bis 14. Juli weitere Aktionstage geplant, es werden noch Schulen und Kindergärten als Garten-Partner gesucht.

Auch sonst gab es auf dem Gelände Natur pur zu entdecken: Vom Kuhmelken übers Butterschütteln bis hin zum Brotbacken wurde den Kindern das naturnahe Handwerk nähergebracht. Dazu gab es Kamele, Greifvögel, Esel, Ziegen und Mainfische zu bestaunen.

Weitere Infos: www.umweltstation-reichelshof.de

Vielfältig waren die Angebote beim Erlebnistag auf der Umweltstation Reichelshof.
Vielfältig waren die Angebote beim Erlebnistag auf der Umweltstation Reichelshof. Foto: Uwe Eichler
Vielfältig waren die Angebote beim Erlebnistag auf der Umweltstation Reichelshof.
Vielfältig waren die Angebote beim Erlebnistag auf der Umweltstation Reichelshof. Foto: Uwe Eichler

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