OBERSCHWARZACH

2017 war ein denkwürdiges Jahr

Mit der neu renovierte Remise im Schlosshof hat der Verein unter großem Einsatz ein Schmuckstück geschaffen. Foto: Gudrun Theuerer

„Die Mühen haben sich gelohnt“, sagte Vorstandsmitglied Willi Groha bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Schloss Oberschwarzach im Foyer des Schlosses. Für den Verein mit seine 134 Mitgliedern gehe das Jahr 2017 in die Geschichtsbücher ein, denn fünf Jahre nach seiner Gründung sei ein wichtiges Ziel in Erfüllung gegangen: Das Schloss ist in den Besitz der Marktgemeinde Oberschwarzach übergegangen und kann somit, wie in der Satzung des Vereins festgelegt, von der Gemeinde öffentlich genutzt und belebt werden.

Doch nicht nur der Schlüssel für das Schloss ging im September 2017 von der Kirche an die Gemeinde, auch der Förderverein, in Person von Schlossherr Guido Plener, übergab einen symbolischen Schlüssel für die renovierte Remise im Schlosshof. Und hier hatte der Verein mit großem Einsatz ein Schmuckstück geschaffen. Rund 40 freiwillige Helfer hatten in 2000 Arbeitsstunden seit Mitte 2016 die Remise renoviert.

In seinem Rückblick zeigte Groha Bilder von den Arbeiten an der Remise aber auch von weiteren Aktionen, wie dem Verlegen des Holzbodens in der Scheune oder den Aufräumarbeiten im Schlosshof. Das Schlossareal konnte so für zahlreiche Veranstaltungen genutzt werden wie zum Beispiel für das erste Schlossweinfest, das von der Festgemeinschaft ausgerichtet worden war. Für den Auftritt von 150 Square-Dancer bildete der Schlosshof genauso den idealen Rahmen wie für die Schauspieler der Hans-Sachs-Gruppe aus Schweinfurt, die unter dem Motto „Der Pfaffenrock ist ein Schelmenfutteral“ Szenen aus der Lutherzeit darboten. Im Dezember feierte man dann wieder den Winterzauber, der durch das traditionelle „Lichterglanz“ Konzert von Steigerwaldkapelle, dem Singkreis Intakt, den Handthaler Volkssängern und dem Mainschleifenchor in der Pfarrkirche St. Peter und Paul bereichert wurde.

Kassenwartin Reyhan Güdü informierte über die Finanzen des Vereins, die sich vor allem durch die Ausgaben für die Remise reduziert haben. Die Kassenprüferinnen Gabi Müller und Rosemarie Illner hatten keine Beanstandungen.

Interessiert hörten die rund 30 Zuhörer dann den Ausführungen von Judith Sandmeier vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege zu, die über das kommunale Denkmalkonzept als Instrument und die Zielsetzung in Oberschwarzach berichtete. Die Idee der Kombination der städtebaulichen Entwicklung (ISEK) mit dem kommunalen Denkmalkonzept (KDK) sei, auch das geschichtliche und historische Umfeld mit zu betrachten. ISEK und KDK laufen bereits, derzeit wird die Machbarkeitsstudie erstellt. Danach folgt der Architektenwettbewerb. 2019 stehe dann noch im Zeichen der Planung, so dass der Baubeginn in 2020 zu erwarten sei. Dies sei aber nur eine ganz grobe Planung. Erst nach der Machbarkeitsstudie sei ein belastbarer Zeitplan denkbar.

Vorstandsmitglied Dietmar Herold gab im Anschluss noch einen Ausblick auf die geplanten Aktionen des Vereins. So möchte man das Gebäude des Treppenabgangs in den Keller, neben der Remise, ebenfalls renovieren. Als Vision stellte er dann die Überdachung des Zwischenraums der beiden Gebäude mit einem Glasdach in den Raum. Ein zweite Idee wäre noch der Bau eines Backofens, den man für gemeinsames Brotbacken nutzen könnte oder auch für Feste. Weitere Ideen kamen von den Mitgliedern: So wäre eine Kulturveranstaltung am Tag vor dem Weinfest denkbar oder ein Sommernachtskino im Schlosshof. Im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft könnte die Scheune vielleicht auch für ein Public Viewing genutzt werden.

Die Übergabe des Schlosses an die Marktgemeinde war ein Höhepunkt des Jahres 2017. Dabei übergab auch Schlossherr Guido ... Foto: Gudrun Theuerer

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