Gochsheim

30 000 Quadratmeter neue Blühflächen für Bienen und Insekten

Die Initiatoren fanden sich vor Ort zum Gruppenbild zusammen: Helga Fleischer (Altbürgermeisterin), die Initiatoren Heinz Müller, Werner Heimrich und Wolfgang Nöth, Bürgermeister Manuel Kneuer und Reinhold Lamprecht vom Verein für Gartenbau und Landespflege.
Die Initiatoren fanden sich vor Ort zum Gruppenbild zusammen: Helga Fleischer (Altbürgermeisterin), die Initiatoren Heinz Müller, Werner Heimrich und Wolfgang Nöth, Bürgermeister Manuel Kneuer und Reinhold Lamprecht vom Verein für Gartenbau und Landespflege. Foto: H.Müller

Angetrieben vom erfolgreichen Bienen-Volksbegehren 2019 haben sich die Beteiligten bemüht, zunächst geeignete landwirtschaftliche Flächen für das Blühflächen-Projekt in der Gochsheimer Flur zu finden, die möglichst nahe am Dorfrand und von den Wegen aus für Spaziergänger einsehbar sind, heißt es in einer Pressemitteilung.

Mit dem Unterspiesheimer Landwirt Wolfgang Nöth konnte ein professioneller Partner gewonnen werden. Der verfügte nicht nur über die notwendigen Pachtflächen, er ermöglichte auch mit seinem Gerätepark die Umsetzung dieses Projektes.

Seit einigen Jahren hat Wolfgang Nöth seine Erfahrungen bei der Anlage von mehr als 20 Hektar (200 000 Quadratmeter) ökologischer Vorrangflächen und auch von drei Hektar Blühflächen über das Kulturlandschaftsprogramm gesammelt und diese nun in das Gochsheimer Projekt eingebracht.

"Kongeniale Partnerschaft"

So entwickelte sich von Anfang an eine sehr "kongeniale Partnerschaft", in der alle Beteiligten sich finden konnten. Da war auf der einen Seite der Gartenbauverein als Initiator und mit dem Wunsch nach mehr Vielfalt in der Kulturlandschaft. Auf der anderen Seite stand Landwirt Nöth zur Verfügung. Der sieht seinen Berufsstand häufig zu unrecht an den Pranger gestellt: "Gerade wir und unser beruflicher Erfolg hängen von einer intakten Kulturlandschaft, gesunden Böden und einer hohen Artenvielfalt ab." Und letztlich gab es da ja auch noch die Gemeinde Gochsheim. Die muss ob des Verlustes von wertvollstem Ackerland durch Gewerbe- und Industrieansiedlung um einen Ausgleich im restlichen Bereich ihrer Feldflur intensiv bemüht sein.

Diese ersten drei Hektar sollen einen Auftakt bilden, dem in den nächsten Jahren Schritt für Schritt weitere Flächen für blühende Ansaaten folgen sollen. Ein besonderes Augenmerk soll dabei den Flächen nahe an den Ortseingängen gewidmet werden, die es zu verändern gilt. Der neue Bürgermeister Manuel Kneuer betonte hier: "Wir bauen auf die fachliche Unterstützung seitens der Vertreter des Gartenbauvereins und der Landwirtschaft."

Botschaft des Bürgermeisters

Diese Botschaft des Bürgermeisters dürfte ankommen, hat doch der Gartenbauverein schon einen Plan entwickelt für die nächsten Schritte.

Um mehr Verständnis für diese wichtigen Ziele auch in der Bevölkerung zu erreichen, haben die Initiatoren Informationsschilder an den Blühflächen aufgestellt, die diese Aktion erläutern. Hingewiesen wird in diesem Zusammenhang auch darauf, dass diese Blühflächen natürlich nicht den ganzen Sommer über eine blühende Landschaft hinterlassen können, über die gesamte Vegetationsperiode verteilt finden dort ein- und mehrjährige Stauden und Kräuter jeweils ihren Standort. Ein neuer Lebensraum für Insekten solle hier also entstehen, der bestimmt nicht immer das Auge des Betrachters spontan erfreue. Er erfülle aber eine wichtige Funktion im Haushalt der Natur.

Die Kosten dieses Projektes hat man sich übrigens geteilt, schließlich sind alle Teilnehmer "Profiteure".

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