RUNDELSHAUSEN

40 Jahre Eschenbachtaler

Die Ur-Eschenbachtaler: Bereits 1932 wurde in Eckarts- und Rundelshausen musiziert. Foto: Archiv Eschenbachtaler

Die bekannten und beliebten „Eschenbachtaler“ sind 40 Jahre alt geworden. Ein Pfingstwochenende lang wurde der Musikverein Eschenbachtal gefeiert, mit Festakt und Konzert am Samstag, Frühschoppen, „Viva Bella Musica“ und Nachwuchskonzert am Sonntag sowie Sternwallfahrt und Bierwanderung am Montag.

Vereinsvorsitzende Sabine Pfister begrüßte am Samstagabend im Festzelt und zweiter Bürgermeister Stephan Schäflein überbrachte den Dank der Marktgemeinde. Rundelshausen und Eckartshausen hätten in den 70er Jahren gezeigt, wie man durch Zusammenarbeit größer werden könne: „Ein Gewinn für den gesamten Markt Werneck und weit darüber hinaus.“

Lange Tradition

Oft seien es ganze Familien, die der Stimmungskapelle über Jahre hinweg die Treue gehalten haben. Tubist Klaus Brätz, Vorsitzender von 1992 bis 2015, blickte zurück in die Orchestergeschichte der Dörfer, die lange vor der Vereinsgründung am 7. Mai 1978 begann. Bereits auf einem Foto des Jahres 1932 zeigt eine „Boy Group“ stolz ihre Blasinstrumente, geleitet vom Dorfschullehrer Hubert Zenglein.

In den 50er Jahren formierten sich flotte Tanzkapellen in Eckarts- wie Rundelshausen. 1974 schlossen sich junge Eckartshäuser Musiker zusammen, auf Initiative von Oswald Pfister. Zusammen mit Tochter Cäcilia übernahm er 1977 zudem die musikalische Ausbildung von Kindern im Nachbardorf.

Auf Film festgehalten

Aus diesen „Ur-Eschenbachtalern“ ging im Folgejahr der Verein hervor, mit dem Vorsitzenden Paul Katzenberger sowie Oswald Pfister als Dirigent und Nachfolger. Bis zum Jahresende wurden 214 Mitglieder verzeichnet. Ein Acht-Millimeter-Film von Otto Kircher hat das Mehrtages-Gründungsfest auf der „Rumpelswiese“ in Eckartshausen festgehalten.

Die 80er Jahre waren geprägt von Dirigent Rainer Schuler, Gerhard Brätz wurde Vorsitzender. Die Eschenbachtaler trugen die fränkische Lebensart bis in den Schwarzwald oder ins Sauerland. Prag, Los Angeles, Las Vegas, Namibia, Florida, die Poppenhäuser Bierwoche oder die Erlanger Bergkirchweih waren nur einige Stationen. Seit 1992 gibt es freundschaftliche Bande zum Musikkorps im schwedischen Boxholm, mit wechselseitigen Besuchen. Ein fränkisch-schwedisches Frühlingskonzert war der Auftakt zu weiteren Konzerten mit dem MV Vasbühl, heute Teil des „Kulturfrühlings“.

Seit 1995 sind die „Jungen Eschenbachtaler“ am Start. 2016 wurde vom ehemaligen Dirigenten Armin Katzenberger die „Oldtimer-Gruppe“ der „Viva Bella Musica“ gegründet. Auch im kirchlichen und gemeindlichen Jahreslauf sind die Eschenbachtaler fest verwurzelt, aktuell mit Klaus Hammer am Taktstock. Von zehn Eschen, die zum zehnten Jubiläum gepflanzt wurden, stehen immer noch acht, trotz Biber. Für seine Verdienste wurde Klaus Brätz zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Schon lange dabei

Eduard Beresch hatte seitens des Nordbayerischen Musikbunds die Aufgabe, die Treue zur Musik zu ehren und den Generationswechsel zu würdigen: Zehn Jahre aktive Musiker sind Kilian Brätz, Selina Drescher, Sabrina Krämer, Marius Pfister, Sophia Rottmann, Katharina Sauer, Annika Tippner, Anna-Maria Brätz, Andreas Fischer, Luca Krämer, Janik Pfister, Patrick Rottmann, Luisa Tippner und Jonas Ziegler.

Für 20 Jahre Musizieren wurden Sabine Pfister, Julius Pfister, Isabell Pfister, Hubert Saam, Rebecca Schmitt, Manuel Schyroki und David Schyroki mit Silber ausgezeichnet. Gold für 30 Jahre am Instrument erhielten Steffen Köhler, Silvia Krämer, Silke Rottmann und Christine Tippner. Die „40“ erreicht haben Monika Brätz, Klaus Brätz, Brigitte Pfister, Peter Rottmann und Reinhold Sauer. Für 10 Jahre Vorstandstätigkeit wurden Veronika und Sabine Pfister ausgezeichnet, für 15 Jahre Silke Rottmann sowie Reinhold Sauer für 20 Jahre in der Vorstandschaft.

Ehrung für treue Eschenbachtaler (von links): Eduard Beresch (NBMB), Vereinsvorsitzende Sabine Pfister, die Jubilare Reinhold Sauer, Klaus Brätz, Brigitte Pfister, Peter Rottmann, Silke Rottmann, Monika Brätz, Christine Tippner, Silvia Krämer, Steffen Köhler sowie Kerstin Heil. Foto: Uwe Eichler

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