Schweinfurt

7. Gesundheitsmesse: Was uns gesund hält und gesund macht

4000 Besucher hat die Messe in den Vorjahren gezählt und auch diesmal war der Andrang groß. Wer sich auf "Gesundheit und Medizin zum Anfassen" einlässt, wird überrascht.
'Gesundheit und Medizin zum Anfassen' ist ein Slogan der Schweinfurter Gesundheitsmesse. Und nicht umsonst gewählt, wie man sieht. Diese beiden jungen Besucher im Konferenzzentrum hat das Herzmodell besonders fasziniert.
"Gesundheit und Medizin zum Anfassen" ist ein Slogan der Schweinfurter Gesundheitsmesse. Und nicht umsonst gewählt, wie man sieht. Diese beiden jungen Besucher im Konferenzzentrum hat das Herzmodell besonders fasziniert. Foto: Josef Lamber

Ein Ball liegt in jeder Hand, der eine blau, der andere gelb. Wer es nun schafft, die beiden in die Luft zu werfen, die Hände schnell zu überkreuzen und die Bälle dann so aufzufangen, dass sie in der jeweils anderen Hand liegen als vor dem Wurf, hat trainiert. Sein Gehirn, um genau zu sein. Mit  Gehirnjogging kann man etwas gegen Demenz tun, erklärt die Dame am Stand der SKD. Die Sache mit den Bällen ist nur eine von einigen Übungen, mit deren Hilfe sich der Ausbruch der Krankheit hinauszögern lässt. Um bis zu fünf Jahre.

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7. Gesundheitsmesse

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Oberbürgermeister Sebastian Remelé, der als Schirmherr mit seiner Frau Monika und den Organisatoren bei einem Presserundgang durch die 7. Gesundheitsmesse im Konferenzzentrum am Sonntag schlendert, ist beeindruckt. Auch wenn die Übung mit den Bällen nicht ganz so funktionieren will. Allein ist er damit übrigens nicht. Ein späterer Selbstversuch auf Reporterseite zeigt: Das Gehirn müsste bei der Überkreuz-Wurf-und-Fang-Taktik noch einiges üben. Soll ja aber auch gesund sein. Also: das Üben geht weiter.

Gutes Training fürs Gehirn, aber ganz schön knifflig, fand Schirmherr Oberbürgermeister Sebastian Remelé beim Rundgang durch die Messe mit Brigitte Weitkamp-Moog (Dritte von rechts) und Ehefrau Monika (Zweite von rechts).
Gutes Training fürs Gehirn, aber ganz schön knifflig, fand Schirmherr Oberbürgermeister Sebastian Remelé beim Rundgang durch die Messe mit Brigitte Weitkamp-Moog (Dritte von rechts) und Ehefrau Monika (Zweite von rechts). Foto: Martina Müller

30 Aussteller zeigen die ganze Bandbreite

4000 Besucher sind es bei den vergangenen Messen immer gewesen, die inzwischen im Zwei-Jahres-Rhythmus satttfinden, erklärt Organisatorin Karin Kramer. Gemeinsam mit Brigitte Weitkamp-Moog hat sie die Messe initiiert, die die ganze Bandbreite der Angebote zum Thema Gesundheit zeigt. 30 Aussteller sind vertreten. Einige von ihnen gehören schon zur Stammbesetzung der Messe – wie die Krankenkasse SKD, die Krankenhäuser Leopoldina und St. Josef, das Krankenhaus Markt Werneck, das Ambulanzzentrum Schweinfurt oder die Geomedklinik Gerolzhofen.

Auch der Pflegestützpunkt und das Diakonische Werk, die Johanniter-Unfall-Hilfe und zwei Pflegeeinrichtungen stellen sich vor. 20 Aussteller gehören zum festen Stamm, der Rest wird sorgfältig ausgewählt, eben um die Vielfalt zu zeigen. Die reicht von Einblicken in verschiedene Untersuchungs- und Operationsmethoden bis hin zu Hörgeräteakustik, Rehatechnik, Orthopädie, Naturmedizin und -kosmetik, Zahnmedizin, Logopädie oder Krankengymnastik. 

Alles im Lot? Bei der Gesundheitsmesse konnten sich die Besucher auch untersuchen lassen, hier zum Beispiel mit Ultraschall.
Alles im Lot? Bei der Gesundheitsmesse konnten sich die Besucher auch untersuchen lassen, hier zum Beispiel mit Ultraschall. Foto: Josef Lamber

Künstliche Knochen und Wirbel sind an diesem Tag irgendwie überall präsent. Mal geht es um Knieoperationen, mal um künstliche Gelenke, mal darum, wie die Wirbelsäule ins Lot kommt. Einen kleinen Jungen scheint das besonder zu faszinieren, vor allem die Instrumente der Operateure. Eigentlich, sagt seine Mutter lachend, wollte er ja Schreiner werden. Nun gut, vielleicht dann doch Chirurg, sind ja noch ein paar Jahre hin zur Berufsentscheidung. Das Austesten und Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht an diesem Sonntag.

Infos, Tests und Vorträge im 30-Minuten-Takt

Schließlich will die Messe von 10 bis 18 Uhr nicht nur Möglichkeiten zur aktiven und gesunden Lebensgestaltung aufzeigen, sondern auch "Gesundheit und Medizin zum Anfassen" bieten. Davon gibt es reichlich. Wer mag, kann seinen Blutzucker und Blutdruck ebenso wie sein Hörvermögen testen lassen, auch ein Herz-Stresstest wird angeboten. An anderen Ständen können Besucher ihre Gefäße oder auch die Schilddrüse kontrollieren lassen. Das Angebot wird gerne angenommen.

Daneben laufen den ganzen Tag über im 30-Minuten-Takt Vorträge zu den unterschiedlichsten Themenbereichen - von der Vorsorge und Früherkennung von Darmkrebs, Hilfen für pflegende Angehörige, Fußbeschwerden, Arthrose bis hin zur Glücksforschung und der Frage, was im Leben wirklich zählt. 21 Vorträge werden es am Ende gewesen sein. Der Eintritt ist frei, wie zur Messe an sich auch. In zwei Jahren wird die 8. Auflage an den Start gehen.

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