GELDERSHEIM

Ab April soll die Gemeinschaftsunterkunft laufen

Die drei Gebäude der Conn-Barracks werden von der Regierung von Unterfranken offiziell nicht mehr als Notunterkunft tituliert, sondern als Gemeinschaftsunterkunft (GU) für Asylbewerber. Für knapp fünf Jahre gibt es einen Mietvertrag mit der Eigentümerin Bima, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.

Bis Ende 2019 können Asylbewerber hier untergebracht werden. „Wir brauchen dringend Plätze“, sagt Regierungssprecher Johannes Hardenacke. Man wolle aber die Planungen der Gemeinden und des Zweckverbands zur Nachnutzung der Kaserne nicht einschränken.

Mit den örtlichen Kommunen habe es bereits Abstimmungsgespräche über Schule und Kindergartenbetreuung gegeben. „Wir sind sehr daran interessiert, dass ab April Asylbewerber dort wohnen können“, sagt Hardenacke. Mit etwa 200 Personen sollen die drei Häuser sukzessive belegt werden.

Seit Mitte Januar laufen die Bauarbeiten für eine „Ertüchtigung“ des GU-Bereiches. Für das gesamte Areal ist eine neue, autarke Wasserversorgung nötig (siehe obenstehenden Bericht) und eine eigene kleine Heizzentrale, die „wirtschaftlich betrieben werden kann“, so Hardenacke. Beide vorhandenen, großen Versorgungseinrichtungen der Amerikaner waren durch die Bima stillgelegt worden. „Uns wäre es auch lieber gewesen, wenn die vorhandenen Strukturen weiter benutzbar geblieben wären“, sagt der Regierungssprecher.

Eine neue Zufahrt wurde geschoben, Brandschutzarbeiten werden erledigt, elektrische Leitungen gelegt. In den früheren Soldaten-Appartements werden teilweise Wände eingezogen. Gemeinschaftsküchen werden eingerichtet. Zudem sind die drei langgestreckten Häuser plus ein Asphaltplatz bereits zwei Meter hoch eingezäunt. „Es dient dem Schutz von außen“, unterstreicht Hardenacke. „Die Asylbewerber selbst könnten sich im Regierungsbezirk frei bewegen. Ein Sicherheitsdienst werde zusätzlich bestellt, um auf dem Gelände Sicherheit zu gewährleisten.

Als Baukosten – ohne die Wasserleitungsbeiträge–- nennt der Regierungssprecher „circa 500 000 Euro“. Getragen werden sie vom Freistaat Bayern.

Die neue GU liegt ausgerechnet in dem Teil, in dem sich eine große, geschützte Saatkrähen-Kolonie befindet. Wie die Regierung mitteilt, wurde die neue Zufahrt eigens modifiziert, um einen Baum mit Nestern unangetastet zu lassen. Über den Köpfen der Asylbewerber dürfte es dennoch ziemlich dunkel und laut werden, wenn an die hundert Krähen auffliegen.

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