Heidenfeld

Abwasserzweckverband: Große Herausforderungen gemeistert

Zum Abschied gab‘s neben vielen lobenden Worten gleich zwei Geschenkkörbe. Einen überreichte Bürgermeister Volker Karb (von links) an seinen ehemaligen Kämmerer Gerald Riedl, den anderen hatte Martin Weth dem scheidenden Geschäftsleiter des Abwasserzweckverbandes bereits überreicht. Foto: Ursula Lux

Es waren bewegte Zeiten, in denen Gerald Riedl die Geschäftsleitung des Abwasserzweckverbandes Unterer Unkenbach übernahm. Da sein Vorgänger in diesem Amt erkrankte, übernahm er dessen Aufgaben erst einmal zwei Jahre lang kommissarisch, bevor er 2005 von der Verbandsversammlung zum Geschäftsleiter gewählt wurde.

Der Vorsitzende des Verbandes, Martin Weth, dankte Riedl, der "immer dabei" gewesen sei und seine Erfahrungen und sein Wissen eingebracht habe. "Es war immer ein Miteinander, nie ein Gegeneinander", betonte Weth.

Er erinnerte ebenso wie Riedl selbst an Aufgaben und Herausforderungen dieser Zeit. Der scheidende Geschäftsleiter dachte zurück an seine allererste Verbandssitzung, in der er Schriftführer war: "Ich habe nichts verstanden", erzählte er lachend, weder von der Technik noch von den Baumaßnahmen. Im Internet, durch die alten Protokolle und die Jour-fix Besprechungen habe er sich langsam das Wissen um den Ablauf in einer Kläranlage erarbeitet.

Erweiterung der Kläranlage für mehr als fünf Millionen 

Nachdem Hans Fischer sein Amt als Bürgermeister von Schwebheim aufgegeben hatte und kurz darauf  überraschend auch das des Verbandsvorsitzenden gab es einen Umbruch, erinnerte sich Riedl. Martin Weth wurde zum neuen Vorsitzenden gewählt und gemeinsam mit Riedl mussten große Herausforderungen bewältigt werden. So zum Beispiel die Erweiterung der Kläranlage für rund 5.6 Millionen Euro. Schon vorher hatte der scheidende Geschäftsleiter den Bau einer Phosphatfällung und die Sanierung eines Pumpwerks betreut. Bei all dem war ein Wechsel der Ingenieurbüros nötig und zwei Insolvenzen von am Bau beteiligten Firmen mussten verkraftet und abgewickelt werden. "Mit den Insolvenzverwaltern war es auch nicht immer einfach zu verhandeln", erinnerte sich Riedel. Erfreulicherweise aber habe der Verband keine Nachteile erleiden müssen.

Als dann auch noch eine Honorarnachforderung des abgelösten Ingenieurbüros kam, war wieder Riedls Wissen als Kämmerer und sein Verhandlungsgeschick gefragt. "Zum Glück hatten wir nach einer Versammlung die vorläufige Kostenschätzung, wenn auch nur handschriftlich, kopiert und konnten eine große Honorarforderung mit Erfolg abwenden" erinnerte sich Riedl. Er dankte seinerseits Weth und der Verbandsversammlung für die "kollegiale Zusammenarbeit". "An einen Streit oder eine Auseinandersetzung kann ich mich nicht erinnern", meinte Riedl.

Bürgermeister Volker Karb nutze die Gelegenheit, Riedl auch für seinen Dienst als Kämmerer in der Gemeinde Schwebheim zu danken, da man im Rathaus bisher keinen Termin für eine Verabschiedung gefunden habe.

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