Werneck

Allianz Oberes Werntal: Werneck trägt Mehrkosten

Seit Mai 2017 ist die Allianz Oberes Werntal mit ihren zehn Mitgliedsgemeinden eine von mittlerweile 27 staatlich anerkannten Öko-Modellregionen in Bayern. Aufgrund der überzeugenden Arbeit wurde das Projektmanagement 2018 um drei Jahre verlängert und wird noch bis Ende Oktober 2020 mit 75 Prozent vom Amt für Ländliche Entwicklung gefördert. Für die dann anstehende Verlängerung des Projektes um weitere drei Jahre sprach sich der Gemeinderat trotz voraussichtlich höherer Kosten für die Gemeinde bei zwei Gegenstimmen aus.

Zuvor hatte die Projektmanagerin der Öko-Modellregion, Anna-Katharina Paar, dem Gremium einen Überblick über die vielfältigen und erfolgreichen Aktivitäten und Projekte gegeben. Ziel sei es, die regionalen Wertschöpfungsketten für Bio-Produkte auszubauen und damit den ländlichen Raum zu stärken. Auch soll die Produktion heimischer Bio-Lebensmittel und das Bewusstsein für regionale Identität vorangebracht werden.

Mit 20,7 Prozent hat der Ökolandbau im Oberen Werntal einen im bayern- und deutschlandweiten Vergleich ungewöhnlich hohen Flächenanteil beim Ackerbau. Die Zahl der Ökobetriebe stieg seit 2016 um 18 auf aktuell 60. Im Markt Werneck gäbe es viele engagierte Ökobetriebe, die ihre Höfe auch öffnen um den Ökolandbau erlebbar zu machen und den Austausch mit der Bevölkerung und Berufskollegen zu fördern, sagte Paar. Bayernweit soll der Anteil des Öko-Landbaus bis 2030 auf 30 Prozent ausgeweitet werden.

Künftige Themenschwerpunkte sind der Aufbau von weiteren Wertschöpfungsketten im Ökoackerbau – Beispiel Getreide und Mohn – und bei der tierischen Erzeugung, die Förderung des Einsatzes von regionalen Bioprodukten in der Gemeinschaftsverpflegung etwa bei Kindergärten und weitere Aktionen zur Bewusstseinsbildung in Sachen Öko-Landbau. Paar verwies auf bislang über 90 Presseveröffentlichungen zur Öko-Modellregion und den monatlichen Newsletter mit 3500 Abonnenten.

Die bisherige Arbeit habe überzeugt und den Markt Werneck aufgewertet, sagte Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl. Um Regionalität und Ökolandbau voranzubringen bräuchte es Strukturen und Anstöße, warb sie  für die Fortführung des Managements. Dass sich in Sachen Verbraucherverhalten und dem Voranbringen des Ökolandbaus in der Region viel getan habe, befanden auch Roswitha Ziegler und Bernhard Sauer.

Gerechnet wird bei der Verlängerung mit einer jährlich sinkenden Förderung von 60, 40 und schließlich 20 Prozent. Für Werneck bedeutet das im dreijährigen Verlängerungszeitraum Kosten von 21 196 Euro statt bisher 11 000 Euro. Noch höhere Kosten befürchteten einige Räte, falls nicht alle Mitgliedsgemeinden einer Verlängerung zustimmten. Als größte Gemeinde trage man hier auch finanziell die größte Verantwortung, entgegnete Sebastian Hauck diesen Bedenken.

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