Kronungen

Alte Schule soll neue Heimat für Dorfgemeinschaft werden

"Rath und Schulhaus" steht auf der Tafel des denkmalgeschützten Gebäudes in der Mitte Kronungens. Foto: Hans-Peter Hepp

Jetzt kann das Büro Perleth die nächsten Planungen angehen. Bei der Bürgerbeteilgung rund um die "Alte Schule" in Kronungen wurden die ersten Ideen sehr begrüßt. Im bestens besuchten alten "Klassenzimmer" im ersten Stock des Gebäudes diskutierten die Planer mit den Bürgern viele Details.

Die Schule ist ein Baudenkmal aus dem Jahr 1868 und verfügt über eine gute Substanz, wie die Statiker gemessen haben. Die "zeitgemäßen Schäden" stellen keine großen Probleme dar, meinte Joachim Perleth und berichtete von Holzschädlingen im Dachstuhl und von kleineren Mengen an giftigen Stoffen. Die Keller sind "erwartungsgemäß"  feucht, einige Wände zeigen Schädigungen durch die Nässe.

Neuer Dorfgemeinschaftsraum

In "Kronungens neuer Mitte" soll aus der "Alten Schule" ein Treffpunkt für Vereine und Verbände werden, auch nicht-organisierte Gruppen sollen dort eine Heimat finden. Deshalb ist das neue Herzstück ein Dorfgemeinschaftsraum im Erdgeschoss mit angeschlossener Teeküche. Mit flexibler Möblierung ist dort Raum für Besprechungen und Feiern, auch  Gottesdienste könnten hier abgehalten werden. Darüber hinaus wird eine behindertengerechte Damentoilette und ein Herren WC ebenerdig untergebracht. Durch das "Drehen" der Treppe vergrößert sich  das Foyer, auch ein kleines Lager entsteht im Erdgeschoss. Im neuen Gemeinschaftsraum bleibt auch Platz für die kleine Bücherei, die wohl nur noch von wenigen Bürgern genutzt wird. Der Zugang zum Gebäude wird über die Tür zwischen Kirche und alter Schule barrierefrei hergestellt.

Die Katholische Landjugend erhält im ersten Geschoss einen Gruppenraum, im zweiten Zimmer sollen kleinere Besprechungen stattfinden können, auch ist hier genügend Platz, um die schon bisher im historischen Gebäude untergebrachten Utensilien der Kirche zu lagern.

Kein Dachgeschoss-Ausbau

Wegen den Vorschriften des Brandschutzes wird das Dachgeschoss- wie von den Planern vorgeschlagen – nicht ausgebaut. Und die Zahl der Gäste im ersten Stockwerk soll  urch geschickte Planung unter 30 Personen bleiben. So muss  kein zweiter Rettungsweg gebaut werden. Im Keller oder im Dachgeschoss wird die neue Gas-Zentral-Heizung untergebracht, die Dämmung der Räume erfolgt von innen. Anstelle der alten Garagen planen Candida Borst und Joachim Peleth eine große Freifläche unterhalb der Kirche. Das "Marterle", das jetzt in die Garagenmauer integriert ist, erhält einen schöneren Standort, die große Stützmauer zur Kirche bleibt bestehen,auch der zugehörige Treppenaufgang.

Gemeinderat Werner Göbel schlug einen zusätzlichen Begegnungsraum im Gewölbekeller vor. Vielleicht kann man auch den nicht mehr sichtbaren Brunnen, der sich vor der Kirche befindet, wieder herstellen. Dies ist einer der Punkte, der mit dem Nachbar, der katholischen Kirche, geklärt werden muss.

Am Ende werden die Planungen das gesamte Umfeld umfassen, das betrifft auch den Gehweg rund um das Ensemble Kirche/Alte Schule/Backhaus. Gegenüber wird in einem zweiten Abschnitt der Spielplatz und dessen Umgebung erneuert.

Bürgermeister Ludwig Nätscher lobte den sachlichen Verlauf der Diskussion, dankte den Bürgern und den  beiden Planern, die die neuen Impulse aus der Veranstaltung mit in ihre Überlegungen einfließen lassen. Kreisheimatpfleger Guido Spahn begrüßte die Revitalisierung der "Alten Schule".

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