Altenmünster

Altenmünster: Ein Beispiel für ein intaktes Dorfleben

Was brummt und summt denn da? Ein Insektenhotel zeigten die Vorsitzende des Vereins für Gartenbau und Landespflege, Monika Böhm-Weniger (von rechts), und ihre Stellvertreterin Ute Weisensee den Gästen bei den Führungen auf der Kinderstreuobstwiese in Altenmünster. Foto: Rita Steger-Frühwacht

"Ein tolles Erlebnis", so nannte MdB Anja Weisgerber den Start zur Wandersaison in der Gemeindeallianz Schweinfurter Oberland.

Unter dem Motto "111 - DAS FEST" waren die Ortsvereine von Altenmünster die Ausrichter für das Wanderevent, bei dem sich zum zehnten Mal am ersten Maiwochenende Wanderer in geführten Gruppen oder in Eigenregie aufmachten. 165 Wanderer waren in acht geführten Gruppen an diesem Tag nach Altenmünster gekommen. Mit einer einfachen Wegstrecke von 22 Kilometern hatte die Schonunger Gruppe unter Leitung von Norbert Schmalzl die weiteste Entfernung zurückzulegen.

Am Festwochenende konnte die Dorfgemeinschaft noch weitere Festivitäten begehen: die Einweihung des neuen Dorfgemeinschaftshauses mit neuem Feuerwehrhaus, die Übergabe eines neuen Feuerwehrautos und einer neuen Tragkraftspritze und das 111-jährige Bestehen des Vereins für Gartenbau und Landespflege.

Viele ehrenamtliche Helfer

Dass so ein großes Fest funktioniert, dafür brauche es viele ehrenamtliche Helfer, stellte Anja Weisgerber anerkennend fest. Die Schirmherrin des diesjährigen Wanderevents "Wunderbar wanderbar" lobte den Zusammenhalt im Ort und die vielfältigen Angebote von Musik, Kunsthandwerk und Verpflegung. "Das, was ihr hier auf die Beine gestellt habt, ist wirklich großartig."

In der Begrüßung der überaus zahlreichen Gäste ging Bürgermeister Friedel Heckenlauer auf den Neubau des Dorfgemeinschaftshauses Alte Schule/Feuerwehrhaus ein. Die Investition in Höhe von knapp einer Million Euro sei zu rechtfertigen, da hiermit Wohn- und Lebensqualität geboten werde.

Landrat Florian Töpper zeigte sich beeindruckt vom Leben im Dorf Altenmünster, das den ländlichen Raum als zukunftsfähig zeige. Zum 111-jährigen Bestehen des Vereins für Gartenbau und Landespflege gratulierte er und betonte, dass der Verein im Bereich der Streuobstwiesenpflege "Beachtliches geleistet" habe.

In der evangelischen Kirche war zu einer Ausstellung über die Baugeschichte der Alten Schule, vorwiegend mit Bildern von Robert Lauer, geladen. Klaus-Ulrich Köhler stellte in einem Vortrag die Geschichte dieser Kirche vor. Bei einer Dorfrallye konnten die Besucher den Ort kennen lernen.

Im Rahmen der Eröffnung der Wandersaison im Schweinfurter Oberland feierte der Verein für Gartenbau und Landespflege sein 111-jähriges Bestehen. Bei zwei Führungen auf der 2001 angelegten Streuobstwiese konnten die Teilnehmer einen Pfeiler der äußerst erfolgreichen Kinder- und Jugendarbeit des Vereins kennen lernen. Jedes Kind, das in die Schule kommt, darf hier mithelfen, "seinen Baum zu pflanzen", erklärte Monika Böhm-Weniger. Und nicht ohne Stolz erklärte die Vorsitzende, dass viele Kinder noch im jugendlichen Erwachsenenalter ihrem Baum so stark verbunden sind, dass sie ihn oftmals mit der Unterstützung von Familien- oder Vereinsmitgliedern pflegen und beernten.

Bürgermeister Friedel Heckenlauer lobte in seinem Grußwort die vielen Aktivitäten des Vereins. Er hob besonders das Engagement rund um die Kinderstreuobstwiese hervor und erinnerte an den Gewinn des ersten Preises im Wettbewerb "Streuobst - beiß rein" auf Kreisebene in diesem Frühjahr.

Große Erfolge

Die Tradition des Dorfes, überörtlich ausgezeichnet zu werden, griff Frank Bauer in seiner Rede auf. Der Kreisvorsitzende listete die Auszeichnungen Altenmünsters beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft, unser Dorf soll schöner werden" in den 1970er Jahren auf. Da errang Altenmünster zweimal den ersten Platz auf Kreisebene, kam einmal auf Platz eins im Bezirk Unterfranken und belegte den dritten Platz in Bayern.

Was ist los beim Gartenbauverein? Dazu führten Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Spiel den Jahresreigen der Veranstaltungen auf.

Die "Rentnertruppe" trug in einem selbst gedichteten Lied ein "Dankeschön" an die sieben Frauen der Vorstandschaft vor und zeigte bei einer "Turner-Pyramide", was man sportlich drauf hat.

Eine spannende Unterhaltung zwischen einem Stadtbaum und einem Baum von der Streuobstwiese, vorgetragen von zwei Jugendlichen, rundete die Jubiläumsfeier ab.

Wanderertreffen auf dem Altenmünsterer Dorfplatz beim Start in die Wandersaison im Schweinfurter Oberland. Foto: Rita Steger-Frühwacht
Sie sei mit der Familie hierher gewandert und deshalb nicht in "Stöckelschuhen", scherzte MdB Anja Weisgerber (Mitte) bei ihrer Ansprache als Schirmherrin des Wanderevents "Wunderbar wanderbar" im Schweinfurter Oberland. Auch im Bild: Gemeinderat Gerald Raab, Bürgermeisterin Birgit Göbhardt, Bürgermeister Fridolin Zehner, Landrat Florian Töpper, Bürgermeister Egon Klöffel und Bürgermeister Stefan Rottmann. Foto: Rita Steger-Frühwacht
Am Nachmittag machte sich die Wandergruppe von Kurt Pfeuffer (Zweiter von links) auf den Rückweg zu ihrem Ausgangspunkt, zum Ellertshäuser See. Foto: Rita Steger-Frühwacht

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