Bergrheinfeld

Alter Sportplatz wird zu neuem Baugebiet

Auf dem alten TSV-Sportplatz sollen neue Wohnhäuser gebaut werden.
Auf dem alten TSV-Sportplatz sollen neue Wohnhäuser gebaut werden. Foto: Horst Fröhling

Ein großer Themenkomplex stand bei der jüngsten Gemeinderatssitzung im Mittelpunkt: Der Aufstellungsbeschluss für das geplante Wohngebiet "Jahnpark" wurde einstimmig gefasst.

Im Raum steht die Bebauung des alten Sportplatzes des TSV Bergrheinfeld. Bürgermeister Ulrich Werner wies nochmals auf die große Nachfrage nach Wohnraum in der Gemeinde hin. Ebenso solle es jungen Familien ermöglicht werden, in Bergrheinfeld zu bauen. Das Konzept des Investors sieht drei Mehrfamilienhäuser und acht Einfamilienhäuser auf dem Sportplatzgelände vor. Zu beachten seien ökologische Vorgaben wie ein Nahwärmenetz, das Verwenden nachwachsender Rohstoffe und wenig Flächenversiegelung, so Werner.

Im Zuge des Projektes und zur Einarbeitung der gegenseitigen Wünsche von Investor und Gemeinde war das Landschaftsplanungsbüro "Arc Grün" mit ins Boot geholt worden. Gudrun Rentsch stellte den Bebauungsplan vor. Er umfasst eine Fläche von 1,22 Hektar. Im Unterschied zum ersten Entwurf werde es im Jahnpark nun mehr Grünflächen geben. Verkehrstechnisch sei das Baugebiet von der Südseite für den motorisierten Verkehr erschlossen sowie fußläufig noch an zwei weiteren Stellen.

Der Mix aus Mehr- und Einfamilienwohnhäusern bringt laut Rentsch auch eine Mischung aus jungen und ältereren Bewohnern. Vorgesehen seien Miet- und Eigentumswohnungen sowie kleine Eigenheime. Es gebe kleine Ein- bis Dreizimmerwohnungen sowie Wohnungen für Familien. Die Mehrfamilienhäuser sind barrierefrei. Das südliche Gebäude hat drei Geschosse, die beiden anderen jeweils vier. Die Dachneigung könne zwischen null und zehn Grad liegen.  

Da der Jahnpark weit genug vom Altort entfernt ist, könne er laut Rentsch eine eigene, einheitliche Formensprache bekommen. Angedacht sind Flachdächer, die bei den Mehrfamilienhäusern begrünt und bei den Einfamilienhäusern, je nach Bedarf, mit Photovoltaikanlagen ausgestatten werden können. Die zentrale Wärmeversorgung soll über eine Hackschnitzelanlage gewährleistet werden, die von der Jahnstraße aus befüllt werden kann.

Bei der Wasserver- und Entsorgung wird man wohl auf ein Trennsystem zwischen Niederschlags- und Schmutzwasser zurückgreifen, da das aktuelle Kanalsystem schon sehr ausgelastet ist. Für die kleinen Bewohner soll der alte TSV-Spielplatz ertüchtigt werden, den die BWG miterwerben will. Eine Lärmschutzwand soll den Geräuschpegel des nahen Sportgeländes fernhalten. Laut Rentsch liegt das Vorhaben nicht im Überschwemmungsgebiet eines "hundertjährlichen Hochwassers".

Einstimmig billigte der Gemeinderat den Entwurf des Bebauungsplans und den Aufstellungsbeschluss. Damit kann dieser Plan bis zum Beginn des kommenden Jahres Rechtskraft erhalten.  (HOF)

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